Norisring: Wo Kai Pflaume ein Karriere-Geheimnis lüftet

Kai Pflaume

Ganz entspannt am Dutzendteich: Kai Pflaume

Es ist immer schön, wenn Events lehrreich sind. So wie der Norisring. Ich weiß seit gestern, in welcher Disco Kai Pflaumes Karriere gestartet ist. Aber erstmal formuliere ich nach drei Besuchen an drei Tagen diesen Lehrsatz: Wer hierhin geht, lernt Türsteher wieder hassen.

Wer hier auf eine, sagen wir, Audi-Lounge aufpasst, hat garantiert auf seinem Fachgebiet promoviert. Die Aufpasser sind auf eine völlig übersteigerte Bedeutungsschwere trainiert. Klar, man kann bei geschlossenen Veranstaltungen nicht jeden Menschen überall hineinlassen. Aber wenn man nicht mal als Medienvertreter an einem zwei Meter entfernten Infoschalter eine Frage stellen darf…

Die Promis selber sind natürlich zugänglich, sie lassen sich gerne etwas fragen. Meine netteste Begegnung hatte ich mit Jumbo Schreiner. Er testet Autos auf DSF, nimmt aber auch die größten Döner der Welt unter die Lupe. 2,02 Meter Körpergröße, 152 Kilogramm Lebendgewicht und Arroganzfaktor null. Ein lustiger Plauderer, der den Fiat 500 als “Raumwunder” bezeichnet und seinen Cholesterinwert gezielt ignoriert.

Sehr entspannt auch die Begegnung mit Kai Pflaume. Man mag es seltsam finden, dass er sich von dem monströsen Audi Q 7 emotional angesprochen fühlt. Witzig war jedenfalls, wie er davon plauderte, dass seine Moderatoren-Karriere in Nürnberg begonnen hat: Nämlich 1991 – als Einpeitscher bei einer Karaoke-Party in der “Resi”, einer Discothek, die es inzwischen nicht mehr gibt.

Lustig war auch der Gesichtsausdruck von Sängerin “Loona”. Sie bekam riesengroße grüne Augen, als sie bemerkte, dass ihr ein Journalist Fragen stellen wollte. Scheint nicht so oft vorzukommen.

Und dann war da noch der Sänger des “Trio Washington”, Michael Dean Poteat. Er ließ sich auf meine Frage, warum eine Band dieses Namens in einer fünfköpfigen Besetzung auftritt, so aus: “Yeah, richtig. We had angefangen with drei. Aber we get bigger und bigger!”

Michael Jackson: Moonwalk auf weißen Wolken

Das ist schade: Michael Jackson, der seit wenigstens einem Vierteljahrhundert “King of Pop” genannt wird, ist von uns gegangen. Im Juli wollte er die Welt mit einem großen Comeback beglücken. Vielleicht mischt er bald die himmlische Engels-Szene auf.

Auf jeden Fall ist da ist einer gestorben, der Superlative gesetzt hat. Vom Album “Thriller” verkaufte er über 60 Millionen Platten, er hatte den best dotierten Plattenvertrag (fast 900 Millionen Dollar), er kassierte im Jahr 1984 acht Grammys – und sein Song “Billie Jean” verkaufte sich insgesamt fünf Millionen Mal. Jackson erfand den passenden Tanz dazu: “Moonwalk”. Weiße Handschuhe und der Griff in den Schritt wurden sein Markenzeichen. Sicherlich führt er auch die Rangliste der Menschen mit den den missratendsten Schönheitsoperationen an.

Bei Michael Jackson komme ich wieder mal in die Situation, mich selbst zitieren zu wollen. Ich hatte im März über das geplante Comeback in London sowie über die angeblichen Kontakte des Sängers zu Gunther von Hagens Leichen-Plastinierungsfirma geschrieben. Siehe hier.

