Wirklich wahr: Polizisten können nicht einparken

Wenn es um Risikogruppen im Straßenverkehr ging, hatten wir immer drei klare Favoriten:

Junge Leute, wegen Raserei und allgemeinem Wahnsinn. Alte Leute, wegen schlechten Augen und zu langsamem Fahren. Frauen, wegen Orientierungslosigkeit und Blechschäden beim Einparken.

Nun jedoch ist der hessische Landesrechnungshof mit einer unerwarteten Erkenntnis herausgerückt: Polizisten bauen überdurchschnittlich viele Unfälle.

Ansich leuchtet das ein. Verbrecher haben ja keinen Respekt vor dem Eigentum und dem Leben anderer. Sie fahren also alles über den Haufen, was sich ihnen in den Fluchtweg stellt. Unsere Polizisten müssen trotzdem immer noch ein kleines bisschen schneller sein. Was das an explodierenden Lastwagen und einstürzenden Neubauten bedeuten kann, haben uns Helden wie Bruce Willis oder Mel Gibson immer wieder mal eindrucksvoll vorgeführt.

Die meisten Polizisten verunglücken aber gar nicht auf Verfolgungsjagden. Meistens verursachen sie kleinere Blechschäden. Weil sie schlecht einparken oder ausparken, zu dicht auffahren und Fehler beim Rückwärtsfahren oder Wenden machen.

Das macht uns Grübeln. Liegt es daran, dass bei der Polizei – wie in allen unattraktiven Berufen – der Frauenanteil stetig steigt? Ist das Problem, dass blutjunge Männer verfolgungsjagd-taugliche Autos mit großen Motoren an die Hand bekommen, die sie unmöglich beherrschen können? Oder daran, dass Menschen, die immer Sonderrechte haben, nie gute Autofahrer werden? Geht es Polizisten, die im Zweifel auch im absoluten Halteverbot parken, nicht doch wie den Ostfriesen, die sich ihr ganzes Leben lang vor dem Anfahren am Berg fürchten?

Vielleicht ist es aber auch nur so, dass Polizisten Menschen wie du und ich sind. Das wäre ein gutes Zeichen, Bei einem Unfall einen Polizisten als Gegner zu haben, wid man sich trotzdem nicht wünschen.

Ein Übungsprogramm für Polizisten gibt`s hier:

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