Michael Jackson: Moonwalk auf weißen Wolken

Das ist schade: Michael Jackson, der seit wenigstens einem Vierteljahrhundert „King of Pop“ genannt wird, ist von uns gegangen. Im Juli wollte er die Welt mit einem großen Comeback beglücken. Vielleicht mischt er bald die himmlische Engels-Szene auf.

Auf jeden Fall ist da ist einer gestorben, der Superlative gesetzt hat. Vom Album „Thriller“ verkaufte er über 60 Millionen Platten, er hatte den best dotierten Plattenvertrag (fast 900 Millionen Dollar), er kassierte im Jahr 1984 acht Grammys – und sein Song „Billie Jean“ verkaufte sich insgesamt fünf Millionen Mal. Jackson erfand den passenden Tanz dazu: „Moonwalk“. Weiße Handschuhe und der Griff in den Schritt wurden sein Markenzeichen. Sicherlich führt er auch die Rangliste der Menschen mit den den missratendsten Schönheitsoperationen an.

Bei Michael Jackson komme ich wieder mal in die Situation, mich selbst zitieren zu wollen. Ich hatte im März über das geplante Comeback in London sowie über die angeblichen Kontakte des Sängers zu Gunther von Hagens Leichen-Plastinierungsfirma geschrieben. Siehe hier.

Jackson, der bei seinen zurückliegenden Auftritten kaum noch lebensfähig wirkte, soll an einem Atem- und Herzstillstand gestorben sein. Insofern ist meine Vermutung, dass er auf einen legendenbildenden Bühnentod beim Comeback hingearbeitet hat, vielleicht gar nicht verkehrt gewesen. Doch das wird man nicht mehr klären können.

Der Himmel sollte sich jedenfalls über ihn freuen. Es wird doch Zeit, dass die harfenspielenden Langweiler in ihren weißen Hemden Konkurrenz bekommen. Michael Jackson wird mit dem Moonwalk auf weißen Wolken Stimmung ins Paradies bringen. Den Griff in den Schritt muss er allerdings weglassen. Denn sollte er sich als nicht eingliederungsfähig erweisen, droht uns sowas…

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