GM: Die Abwrackprämie ist serienmäßig

GM

Der Hummer: Angeberauto mit eingebauter Abwrackprämie. Foto: GM

Man hat sich ja in dieser Wirtschaftskrise schon an einige unglaubliche Zahlen gewöhnt. Aber den Vogel schießt General Motors ab. Dieser Konzern hat im vergangenen Jahr 30,7 Milliarden Dollar Verlust erwirtschaftet. Wie kann das gehen?

Gut, in Euro sieht es freundlicher aus. Da fällt “nur” ein Verlust von 24,25 Milliarden an. Aber man muss doch mal dagegenhalten, dass General Motors im Jahr 2008 geschätzte acht Millionen Autos verkauft hat. Das heißt, dass jede GM-Karosse, wenn sie ausgeliefert wird, ein Minus von 3000 Euro im Kofferraum hat. Es handelt sich also um Pkw mit serienmäßig eingebauter Abwrackprämie.

Übertragen auf andere Produkte würde das bedeuten, dass unser Bäcker um die Ecke für jede Breze 1500 Euro drauflegt. Jeder Liter Diesel, der bei ihm gezapft wird, würde den Tankstellenbesitzer 3000 Euro kosten. Aldi Süd müsste für sein Sonderangebot der kommenden Woche, die “Gartenline” Gartenpumpe zu 45,99 Euro, stolze 137.970 Euro zuzahlen.  Und sogar der top-aktuelle Handtuch-Turban aus Micro-Cotton würde Anbieter Tchibo pro Stück fast 1800 Euro zusätzlich kosten.

Mit welchen Gefählen arbeiten eigentlich Menschen, die um diese Horrorbilanz wissen? Wie halten die durch? Einzige Möglichkeit: Sie fühlen sich als Künstler. Ähnlich wie GM arbeitet zum Beispiel das Staatstheater. Für  jede verkaufte Karte muss die öffentliche Hand nochmal kräftig zubuttern.

Aber erstens sind die Fabrikhallen von Autofirmen keine Opernhäuser. Und zweitens ist das Nürnberger Staatstheater einzigartig. Autos gibt es dagegen wie Sand am Meer.

Also: Kann mir einer erklären, wie das mit GM weitergehen soll?

Horst Seehofer: Es gibt 50 plus X

Ich möchte das Ergebnis einer – selbstredend nicht repräsentativen – Umfrage hier Im blog vermelden. Meine Frage hatte gelautet: “Was ist Horst Seehofers größter Erfolg als Ministerpräsident?”

Das Echo ist eindeutig. Mit einer saten absoluten Mehrheit von 59 Prozent haben sich die teilnehmenden Leser für den Antwortvorschlag “Erfolge??????” entschieden. Der CSU-Chef sollte also mal ein ernstes Wort mit seiner PR-Abteilung reden.

16 Prozent der Leser halten ihm zugute, die Franken-Mafia erledigt zu haben. 13 Prozent gratulieren dazu, dass er einen Job gefunden hat, in dem er Angela Merkel ärgern kann. Die Resozialisierung von Monika Hohlmeier loben 9 Prozent. Nur ein Leser findet, dass es Sehhofers Erfolg ist, dem dekadenten Adel eine Chance gegeben zu haben.

Weltfinanzkrise: Microsoft ist schuld

Die Schaefflers, wie sie sich auf der Firmen-Homepage zeigen.

Die Schaefflers, wie sie sich auf der Firmen-Homepage zeigen.

Seit gestern wissen wir es: Die Schaeffler-Werke setzen auf Glasnost. Im Bemühen um staatliche Hilfen haben sich Chefin und Sohn mit der IG Metall verbündet. Der Konzern wird transparenter. Ich möchte gleich mal dieses wissen: Welchen Bildschirmhintergrund verwenden die Schaefflers? Hellblau, wie die meisten Microsoft-Kunden? Dann musste es mit Conti ja schiefgehen.

Das würden zumindest Ravi Mehta und Rui Zhu von der University of British Columbia in Vancouve behaupten. Sie haben herausgefunden, dass ein blauer Bildschirmhintergrund die Kreativität anregt. Und Kreativität in unsicheren Zeiten ist Risiko, ist größte Gefahr. So kann man ein Unternehmen derzeit nicht führen.

