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Wenn Managern die Angst im Nacken sitzt
Wie wir spätestens seit Quelle oder Hypo Real Estate wissen, ist es gar nicht so einfach, die richtigen Chefs für einen Konzern zu finden,. In Familienbetrieben ist das einfacher: Da machen es Bub oder Tochter – machmal mit mehr, manchmal mit weniger Erfolg.
Aber was führt eigentlich zu einer Karriere? US-amerikanische Entwicklungspsychologen haben diese Frage untersucht. Sie sagen nun: „Es ist der Charakter.“ Menschen mit hoher Gewissenhaftigkeit und geringem Neurotizismus (emotionale Labilität pluis Neigung zur Angst) hätten die besten Chancen auf Zufriedenheit im Beruf und ein hohes Einkommen.
Am Beginn ihrer Karriere hätten auch stark extrovertierte Persönlichkeiten Vorteile, heißt es im Ergebnis der Studie weiter. Diese profitierten von ihrem vergleichsweise größeren sozialen Netzwerk. Und: Ein höheres Einkommen suggeriere mehr Souveränitat. Angst sei vor allem ein Problem der schwächer bezahlten Mitarbeiter(innen).
Hätten die amerikanischen Forscher recht, wäre es üblich, dass Karriere geradlinig verlaufen. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass es bei Beförderungen immer wieder die Falschen trifft. Dann aber wird, wie britische Forscher herausgefunden haben, der Karrieresprung zur Belastung mit langfristigen Folgen. Die unfähigen beziehungsweise überforderten Manager verfielen in Angstzustände oder Depressionen.
Der nächste Schritt sind die Flucht in eine Kunstwelt und das Überdecken von Problemen mit markigen Sprüchen. Der ängstliche Versager keift, beißt um sich, serviert vermeintliche Gegner ab und verschafft sich so Respekt auf Zeit. Die Paranoiden überleben länger. All das kennt man von diversen Unternehmen, man hat es vielleicht selbst schon im eigenen Umfeld erlebt.
Wer sich über die Middelhoffs dieser Welt erregt, sollte also auch einmal hinsehen, wer diese für einen Job engagiert hat. Oft geht hier das Übel los Der Fisch stinkt vom Kopf her auf eine ganz besondere Art.