Jackson, der bei seinen zurückliegenden Auftritten kaum noch lebensfähig wirkte, soll an einem Atem- und Herzstillstand gestorben sein. Insofern ist meine Vermutung, dass er auf einen legendenbildenden Bühnentod beim Comeback hingearbeitet hat, vielleicht gar nicht verkehrt gewesen. Doch das wird man nicht mehr klären können.

Der Himmel sollte sich jedenfalls über ihn freuen. Es wird doch Zeit, dass die harfenspielenden Langweiler in ihren weißen Hemden Konkurrenz bekommen. Michael Jackson wird mit dem Moonwalk auf weißen Wolken Stimmung ins Paradies bringen. Den Griff in den Schritt muss er allerdings weglassen. Denn sollte er sich als nicht eingliederungsfähig erweisen, droht uns sowas…

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Klonfleisch? Aber ja doch!

dpa

Erkennen Sie einen Unterschied? Doch auf keinen Fall. Klonfleisch gibt es also schon heute. Foto: dpa

Jubel! Da hatten wir schon gemeint, die kulinarische Vielfalt auf unseren Wirtshaus-Speisekarten sei  am Ende. Wo doch sogar schon die Mongolen Kneipen aufmachen. Aber jetzt kommt die EU. Und sagt, dass man Klonfleisch verkaufen darf. Leckere Vorstellung.

Agrarministerin Ilse Aigner ist dagegen. Die an anderer Stelle ja sehr weltlich gewordene CSU sieht hier einen unzulässigen Eingriff in die Schöpfung. Aber was soll denn diese  Aufregung?  Bei der Fleischerzeugung herrscht sowieso massivste Inzucht, weil nur die Spermien einiger weniger Spitzen-Stiere verwendet werden. Warum Essen besser sein soll, bloß weil der Bezirksbesamer eingegriffen hat, ist doch kaum zu belegen.

Und wer sein Putenschnitzel im Billig-Shop kauft, weiß doch, dass Klonfleisch keinesfalls schlechter sein kann. Zarte Köstlichkeiten dieses Rangs gibt es ja ansonsten nur beim Schuster. Kurzum, mieser Fraß ist Alltag. Darunter leidet niemand wirklich.

Die Sache mit dem Spezialfleisch geht eh nicht weit genug. Wenn sich die Kloner (Kloneure?) schon daran machen, massenhaft halbwegs intelligentes Leben zu vervielfältigen, warum können sie das  nicht gleich mit einem Schnitzel machen? Stellen wir uns doch nur vor, unsere Mikrowellenherde hätten jeweils eine Scan- und Copy-Funktion. Wunderbarste Köstlichkeiten gäbe es in unendlicher Menge. Und wie wäre es, wenn diese gentechnische Möglichkeit auf fränkisches Landbier erweitert werden könnte.

Wir würden in unserer Schlaraffia-Küche genießen und genießen, würden dick und dicker werden  und irgendwann platzen. Tja, Klonfleisch ist letztlich doch nicht gesund. Aber der Fortschritt darf nie aufgehalten werden…

Schöne Frauen machen Männer dumm (5): Und das ist gut so!

Meine Liste von Männern, die beim Anblick schöner Frauen den Verstand verloren haben, hätte noch etliche berühmte Persönlichkeiten zu bieten  Aber es gibt noch nadere Themen, Und manchmal schießt mir ein Satz aus meiner Schulzeit durch den Kopf, der bei mir stärker hängen geblieben ist, als Dreißigjähriger Krieg und Relativitätstheorie. Dieser lautete  “So, langsam zum Abschluss kommen”, und war besonders wirksam, wenn ein Lehrer am Abend vorher beim Griechen gesessen war.

Ein Fazit muss also her. Was aber ja nicht so irrsinnig schwierig ist. Schließlich ist das Topmodel-Volldepp-Spiel seit Jahrtausenden bekannt. Man muss es ja nicht gleich so sehen, wie die alten Chinesen. “Schöne Frauen ziehen das Unheil an”, hieß es bei ihnen. Noch nicht so bekannt war damals die inzwischen gesicherte wisenschaftliche Erkenntnis, dass Frauen und Männer eigentlich überhaupt nicht zusammenpassen. Das ist so. Oder hat schon jemals jemand an einem mit Männern besetzten Wirtshaustisch völlig unvermittelt die Nerventod-Frage “Was denkst Du gerade?” gestellt bekommen?