Die Farbe der Stunde ist nach Erkenntnis der Forscher ein schönes kräftiges Rot. Dieses steigere  Aufmerksamkeit, und wie ein Stopp-Schild, auch die Vorsicht.  Rot aktiviere eine aufmerksame Vermeidungshaltung, während Blau durch das vermittelte Sicherheitsgefühl mutige Innovationen fördere.

So sehen das die Forscher. Aber denken wir das doch einmal weiter. Wenn 90 Prozent aller PC`s serienmäßig mit blauem Hintergrundbild ausgeliefert werden, wer ist dann bitteschön schuld an der Wirtschaftskrise? Schaeffler? Nö. Die Deutsche Bahn? Auch nicht. Die Sparkasse? Auf gar keinen Fall, sie ist zeitgemäß wie nie.

Ist es vielleicht der Klimawandel, weil der Himmel im ganzen Land öfters blau ist? Die CSU, mit dem Hellblau im Logo? Nicht schlecht, diese Überlegung. Oder ist es doch Bill Gates, weil er sich diese Katastrophenfarbe ausgedacht hat?

Entscheiden Sie selbst.

Erst Hüfte, jetzt Hartz: Der tolle Herr Mi(e)ßfelder

dpa

Erst denken, dann reden: Philipp Mißfelder beachtet diese Reihenfolge nicht. Foto: dpa

Politiker bewundern wir immer dann, wenn wir wissen, dass sie wissen, wovon sie reden. Es gibt aber auch  solche wie Philipp Mißfelder. Der CDU-Jungpolitiker aus Recklinghausen glaubt, eine Ahnung vom Leben zu haben. Er hat die Erhöhung von Hartz IV  „einen Anschub für die Tabak- und Spirituosenindustrie“ genannt. Und er findet das gut. An eine Entschuldigung denkt er nicht.
Nicht zum ersten Mal hat der 30-Jährige mit einem vermeintlich bedeutsamen Tabubruch Schlagzeilen
gemacht. Im Jahr 2003 begeisterte er mit dem Satz: “Ih halte nichts davon, wenn 85-Jährige noch künstliche Hüftgelenke auf Kosten der Solidargemeinschaft bekommen.” Und jetzt knöpft sich der Bundesvorsitzende der Jungen Union die Harzt-IV-Empfänger vor.
Was aber weiß er vom Leben? Mißfelders Vita passt jedenfalls lässig auf einen Bierdeckel oder eine Zigarettenschachtel. 1999 machte er in Bochum sein Abitur, ging zu Bundeswehr und studierte ab dem Jahr 2000 Jura. von 2003 bis 2008 studierte er Geschichte und schrieb seine Magisterarbeit über den Publizisten Maximilian Harden, im Jahr 1982 der Gründer der Wochenzeitschrift “Die Zukunft”.
Mißfelder trat als 14-Jährige in die Junge Union ein, war immer bereit, wenn ein neuer Partei-Job zu vergeben war, und rückte 1999 in den CDU-Bundesvorstand auf. Seit 2002 ist er JU-Chef, seit 2005 sitzt er im Bundestag.
Wir sehen also: Hier führt einer das große Wort, den sein bereits in der Pubertät vorhandener Hag zum Funktionärsdasein möglicherweise davor bewahrt hat, selbst zum Hartz-IV-Empfänger zu werden. Nicht wenige studierte Historiker fahren Taxi.
Wenn ich an Mißfelder denke, finde ich, dass der Gedanke an eine Kulturrevolution nicht völlig abseitig sein muss. Der Bundesverband der Erwerbslosen-Initiativen hat ihn eingeladen, einmal unter Hartz-IV-Bedingungen zu leben. Wie es ihm wohl ginge, wenn er feinen Cognac vom Lobbyisten-Treff gegen Wodka von Lidl eintauschen müsste?

Rettet die Armleuchteralgen! Redet Dialekt!

