Duschpinkeln: Gut für die Umwelt, schlecht für die Haut

Das ist doch mal eine schöne Kampagne: Die Umweltorganisation SOS Mata Atlantica hat die Brasilianer dazu aufgefordert, in Zukunft unter der Dusche zu pinkeln. Das helfe, diese Welt zu retten..

Die Rechnung der Öko-Vereinigung sieht schlüssig aus. Jede Toilettenspülung verbrauche zwölf Liter Wasser. Gehe man von nur einer Spülung pro Tag aus (was völlig unrealistisch ist), könne jede Person auf diese Weise 4380 Liter im Jahr einsparen. Aleine in der Mega-City Sao Paulo würden pro Sekunde 1500 Liter Trinkwasser weniger verbraucht.

Tolle Aussichten. Aber was ist mit der Ästhetik? Eigentlich kein Problem. Gerade von Geschäftsreisenden ist bekannt, dass sie nicht nur Bademäntel klauen, sondern auch gerne mal in Waschbecken pinkeln. Andere deutsche Urlauber halten das Bidet für ein Kinderklo. Und seien wir ehrlich: Im Abwasserrohr kommt doch eh alles wieder zusammen. So wie im Magen, der mitunter die irrsinnige Kombination von gebackenem Karpfen und Erdbeertorte verarbeiten muss.

Schwierig wird es bloß, wenn das Duschpinkeln zur Gewohnheit wird. Darauf muss ich als Mann mittleren Alters, der die Harninkontinenz in Sichtweite hat, schon aufmerksam machen.

Wenn ich in Zukunft wg. Prostata jede Nacht drei Mal duschen muss, schaut die Umwelt auch alt aus. Von meiner Haut ganz zu schweigen…

Gysis Reichtum passt gut zu Gabriele Pauli

Wunderbar: Herr Gysi verspricht allen alles

Wunderbar: Herr Gysi verspricht allen alles

Endlich hat`s ein Politiker kapiert. Gregor Gysi lässt jenen Wahlslogan plakatieren, auf den wir alle miteinander insgeheim gewartet haben: Er verspricht “Reichtum für alle”.  Wer wollte dem widersprechen?

Die Konkurrenz  ist über den Linken hergefallen. Unseriös sei das. Auch deshalb, weil es die gleiche Forderung von Horst Schlämmer gibt. Dabei ist es doch verdienstvoll, wenn ein Hauch von Ironie und Esprit in den Wahlkampf gebracht wird.

Und die anderen hatten das Thema ja auch schon auf dem Plakat. A”Wohlstand für alle” war mal ein CDU-Slogan, mit “Mehr Netto für alle” versuchte die FDP zu punkten. Ziemlich platte Aussagen, die aber besser klingen als ein früherer SPD-Slogan: “Er will Astronaut werden und nicht arbeitslos.” Den ehrlichsten Slogan aller Zeiten hat eh ein Kandidat der “Guten” in Nürnberg auf die Straße gestellt:  “Wählt mich, ich tu`s doch auch”.

Als Gast bei „Hart aber fair“ erklärte Gysi am Mittwochabend, was er sich bei seinem Spruch genau gedacht hat. Es gehe ja auch um „Reichtum an Bildung“. Tatsächlich unterscheidet ihn von den Zielen der Union, dass „Wohlstand“ immer materiell ist, während „Reichtum“ auch etwas Höherwertiges sein kann. Siehe Goethe: „Der größe Reichtum des Menschen ist das Gemüt, das groß genug ist, keinen Reichtum mehr zu verlangen.“

Es geht also den Linken um Glück, und damit sind wir wieder bei Gabriele Pauli, die hja Glück zum Mittelpunkt ihres Wahlprogramms gemacht hatte. Leider darf sie nirgends mitmachen. Ganz aktuell ist die Kandidatur der „Freien Union“ an der Landtagswahl in Schleswig-Holstein gescheitert. Dort dürfen nämlich nur Parteien mit mindestens 50 stimmberechtigten Mitglieder im Land haben. Hat die Pauli-Partei aber nicht.