Wir leben irgendwie auf verschiedenen Planeten. Wir wissen das. Also hat es die Natur in ihrer unendlichen Wesheit so eingerichtet, dass es Reize gibt, die uns diese Tatsache gelegentlich vergessen lassen. In letzter Konsequenz bedeutet das: Gäbe es niemals hormonell bedingte Dummheit unter Männern, gäbe es auch kein menschliches Leben auf diesem Planeten.

Weil kein situativ bedingter Zustand auf Dauer anhält, ist allerdings auch zu sehen, dass die Bedeutung von Schönheit in einer Beziehung sukzessive nachlässt. Manchem fällt das Lispeln der Traumfrau schon am zweiten Tag unangenehm auf. Der Volksmund in Indien meint dazu dieses: “Schöne Frauen sind nur eine Woche lang gut. gute Frauen sind ihr Leben lang schön.”

Wenn all dies aber so ist wie es ist, bleibt folgende Erkenntnis: Es hat für uns Männer keinen Sinn, sich gegen gelegentliche Verwirrung zu wehren. Dumm ist gut, dumm ist schön, Dummsein bereichert das Dasein. Und falls wir aufgrund langjähriger Beziehungen inzwischen zu tieferen Einsichten gelangt sind, schwingt eben der aus der Werbung bekannte Satz “Nur hingucken, nicht anfassen” mit. Keinesfalls aber dürfen wir eines tun: die Frauen unterschätzen.

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Schöne Frauen machen Männer dumm (4): Kleine Männer wie Berlusconi

"Ich weiß nichts, ich war nicht dabei."

Ob Silvio Berlusconi gerade eine scharfe Braut begrüßt? In der Körpersprache der Italiener bedeutet dieses Geste allerdings auch dieses: "Ich weiß nichts. Ich war nicht dabei."

Schöne Frauen, dumme Männer – das Thema ist unerschöpflich. Heute geht es um einen gar nicht so seltenen Typ Mann: den altersgeilen Zwerg. Kleinwüchsige sind ja – siehe Napoleon – ansich gefährlich. Wenn sie Erfolg haben, kann das besonders schlimm werden.

Na gut, Mahmud Ahmedinedschad ist beim Thema Frauen kein Thema. Der iranische Staatspräsident gilt als fromm und treu. Er wettert gegen Homosexuelle, reibt sich alllerdings gedanklich am Phallus einer  Mittelstreckenrakete. Aber lassen wir das. Und Nicolas Sarkozy, “Le Président Bling-Bling”, der zweifelsohne zu den legitimen Nachfolgern unserer beiden Testosteron-Politiker Schröder und Fischer gehört, ist durch den guten Einfluss der schönen Carla Bruni ruhiger geworden.

Aber wir haben ja Silvio Berlusconi. Der italienische Ministerpräsident gibt im fortgeschrittenen Alter sexuell noch einmal richtig Gas. Wenn es denn stimmt, was ihm in diesen Tagen nachgesagt wird. Er selbst reagiert mit seiner erfolgreich eingeübten Taktik: Er tut Enthüllungen generell als “Müll” oder “Dreck” ab. als Komplott der Kommunisten.

Hierzulande fragt man sich ja, warum in aller Welt die Italiener diesen Menschen wählen. Sein Gesicht ist inzwischen derart zur Maske geliftet, dass er wahrscheinlich leicht in die Knie gehen muss, um lächeln zu können. Aber trotzdem: Er ist nicht unpopulär. Das wiederum hat damit zu tun, dass er ein hervorragender   Rhetoriker ist. Berlusconi hat eine angenehme Stimme, er setzt die typischen Gesten der Italiener perfekt ein. So wird er als “einer von uns” wahrgenommen.

