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Hey, Mr. Taliban! Guido zahlt für Dich!
Guido Westerwelle hat als FDP-Parteichef und -Wahlkämpfer bereits die eigentlich längst geplatzte Steuer-Seifenblase aufsteigen lassen. Jetzt will der Außenminister in Zusammenarbeit mit seinem famosen Entwicklungshilfeexperten Dirk Niebel etwas ganz Neues probieren: Ein Aussteigerprogramm für Taliban soll her.
Geht sowas? Nach allem, was wir über die Taliban denken, handelt es sich doch um die fanatistischten Fanatiker auf diesem Globus. Abgesehen vielleicht von der nordkoreanischen Führungsclique. Sie sind ja sogar eine asymmetrische Bedrohung. Diese trutzigen Bartträger, die Frauen für Humanvieh und Musik für Teufelszeug halten, sollen also bindende Verträge mit dem deutschen Staat abschließen. Das birgt Probleme.
Wie etwa soll man den Kontrakt formulieren? “Ich, Ali ….., bestätige hiermit, dass ich auf die 72 Jungfrauen verzichte, die im Paradies schon auf mich warten.” So etwa? “Ich versichere, dass ich vor einem Selbstmordattentat den gewährten Betrag mit Zins und Zinseszins zurückzahle.” Oder: “Die nächste Folter durch den örtlichen Warlord werde ich nach Gewährung der Unterstützung klaglos durchstehen.”
Und: Wie ist es mit den Fristen? Wie schnell soll das Aussteigerprogramm in Kraft treten? Schließlich wird für die Zeit, in der diese Geschichte durchs Parlament genudelt wird, die Teilnahme an Umtrieben der Taliban attraktiv. Wer noch nicht dabei ist, kann schließlich nicht aussteigen. Und wer sowieso friedlich ist, kriegt ja erstmal gar nichts.
Ach, Guido! Gibt`s nicht vielleicht eine Idee, die uns auch dann noch Hoffnung macht, wenn wir nachgedacht haben?