Sicher ist zweierlei: Die vormalige Rebellin tritt am Donnerstag, 27. August, um 18 Uhr in der Schwaimer Hütte auf dem Karpfhammer Volksfest auf und veranstaltet am Sonntag einen Bundesparteitag in Fürth.

Jede(r) kommt also dorthin, wo er/sie es verdient. Und Gregor Gysi? Keine Sorge, der hat genug Geld. Er ist Privstpatient.

Bald kommt die Grippe 2.0

Ich bin noch das Eregebnis meiner Umfrage zum Thema “was kommt nach der Neuen Grippe” schuldig.

Eindeutig gewonnen hat die Antwortmöglichkeit “Grippe 2.0″ mit 45 Prozent der abgegebenen Stimmen. Das reicht nicht zur absoluten Mehrheit, welche aber in einer Koalition mit dem Heuschnupfen (sechs Prozent) gesichert werden kann.

Für alle weiteren Antwortmöglichkeiten – Weihnachtsgrippe, Allerneueste Grippe,  Schweine-im-Weltall-Grippe – gab es jeweils 16 Prozent der Stimmen.

Willkommen in Angies Bundes-Stuben

"Schau doch mal vorbei, Seppi..."

"Schau doch mal vorbei, Seppi..."

Jetzt schlagen Sie wieder auf ihn ein, auf den armen Josef Ackermann. Der Mann kann doch machen, was er will. Zeigt er nach einem gewonnenen Prozess ein Siegeszeichen – Bätsch! Fordert er einen hohen Gewinn – Krawumm!. Will er für seine Bank (erfreulicherweise) kein Geld vom Staat – arroganz-zerquetsch! Jetzt also kommt raus, dass er vor mehr als einem Jahr seinen 60. Geburtstag in Deutschland nationalem Heiligtum gefeiert hat – in Angela Merkels Kanzleramt. Und die Chefin hat auch noch bezahlt.

Abgesehen davon, dass die Wahl der Location nicht für überragend guten Geschmack sprichdürfte klar sein, dass sich Ackermann bei der Sache nichts gedacht hat. Schließlich berät er die Kanzlerin in allen Schicksalfragen der Weltwirtschaft. Und wenn sie zu ihm nach Frankfurt kommt, gibt es ja auch was Leckeres.

Das zusammengenommen nannte man früher Filz. Auf der kommunalpolitischen Ebene ist das so, dass die Sparkassen den Politikern das Essen zahlen. Das fällt unter den Begriff „Humusverbindung“..

Ich finde, das Ganze ist keine haushaltstechnische Angelegenheit. Ackermann wird – wie immer – missverstanden. Er hat die richtige Richtung vorgegeben.

Denn genauso, wie immer mehr Kleingastronomen dazu übergehen, ihre Kneipen komplett für private Partys zu vermieten, könnte doch auch das Kanzleramt zeitweise vermietet werden. Da die Räume kostbar sind, könnte eine protzige Miete verlangt werden. Die Einnahmen kämen der Sanierung der Staatsfinanzen zugute.

Das neue Mietrestaurant „Angies Bundestuben” setzt Zeichen. Ackermann Party war erst der Anfang.

147.807.299,08 Euro: Wo ist eigentlich Bagnone

Irgendwo hier wohnt jetzt ein superreicher Mensch...

Irgendwo hier wohnt jetzt ein superreicher Mensch...

Finalmente!!!!! Derä, eeeh, italienise Supere-Tsekpot isse knaggt. 147.807.299.08 Euro werden ausgezahlt. An einen, wie es heißt, anonymen Tipper aus Bagnone.

An dieser Stelle interessiert zunächst einmal die Frage: Wo ist das eigentlich? Oben im Wirtschafts-Superzentrum rund um Mailand. Oder ganz unten,  in Mafialand? Hier ist erstmal die Google.Map.