Das Hauptargument zugunsten des Cavaliere lautet aber: “Er gibt den Menschen Arbeit.” Sein Reichtum und seine Erfolge als Medienzar und Fußball-Präsident werden bewundert. Und zumindest Männer im fortgeschrittenen Alter dürften auch Respekt davor haben, wie dieser 72-Jährige die jüngsten Frauen besteigt.

Das Alter ist aber auch sein Problem. Irgendwann kommt eben der Punkt, an dem auch bei den karrierebewusstesten Bräuten der Ekel über die Gier siegt. Und dann muss sich der Unwiderstehliche eben beim Escort-Service umschauen. Dumm, das.

Auf uns wirkt Berlusconi schon lange peinlich. In Italien ist er in dieser Hinsicht auf einem guten Weg…

Schöne Frauen machen Männer dumm (3): Horst Seehofer

Parteigründerin Gabriele Pauli ist überall.

Mit welchen Frauen sich der Seehofer so rumtreibt - oder: Parteigründerin Gabriele Pauli ist überall.

Wenn es um Betrachtungen zur Macht der Hormone geht, kommt man an Horst Seehofer nicht vorbei. Der  Ministerpräsident gibt ein Musterbeispiel dafür ab, wie sich ein älter werdender Mann durch eine junge Frau in größte Kalamitäten bringen kann.

CSU-geneigte Moralisten werden sagen, dass das vor gar nicht allzu langer Zeit viel besser war. An der Treue von Günther Beckstein zu seiner Marga etwa gibt es überhaupt keinen Zweifel. Wer dieses Paar aus der Nähe erlebt hat, weiß das. Und davor? Edmund Stoiber würde beim Wettbewerb “Unsexiest Man Alive” mit Sicherheit ganz vorne landen, Aber hat sein Verzicht auf das Berliner Ministeramt nicht doch mit einer jungen, blonden Abgeordneten zu tun? Bei Max Streibl darf man vermuten, dass er die erotischten Momente seines Lebens bei der Gamsjagd im Hochgebirge hatte. Hätte man andererseits Franz-Josef Strauß Außereheliches zugetraut? Aber hallo, und wie.

Letzterer wiederum ist Seehofers Vorbild. Der amtierende Ministerpräsident spielt intellektuell in einer tieferen Liga, leidet auch unter einer vergleichsweise stark ausgeprägten Entscheidungsschwäche, wendet aber die Instrumente zur Machtübung in dessen Stil an. Also scheinbar souverän und lässig sein und dennoch die Kontrolle haben, bei Bedarf die Meinung wechseln, Intrigen nicht scheuen. Schließlich gilt es, das eigene Umfeld so zu besetzen, dass schwache Leute zahlreich und die Starken in Konkurrenzkämpfe verwickelt sind.

Das alles zu managen ist aufreibend. Schon weil es bei dieser Art von Politik immer rachsüchtige Opfer gibt. Einer wie Seehofer steht demnach immer unter Strom. Und dann muss er nicht mal ein notorischer Fremdgänger sein, um im fremden Bett zu landen, in seinem Fall bei Anette F. (35). Er wäre nicht der erste Mann, dem bei dauerndem hochtourigen Betrieb die Sicherungen durchknallen. Zumal dann, wenn er sich in einer Fernbeziehung befindet. Ihn alleine dafür zu verurteilen, wäre weltfremd bis verlogen.

Aber da ist halt das kleine Kind. Damit hat sich Seehofer in eine Zwickmühle gebracht, aus der ihm keiner heraushelfen kann. Meidet er Tochter und Mutter, wird man ihn als herz- und charakterlosen Gesellen anprangern. Kümmert er sich um seine Kleine, vermutet man, dass er unverbesserlich mit seiner Geliebten herummacht. Es ist eine Konstellation, die wie gemalt ist für die Abservierten. Wenn die “Bunte” ein Seehofer-Mutter/Kind-Foto bringt, schlägt die Stunde der politischen Zombies. Da weiß man, warum ein ehemaliger Staatssekretär namens Heike Erklärungen zu Seehofers Privatleben so besonders wichtig findet.

