Sein Pech: Seehofer denkt wie Bayern München

Tja, das war nicht so toll für HHorst Seehofer, beim CSU-Parteitag.

Tja, das lief nicht so toll für Horst Seehofer, beim CSU-Parteitag.

Wie bitte, Politik soll wie Fußball sein? Gut, so ganz genau stimmt das natürlich nicht. Aber es gibt Parallelen. Etwa bei unserem Ministerpräsidenten, Seehofer Horst. Er wurde auf dem CSU-Parteitag mit 88,09 Prozent als Vorsitzender wiedergewählt – und war ganz offensichtlich beleidigt. Weil das ja, wie Beobachter meinten, ein “Denkzettel” sei.

Tja, und solche Reaktionen gibt es zum Beispiel bei Bayern München. 88,09 Prozent, das entspräche auf die Bundesliga-Tabelle umgerechnet, Platz 3 mit leichter Tendenz zu Platz 4. Also ein Abschneiden zwischen Champions-League-Relegation und “Döner-Cup”. Völlig klar, dass in diesem Fall Köpfe rollen müssten. Schließlich feuert man bei den Bayern den Trainer ab Platz zwei – was auf die CSU umgerechnet 94,45 Prozent der Stimmen entspräche. Partei-Pressesprecher möchte man jetzt nicht sein.

Tief getroffen hat das Abschneiden Seehofers ganz bestimmt dessen Vor-Vorgänger Edmund Stoiber. Dieser sonnte sich besonders gerne im volksnahen Glanz der Bayern-Herrscher und hat deren Denken vorzüglich verinnerlicht. In seinen Reden bediente er sich gerne an Einträgen aus dem Fußball-Wörterbuch. Sofern das zwischen drei Ääääähs noch aufgefallen ist.

Das Fußballgeschäft zieht die Politiker jedenfalls an wie Motten das Licht. Nehmen wir nur den 1. FC Nürnberg, wo unter anderem OB Ulrich Maly als Aufsichtsratsmitglied den Brückenschlag zwischen Profifußball und Kommunalpolitik erleichtert.

Und in diesem Gremium hat er schon Trainerwechsel gemeinsam mit Markus Söder abgesegnet. Dieser wiederum bekam bei der Vorstandswahl 436 Stimmen, also 59,9 Prozent der Stimmen.

Sie finden das schlecht? Nein, das stimmt so nicht, denn nach unserer Bundesliga-Rechnung entspräche das Platz 9 mit Tendenz zu Platz 10. Das wäre als Saisonergebnis für den Club doch völlig in Ordnung.

Andererseits: Hat Söder beim Thema Donauausbau nicht eine verheerende Niederlage erlitten? Bei der nur 12 Delegierte seiner Meinung waren? So käme der Club nicht mal in die Relegation. Aber Quatsch, das passiert nicht. So viel hat Fußball mit Politik auch nicht zu tun….

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