“Die ganz Sunndich kome die Leut gelaffe.” Mal kurz nachgedacht: Was würde uns allen fehlen, wenn diesen Satz niemand mehr sagen würde? Sondern “Den ganzen Sonntag über kommen die Leute gelaufen.” Es könnte passieren, denn Ostfränkisch ist vom Aussterben bedroht.

Die für das Weltkulturerbe zuständige Unesco hat ermittelt, welche Dialekte den Blattfußkrebsen oder den Armleuchteralgen am ähnlichsten sind. Die also auf der Roten Liste stehen. Und der Schock: Der sprachliche Artentod passiert vor unserer Haustüre. 13 deutsche Dialekte sind akut gefährdet. Weltweit sind laut Unesco gar 2500 von insgesamt 6000 Sprachen vom Aussterben bedroht.

Gut, ein Satz wie “Am a maaren jaft at doord” (Am Morgen gibt es Frühstück) berührt uns nicht so. Es ist Nordfriesisch, klingt für uns aber wie ein isländischer Grand-Prix-Beitrag aus den 60er Jahre. Den Begriff “Mölke Bäiste” für milchkühe würden wir in einer Dänemark-Parodie von Hape Kerkeling erwarten. Aber es ist Saterfriesisch, das in der Gegend um Oldenburg gesprochen wird.

Auf der Roten Liste stehen ferner Sorbisch und Jiddisch sowie Niedersächsich und Alemannisch. Aber auch Bairisch – und das überrascht uns doch. Ist das nicht die vertraute Melodie, die uns Franz Beckenbauer bei seinen Statements ins Ohr säuselt? Quatsch, der Kaiser redet einen Kunstdialekt, wie ihn ähnlich weichgespült nur noch Rudolf Moshammer beherrscht hat. Bairisch hört man in München, wie der unerschrockene Mundart-Verfechter Hans Triebel mal erklärt hat, nur noch im Problem-Stadtteil Hasenbergl. Nach seinen Worten bei türkischstämmigen Jugendlichen, die bei alteingesessenen Handwerkern in die Lehre gegangen sind.

Ich fände es jedenfalls schlimm, wenn der Weihnachtssegen des Papstes aus Mangel an Fremdsprachen abgeschafft werden müsste. Reden wir also Dialekt. Und beginnen wir am Sonntag aus Solidarität mit unseren altbairischen Freunden so, wie es uns die Internetseite http://www.bayerische-sprache.de gelehrt hat: Mit dem Vaterunser.

nsa vådar im himö,
ghàiligt soi werdn dài’ nåm.
Dài’ ràich soi kema,
dài’ wuin soi gschegn,
wia-r-im himö, aso àf dar eadn.
Gib ins hàind insa täglis broud,
und vargib ins insar schuid,
wia-r-à mia dene vagebm,
dé an ins schuidig wordn sàn.
Und fiar ins nét in d vasuachung,
sundan darles ins vom ibö..

Allmächd!

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Hurra, Lisas Bund ist enger

Es ist ja Teil meines Jobs, dass ich auch die blödesten Promi-Nachrichten interessant finde. Heute habe ich das nicht mehr geschafft. Folgende Meldung die dpa in die Welt gesetzt:

Innerhalb von zwei Jahren hat Ex-DSDS-Teilnehmerin Lisa Bund fast 20 Kilo Gewicht verloren. Verzichtet habe sie dabei aber kaum, so die Sängerin, die auch musikalisch ganz neu durchstarten will.

Sängerin Lisa Bund (20) hat 17 Kilogramm in knapp zwei Jahren abgenommen. Sie passe jetzt in Konfektionsgröße 34/36. «Ursprünglich war es mal 40», sagte Bund der Nachrichtenagentur dpa in Offenbach. Eine Diät habe sie nicht gemacht, aber auf den regelmäßigen Besuch eines gewissen Schnell-Restaurants verzichtet: «Ich bin eben nur einmal im Monat hingegangen, statt zehnmal.» Ihre alten Kleider habe sie bis auf eine Jeans entsorgt, so die 20-Jährige. Bund arbeitet zurzeit an einem neuen Album: «Soulig, mit vielen Balladen, aber auch ein paar knackige Songs». Wann die CD erscheinen soll, verriet die Sängerin, die einst durch die RTL-Show «Deutschland sucht den Superstar» bekannt wurde, nicht. «Ich lasse mir Zeit, jetzt soll alles stimmen.»