Was bleibt als Fazit? Der Fall Seehofer beweist die Richtigkeit unserer wissenschaftlichen These. Denn dass ein ehemaliger Gesundheitsminister nicht weiß, wofür Kondome gut sind – das ist nun wirklich dumm.

Arme Gabi Pauli: Der Hubert hat`s getan

Oh Drama, oh furchtbar. Hubert Aiwanger hat es getan: Er hat dafür gesorgt, dass Gabriele Pauli aus der Landtagsfraktion der Freien Wähler ausgeschlossen wird. Sowas von dumm.

Freuen wird sich vor allem Günther Beckstein. Denn damit verliert seine Ex-Helferin beim Stoiber-Sturz den Vorsitz im Innenausschuss, seinem früheren Kompetenzzentrum Nummer eins. Die Gefahr, dass ausgerechnet sie ihm das Wort erteilt, ist gebannt.

Wie es nun weitergeht, ist die große Frage. Ich habe bloß so eine böse Ahnung, wie die morgige Titelseite der taz aussehen könnte…

Schöne Frauen machen Männer dumm (2): Hubert Aiwanger

dpa

Sie werden kein Traumpaar mehr: Hubert Aiwanger und seine schöne Gabi. Foto: dpa

Klar doch, es wäre dringend notwendig, dem iranischen Pressefeind Mahmud Ahmadinedschad ordentlich eine vor den Latz zu knallen. Wobei man dem großen Präsidenten ganz nebenbei darlegen könnte, dass Politiker, die die Medien unterdrücken, eigentlich nur zeigen, dass sie Angst haben.  Aber mein  angekündigtes Thema lautet ja: “Schöne Frauen machen dumm”.

Reden wir also über Hubert Oiwonger und Gabriele Pauli. Gut, eigentlich heißt der Landesvorsitzende der Freien Wähler Aiwanger. Aber weil er das “A” gar so konsequent als “O” ausspricht, darf eine lautmalerische Schreibweise seines Namens als gerade noch seriös gelten. So klingt es halt, in seiner Heimat Rottenburg an der Laaber.

Ein Freund von Gabriele Pauli war er noch nie. Was auch einleuchtet: Freie Wähler sind von ihrem Ursprung her die Klempner und Schreiner der Kommunalpolitik. In Stadt- und Gemeinderäten sowie in Kreistagen stellen sie die Fraktion der unbedingten Pragmatiker. In den heilen Ecken der FW-Welt sind sie als angesehene Handwerker, Landwirte, Vereinsvorsitzende oder Feuerwehrkommandanten zu Freizeitpolitikern geworden. Selbstdarstellung ist ihnen zuwider, ein schöner Auftrag oder eine frühzeitige Information über künftige Baugebiete werden dagegen gerne entgegengenommen.

Auf der anderen Seite steht Gabriele Pauli. Sie ist ein schöne Frau. Das weiß sie, und das ist ein Teil ihres Problems. Mit ihrem ausgeprägten Selbstdarstellungsdrang nervt sie biedere Politik-Klempner. Andererseits: 10,2 Prozent und 21 Sitze bei der Landtagswahl 1998 hatten auch mit ihr zu tun. Und die 6,7 Prozent bei der Europawahl im Freistaat sind auch nicht von schlechten Eltern. 1,7 Prozent auf Bundesebene sind zwar weit weg von der Fünf-Prozent-Hürde. Wenn man dieses Ergebnis jedoch in Wahlkampfkostenerstattung umrechnet, so hat Gabriele Pauli ihren Freien Wählern mit ihrem Ein-Frau-Wahlkampf einige hunderttausend Euro verdient.

Warum also fällt es Hubert Aiwanger - anders als dem früheren FW-Landeschef  und heutigen Bundesvorsitzenden Armin Grein – so schwer, ihr ein “Vergelt`s Gott” zu sagen? Und warum ist gleich “das Tischtuch zerschnitten”, falls sie zur Bundestagswahl eine neue Partei gründen sollte? Bedrückt es ihn, dass er mit seinem 38 Jahren älter wirkt als die fast 52-Jährige? Hat er Angst, gilt ihm die “Gobi” als eine allzu Wüste?

