Was Rüttgers mit Rumänen wirklich meint…

Wie soll man das nennen? Ein Politiker verzapft dummes Zeug, aber es rauscht zunächst an einem vorbei. Und erst nach Wiederholungen und eigenem Nachdenken wird einem klar, wie widerwärtig seine Rede war. Empörung mit Nachbrenner?

Geschafft hat das die Marktplatz-Hetze des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers. Er sieht ja so bieder aus, ist rhetorisch eher ein Langeweiler, er galt sogar mal als “linker” CDU-Politiker. Berühmt wurde er allerdings vor allem für den Slogan “Kinder statt Inder”. Damals, als es darum ging, Computerfachleuten die Zuwanderung zu erleichtern.

Nun also lässt er sich über die angeblich faulen Rumänen aus. Warum nimmt er gerade die? Warum redet er nicht von Franzosen, Griechen oder Ungarn? Weil er niedere Instinkte ansprechen will oder selbst über solche verfügt. Denn kommen aus Rumänien nicht ene Menschen mit den pechschwarzen Haaren, den Wohnwagen und den dicken Autos? Die Zigeuner? So hätte er das arbeitsscheue und diebische Gesindel doch am liebsten genannt.

Und die Chinesen? Da erinnern wir uns doch gerne an die Stammtischgespräche über die “Gelbe Gefahr”. Emsige Arbeitsameisen, die uns frei von eigenem Willen die Aufträge wegschnappen, unsere Spitzenprodukte kopieren und uns unser Erdöl wegkaufen.

Da beansprucht einer geradezu die Lufthoheit unter den Stammtischen. Und man sieht wieder: Auch wer bieder aussieht, hat das Zeug zum Brandstifter. Rüttgers im Original:

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