Ich habe mir viel Zeit gelassen. Aber an dieser Stelle kann ich nur sagen. Lisas Bund ist enger. Schön. Und jetzt?

Megastar Rühmann – der Herbert Hisel der Nation

oh

Willy Fritsch und Oskar Karlweis (rechts) gratulieren ihrem Kollegen Heinz Rühmann (links) zum überragenden Erfolg. Foto: oh

And the Winner is: Heinz Rühmann. Wie eine Allensbach-Umfrage ergeben hat, müsste seine Wachsfigur in einer Erinnerungsstätte für große Gestalten aus Kunst, Kultur und Sport ganz vorn stehen. Mehr als jeder Zweite (55 Prozent) aus der Bevölkerung sieht das so. Wie die Wahl wohl bei uns in Franken ausgehen würde?

Offensichtlich haben wir ein Faible für Komiker. Erst recht, wenn sie wie Rühmann in der legendären Feuerzangenbowle die Menschen bis heute zum Lachen bringen. Auch ansonsten haben die Spaßmacher die Nase vorn: 51 Prozent der Befragten zählen Loriot zu den wichtigsten Deutschen der letzten 60 Jahre aus dem Kulturbereich zählen. Ebenfalls 51 Prozent plädieren für den charmanten Dampfplauderer Franz Beckenbauer, der somit als bedeutendster Sportler durchgeht.

Zu den zehn Namen aus Kunst, Kultur und Sport, die die Bevölkerung als besonders wichtig ansieht, gehören sechs Sportler, neben Franz Beckenbauer, Michael Schumacher (46 Prozent), Steffi Graf (44 Prozent) und Boris Becker (38 Prozent), auch Uwe Seeler (35 Prozent) und Fritz Walter (32 Prozent), der 1954 mitgewirkt hat am “Wunder von Bern”. Und dann gibt es noch ein ungleiches Paar, nämlich Thomas Gottschalk (33 Prozent) und Günter Grass (32 Prozent).

Menschen aus Ost- und Westdeutschland sind sich erstaunlich einig, was Namen und Rangfolge angeht. Allerdings hätte Boxer Henry Maske (42 Prozent) und Eisprinzessin Katarina Witt (38 Prozent) top-ten-reif abgeschnitten. Junge Menschen unter 30 Jahren entscheiden sich noch sportorientierter. Sie sehen Franz Beckenbauer (61 Prozent) und  Michael Schumacher (59 Prozent) ganz vorne.

Und wie wäre das bei uns? Komiker haben wir in Franken ja reichlich. Volker Heißmann und Martin Rassau würden demnach weit vorne landen, vermutlich aber hinter Herbert Hisel und den Peterlesboum. Aber vor Klaus Karl-Kraus und Lizzy Aumeier. Der Fußballpräsident Michael A. Roth würde von seinem Fürther Kollegen Helmut Hack trotz dessen aktuell größerer Erfolge kaum überflügelt. Auch dürfte sich Hockey-Olympiasieger Max Müller kaum gegen Club-Idol Marek Mintal , geschweige denn gegen die FCN-Legende Max Morlock durchsetzen. Bestplatzierter Schriftsteller wäre wahrscheinlich Fitzgerald Kusz.

Soweit meine Prognose. Aber vielleicht habe ich ja jemand völlig vergessen…

CSU-Ball: Markus Söder ist Ben Hur!

Horst Linke

Markus Söder und seine ehrenvorsitzenden Oscar Schneider und Günther Beckstein vor der Bühnendeko. Foto: Horst Linke

So richtig toll war der Ball der Union diesmal nicht. In einem der langweiligen Momente habe ich mir die Bühnendekoration angeschaut. Diese gibt es seit vielen, vielen Jahren. Und plötzlich wusste ich, woran mich dieser Schriftzug erinnert: Markus Söder ist Ben Hur! Und nicht nur der. Stöbern wir also in alten Filmplakaten – und wir wissen um das Wesen der CSU. Das virtuelle Filmposter-Archiv

erlaubt Verlinkungen auf seine PHP-Seiten. Also bitteschön.

