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Post vom Schreibroboter: Tatjana Gsell lebt!
Naja-Gesicht und praller Busen: Tatjana Gsell ist bei Männern mehrheitsfähig.
Machen wir uns nichts vor: Der Journalismus der kommenden Jahrzehnte wird nicht mehr so sein, wie wir das lange Zeit gewohnt waren. Noch vor 30 Jahren hätte jeder selbstbewusste Redakteur mit vollster Überzeugung diesen Satz gesagt: “Was die Leute erfahren, entscheide ich.” Heute jedoch ist das anders. Die Leute lesen, hören und sehen, was sie lesen, hören und sehen wollen. “Kunden, die Ihren Pornofilm gekauft haben, haben auch diese Pornofilme bestellt…” Um mit Amazon zu sprechen.
Die strikte Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Konsumenten bringen Medienbetreiber auf tolle Ideen. Die Betriebswirte unter den Verlagsmanagern, also jene Leute, mit denen schon während des Studiums kein anderer spielen wollte, wittern die Chance, die eigenwillige Spezies Journalist/in weitgehend oder ganz abzuschaffen. So berichtete jüngst die Zeit
über die hoffnungsvollen Versuche der Firma AOL, Redakteure durch Schreibroboter zu ersetzen.
Einem solch mächtigen Trend will ich mich nicht entziehen. Erst recht nicht an einem Tag, der außer einem dusseligen Beinbomber nachtrichtentechnisch nicht so überragend viel zu bieten hat. Also schaue ich nach den gefragtesten Suchwörtern meiner Blog-Leser im Jahr 2009. Und finde, oha, fast ganz vorne Tatjana Gsell. Nürnbergs größte Societylady aller Zeiten also. Nach meiner Wahrnehmung ist sie schon elend lange weg vom Fenster. Aber offenbar gibt es da eine Sehnsucht. Was also macht Tatjana Gsell?
Sie lebt noch. 2010 steht sie wieder einmal vor Gericht. Diesmal allerdings als Opfer. Ihr Ex-Freund, ein Berliner namens Stefan, soll sie auf die Nase gehauen haben. Ärger hat sie auch, weil der Porsche, den sie im März dieses Jahres erfolgreich verbeult hatte, vom Hof eines Frankfurter Autohändlers gestohlen wurde. Blöderweise ist das Gefährt noch nicht bezahlt. Hier gibt es sicher noch ziemliche Verwicklungen. Bild zeigt sich derweil besorgt darüber, dass “Tati” zugenommen hat. Bei einer Party soll ihr Gesicht aufgeschwemmt gewesen sein.
Sie soll sogar – Skandal!!!! – beim Tanzen geschwitzt haben.
Jawohl, es riecht nach einer Schaffenskrise. Im “Star-Control” von Bunte.de ist der einstige Liebling der Klatschpresse auf Rang 1999 abgerutscht. In ihrem “Gaestebuch4u” stammt der drittaktuellste Eintrag von Ende Juli von einem gewissen “Franz aus Deutschland” und lautet so: “Ich will das tatjana meine mutter ist, sie ist so süs…. und so sau geil…”.
Was aber sagt sie selbst? Gsells Homepage besteht im Wesentlichen aus folgender Nachricht: “W ir sind derzeit im Umbau und der Strukturierung des Internetauftritts, daher sind zur Zeit noch nicht alle Inhalte verfügbar.”
Ich kann da nur flehen: “Tati, Sweety, komm zurück. Krall Dir am besten mal wieder einen alten Prinzen.” Sonst bin ich der erste Schreibroboter, der arbeitslos wird.