Endlich da: Die Milchkuh auf der Biotonne

tone.jpgWenn in Nürnberg der Christkindlesmarkt-Prolog gesprochen und an der Karstadt-Rolltreppe die Betriebsfeuerwehr aufmarschiert ist, ist sie wieder da, die „stille Zeit“. Und es geht doch um diese Frage: Was können wir schenken, das ein Licht der Hoffnung ins dunkle Dasein bringt? Sonst halte ich mich mit Tipps zur Daseinsbewältigung zurück. Aber das Angebot der Firma „amazy“ überzeugt mich als Geschenktipp in der Tat.

Im Bestreben, die Welt zu verschönern, hat sich dieses Unternehmen daran gemacht, die Mülltonnen des Landes mit bunten Folien zu versehen. Und die Idee scheint anzukommen: Das Motiv „Sommerwiese“ (siehe Bild) ist knapp geworden, bei den Bestsellern “Blumensonne“ und “Ab durch die Hecke“ gibt es Lieferengpässe. Man kann aber auch eine Kuh von der Biotonne schauen oder zwei Fahrräder auf seinen Restmüllbehälter kleben.

Die in den Anfängen der differenzierten Abfallentsorgung vielfach propagierte Müllkultur hat jetzt also ein Gesicht. Mülltonnen werden zu Trendobjekten, die Mitarbeiter der Stadtreinigung werden sich am Ende jedes Arbeitstages wie nach einem mittelschweren LSD-Rausch fühlen.

Und die Mülltonnenkleider bieten die Chance für eine extra hinterlistige und deshalb besonders schöne Weihnachtsgabe: Erfreuen wir unsere Nachbarn doch mit unserem Dreck. Böse Gedanken kann uns keiner vorwerfen. Es ist doch edles Geschenkpapier drumherum… 

2 Kommentare in “Endlich da: Die Milchkuh auf der Biotonne

  1. Kann man denn nicht auch der Polin Reiz für die Biotonne verwenden?

    Oder sollte man die Fußballmännerbilder aufkleben, denn so wie die spielen kann man die eh`in die Tolle kloppen?

    Wenn wir die Tonnen dann sammeln, wo bringen wir sie unter? Tonnenalben? Tonnenhöfe?

    So viele Tonnen Probleme

  2. Klasse, das kannte ich bisher gar nicht. Aber eine tolle Idee. So etwas sollte es auch mit anderen Bildern geben. Wäre auf jeden Fall richtig klasse.

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