Es handelt sich also um die Toskana, eine Gegend, in der man viel SPD-, einige Linkspartei-Menschen und Oberstudienräte jeder politischen Ausrichtung vorfinden könnte. Das kleine Städtchen hat rund 2000 Einwohner, es liegt, wie die Karte Zeigt, in Reichweite der Städte La Spezia und Pisa (45 Kilometer). Haupt-Sehenwürdigkeit ist die Burg aus dem 13. Jahrhundert. Der Super-Jackpot würde laut  Bürgermeister reichen, um 70 Jahre lang den Gemeindehaushalt abzudecken.

Warten wir die Suche nach dem/der Glücklichen ab, beobachten wir gelassen, ob die Wahlplakate eines Angehörigen der Toskana-Fraktionohne Begründung abmontiert werden. Wir könnten uns aber auch fragen, ob diese Art von Jackpot-Exzess nicht pervers ist. Ob ein Geldregen dieses Ausmaßes einen einzelnen Menschen wirklich glücklich machen kann.

Ich glaub`s nicht. Aber gewinnen würde ich auch gerne mal.

CSU-Wahlkampf: Algenterminator und Gipfelstürmer

Der Algenterminator vom Wöhrder See (links).

Der Algenterminator vom Wöhrder See (links).

Reden wir doch mal über den CSU-Wahlkampf in Nürnberg und Umgebung. Dass Horst Seehofer ab sofort persönlich Arbeitsplätze schafft, war zu erwarten. Das macht man als Ministerpräsident vor wichtigen Wahlen. Später nicht mehr so.

Nein, ich bewundere Markus Söder. Der Lebensminister, der im “Hart-aber-fair”-Duell gegen Jürgen Trittin wie der derzeitige Club gegen Wolfsburg ausgesehen hat, räumt gerade die Umwelt auf. Ob Wöhrder See oder Altmühlsee  – er klappert die flachen Großtümpel ab und rückt den Algen zuleibe.

Wobei es ihm optisch gelingt, die Brücke zum Herbstvolksfest zu schlagen. Nach dem Motto: “Habt Spaß, ich rette Euch!”. Oder wirkt das Bild nicht wie ein Foto vom Autoscooter?

Weil er die pandemische Algenpest aber nicht alleine schaffen kann, biete ich einen besonderen Service: Eine Liste von Algenkillern außer Söder, gefunden auf Ebay.

Hurra, Michael Frieser ist ganz oben!

Hurra, Michael Frieser ist ganz oben!

Ein anderer Wahlkämpfer ist Michael Frieser, Kandidat im Wahlkreis Nürnberg-Süd. Seine Unterstützer von der Jungen Union sind hochmotiviert und kennen keinen Schmerz. Jetzt haben sie Friesers Wahlplakat auf die Zugspitze getragen und dort entrollt.

Natürlich ist das kompletter Unsinn. In Oberbayern kann Frieser keine Stimmen sammeln. Aber die Union sagt ja andererseits “Wir haben die Kraft!” Wenn schon, müsste man aber anmerken, dass die Zugspitze im weltweiten Vergleich gar nicht so hoch ist. Deshalb: Geht doch mal auf den Popocatepetl. Und dann bekommt Ihr das Bild vielleicht sogar gedruckt.

Das wahre Gesicht der Caster Semenya

Sieht so ein Mann aus?

Sieht so ein Mann aus?

Ist sie nun eine Sie? Oder doch ein Kerl? Als wäre das Doping-Unwesen im Leistungssport mit Blutaustausch und Lauftraining in 12.000 Metern Höhe nicht schon irre genug, wird jetzt auch noch diese Frage aufgeworfen: Südafrikas 800-Meter-Weltmeisterin Caster Semenya soll unter Umständen ein Mann sein. Diese “Gazelle” sieht ja schon so aus.

Nun ist es im Leben junger Sportlerinnen aber so, dass sie Vorbilder brauchen. Und welche wäre in Sachen 800 Meter besser geeignet als die unvergessene Jarmila Kratochvi liovà? Die Tschech(in? ), die garantiert niemals für die Cosmopolitan-Titelseite vorgesehen war, lief am 26. Juli 1983 in München die 800 Meter in 1:53,28 Minuten. Seitdem war keine Frau mehr schneller. Kein Leichathletik-Weltrekord ist älter.

Das große Vorbild...