Erstmal Ben Hur…

Gerade, wenn es um Rücktritte und andere Personalien geht, weiß man nicht immer, wer Schuld war. In der Politik gibt es ihn, den Befehl aus dem Dunkel… 

Manchmal muss ein Söder kämpfen. Er fühlt sich dann wie Bruce Lee, König der Todeskralle…

… und geht keinem Zusammenstoß aus dem Weg. Wie ein ultraharter Driver… 

…manchmal sind Politiker grausam wie Dschingis Khan...

…wenn`s schief geht, geraten Sie auf die Straße der Verdammnis

…was aber wird dann aus Franken? Wird es wie Caprona, das vergessene Land?

…ist der Papst dann nur eine Metapher, wenn Seehofer gemeint ist. Wie in Einer gegen Rom?

…drohen gar Exzesse im Folterkeller?

…hilft uns schließlich nur noch das Erscheinen von Frankenstein Junior?

…oder ist Politik ja doch immer ein bisschen nur ist, wie Das Leben des Brian?

Letztlich ist auch das egal. Gut 43 Prozent sind für die CSU schlicht und ergreifend ein Erdbeben.

Beckstein und die Lust auf grüne Schuhe

Stefan Hippel

Man beachte die grünen Schuhe... Foto: Stefan Hippel

“Ja, die habe ich gesehen und wollte sie gleich.” So hat sich Günther Beckstein über die Wahl der grünen Schuhe geäußert, die er beim Veitshöchheimer Fernsehfasching zum Dirndl getragen hat. Ich liefere exklusive Hintergründe zu seinem Auftritt.

Das Schminken hat nach den Angaben von Ehefrau Marga nur einer Viertelstunde gedauert. Laut Günther Beckstein brauchte es ein bisschen mehr Zeit, höchstens aber eine halbe Stunde. Die Schuhe stammen aus dem Fundus des Nürnberger Staatstheaters. Beckstein hat Schuhgröße 42, also seien für ihn, so seine Ehefrau, immer auch Damenschuhe vorrätig. Die Frage ob er mit den eigenwilligen Schuhen zum überwiegend weißen Gewand auch ein Stück weit die Papst-Affäre abarbeiten wollte, beantwortete er mit einem Lachen.

Kein Problem bereitet ihm nach eigenen Worten, dass die Süddeutsche Zeitung seinen Auftritt auf ihren Online-Seiten eher unfreundlich mit dem Satz “Die Geierwally lässt grüßen” kommentierte. Beckstein hierzu: “Wer Humor hat, sollte lachen. Wer nicht, sollte sich ärgern. Das würde mir gefallen.”

Preisfrage: Was sind Seehofers Erfolge?

Na also, es muss nicht immer so ganz schlimm sein, wenn man einen Job verliert. Im Nürnberger Presseclub plauderte Günther Beckstein über sein Leben als Ex-Ministerpräsident. Er könne erstmals nach 20 Jahren Ski fahren, ohne dass während der Abfahrt das Handy klingle, im Hotel warteten keine dringenden Faxe und er könne mit gutem Gewissen die Zeitungen auch einmal nicht lesen. “Ich bin resozialisiert”, versicherte er.

Zur “Unterstützung” seines Wahlkampfes durch manche seiner Parteifreunde und seine persönlichen Erlebnisse nach der Pleite sagte Beckstein: “Es standen alle hinter mir. Aber einige nicht in guter Absicht.” Über Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte er sich so: “Eine sehr strenge Dame, die Widerspruch nicht verzeiht.”

Keine rechte Antwort hatte er auf meine Bitte, drei Erfolge des Ministerpräsidenten Horst Seehofer zu nennen. Geht man nach Becksteins Antwort ist dieser noch in der Einarbeitungsphase. Man merke, dass er aus der Bundespolitik komme.

Also gebe ich die Frage an meine Leserschaft weiter…

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