Gescheit wäre es, wenn sie Aiwanger einfach machen ließe. In der sicheren Erkenntnis, dass Pauli ruhiger werden muss, wenn sie alle politischen Ebenen durchkandidiert hat. Eine Konkurrenzpartei  kann sie ja eh nicht aufmachen, weil die Freien Wähler nach ihren eigenen Beteuerungen ja keine Partei sind.

Man sieht es also wieder: Schöne Frauen machen Männer dumm.

Schöne Frauen machen Männer dumm(1): Boris Becker

dpa

Boris und Lilly - ein schönes Paar. Aber wer ist der Mann, der zwischen den beiden steht? Foto: dpa

Gerade war es die Top-Nachricht: Schöne Frauen machen Männer dümmer — zumindest zeitweise. Mit dieser  Erkenntnis haben Forscher ihre katholische Universität in Nijmegen in den Niederlanden auf einen Schlag weltberühmt gemacht.

Herausgefunden wurde das so:  Die  Wissenschaftler beobachteten die intellektuelle Leistungsfähigkeit von Studenten, nachdem diese mit beson­ders attraktiven Kommilitoninnen zusammentrafen. Fazit: Ein Mann kann während und kurz nach so einer Begegnung nicht mehr klar denken. Für Frauen galt das nicht. Die Män­ner seien „stark damit beschäftigt gewesen, Eindruck zu schinden“. Das habe ihre Denkfähigkeit reduziert.

Das ist jetzt tatsächlich ein Thema, das mit einem Beitrag nicht abgehandelt werden kann. Weil aber glossierende Texte ja immer davon leben, dass man die Dinge von einer anderen Seite betrachtet, beginnen wir nicht mit Horst Seehofer, sondern mit Boris Becker.

Er hat ja gerade die schöne Lilly Kerssenberg geheiratet. Was aber nichts an ihm geändert hat. Boris Becker wirkte doch eigentlich immer dumm. Gerade seine ersten Interviews klangen so, als wäre da ein Gesandter des Planeten Wimbledonia in übler Eroberungsabsicht zur Erde hinabgestiegen. Hat er ja geschafft, nachhaltig war sein Erfolg aber nicht. Die meisten Aliens sind eben einseitig begabt.

Was aber, falls der Effekt der Frauen auch umgekehrt funktioniert? Dan möchte man doch dieses wissen: Wie hässlich müsste eine Frau sein, damit Boris Becker gescheit wird? Und: Was passiert mit Frauen, wenn sie einen hässlichen Mann wie Boris Becker heiraten? Obwohl sie wissen, wie sein Kind vermutlich aussehen wird?

Darüber sollten wir nachdenken. Für Boris Becker scheint seine Ehe nach den ersten Eindrücken keine schlechte Entscheidung gewesen zu sein. Die nächste notwendige Betrachtung kündige ich schon mal an: Es geht um Hubert Oiwonger (Freie Wähler) und Gabriele Pauli.

Tipp für schwere Zeiten: Schöner sterben mit Humor

Er lebte wie ein Schweindl...Weil gerade so viel von dahinsiechenden Konzernen und Insolvenzen geredet wird, wird mit Sicherheit das Thema Nachrufe verstärkt auf die Tagesordnung kommen. In Altbaiern und Österreich hat man diese Aufgabe erfrischend ehrlich und mit Humor gelöst.

Diese beispielhafte Grabsteininschrift stammt aus Tirol:

“Hier liegt Johannes Weindl, er lebte wie ein Schweindl, gesoffen hat er wie eine Kuh, der Herr geb ihm die ewige Ruh.”

Fragt sich bloß: Was reimt sich auf Karstadt und Quelle? Vielleicht so:

In einer Pleitewelle, traf es das Versandhaus Quelle.

Das Erbe von Herrn Schickedanz, ward vernichtet – voll und ganz.