Das große Vorbild...

Kratochvilvas Kennzeichen waren – wie das Bild zeigt – Muskelpakete, wie sie die meisten Männer gerne hätten. Sie stammt aber ja uach aus einer Zeit, als es den Ostzblock noch gab. Damals war die russische Ernährungswissenschaftlerin Anna Bolika für die Betreuung der Athletinnen zuständig. Weshalb unter der Flagge der DDR zum Beispiel schwimmende Bauernschränke die olympischen Becken dieser Welt durchpflügten. Deshalb kam auch niemand ersnthaft auf die Idee, die tschechische Wunderläuferin zum Sextest zu schicken.

Nach mir vorliegenden Exklusiv-Informationen hat sich Caster  Semenya strikt an diesem Vorbild orientiert.

Sie hat (siehe  Bild) enorme Muskelmasse aufgebaut, fand das aber irgendwann unvorteilhaft. Die Muskeln sind also wieder weg, die schmalen Hüften sind geblieben.

Caster Semenya als 16-Jährige.

Caster Semenya als 16-Jährige.

Im Vergleich zu früher ist Caster heute doch ein süßes Mädhen…

Auweia, mich gibt`s jetzt bei Twitter

Gut, ich habe aufgegeben. Gut, ich bin jetzt dabei.

Noch vor kurzem hatte ich öffentlich festgestellt, dass es bei Twitter daraum gehe,  möglichst viele Interessenten für überwiegend nutzlose Nachrichten zu gewinnen. Für mich war das “Gezwitscher” einfach ein Zeitfresser erster Ordnung.

Aber die anderen sagen, ich müsste das machen.

Alsdenn, ich bin dabei. Gebeugt von der neuen Verantwortung.

Die große Frage zum Ereignis habe ich im 80er-Jahre-Phonoschrank von YouTube gefunden. Nämlich hier…

Denn eines habe ich schon gelernt: Gestorben wird bei Twitter nicht.

PS: Wer mir followen mag tut`s hier.

Frauen-Umfrage: Guttenberg ist so sexy wie Mickey Maus

So ist`s halt: Neben einem Jürgen Rüttgers sähe auch Gustav Gans gut aus.

So ist`s halt: Neben einem Jürgen Rüttgers sähe auch Gustav Gans gut aus.

Was wollen die Frauen wirklich? Es gab mal Zeiten, da sollte ein Mann vor allem zärtlich sein, mit Hingabe bügeln und gute Gespräche bieten. Dann verdichteten sich Gerüchte über ein baldiges Comeback der Machos.

 Nach einer neuesten Umfrage zu urteilen, lautet die Devise der Frauen jedoch  “Keine Experimente”. Wirtschaftminister Karl-Theodor zu Guttenberg gilt als “Sexiest Man” in der deutschen Politik.

Herausgefunden hat das das Frauenmagazin “Laviva”. Dieses wird kostenlos von der Handelskette Rewe vertrieben, ist also so etwas wie die Apotheken-Umschau der Waschpulverregale. In der erotischen Sonntagsfrage bekam der CSU-Minister 28 Prozent der Stimmen von 1074 Frauen im Alter von 16 bis 65 Jahren. Er liegt halt im Trend – und hat ja auch Geld.

Und wer hat aus Sicht deutscher Frauen eine annähernd vergleichbare Ausstrahlung? Antwort:   Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff und SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier mit 21 Prozent. Schlimm, eigentlich. Aber wen hätten sie auch nehmen sollen?  VerteidigungsministerFranz-Josef Wagner, Innenminister Schäuble, Sozialminister Scholz ? Nein, die Bundespolitik ist männerseits hochgradig unsexy .

Langweilig sind aber auch die Frauen. In einer kürzlich durchgeführten Umfrage durften sie zwischen Mickey Maus und Donald Duck wählen. 54 Prozent entschieden sich für den emotional unterkühlten Mäuserich, nur 37 Prozent für den Erpel. Sie wollen halt kein Risiko. Dass Karl-Theodor zu Guttenberg am ehesten wie Gustav Gans wirkt, sei aber auch gesagt.