Sarah Connor, so traurig? So schlimm war das nicht

connor.JPGIch muss da mal widersprechen. Sarah Connor war diese Woche in der Erlanger Uni-Kinderklinik. Als Schirmfrau für eine “Ronald McDonald-Oase” für wartende Familien. Über die Trennung von Ehemann Marc Terenzi wollte die Sängerin ichts sagen. Was also macht “Bild”? Zeigt Bilder, auf denen sie nachdenklich schaut. Und schreibt: “Sarah, so schön, so traurig.”

Ich habe das nicht so erlebt. Man kann ja sowieso nicht erwarten, dass eine Künstlerin lachend herumhüpft und ein Rad nach dem anderen schlägt, wenn es um eine Einrichtung für wirklich schwerkranke Kinder geht. Zumal ihr die Kameraleute und Fotografen dafür kaum Platz gelassen hätten. Und dass sie sich nicht über die Trennung freut, hat sie auf ihrer Homepage selbst bekanntgegeben. Sie hat aber gemeinsam mit ihrem Mann hinzugefügt: “Wir sind Seelenverwandte und werden auch diesen Sturm als Familie überstehen.”

Ich fand, Sarah Connor wirkte aufgeräumt. Sie meisterte die Aufgabe, der versammelten Weltpresse das Wesen einer intakten Familie mehrfach zu erklären, mit großer Geduld. Mehr Aufregung als ihre Erläuterungen verursachte das Bekenntnis der RTL-Reporterin. Auf Sarah Connors Frage, ob sie ein Kind hätte, sagte sie “Leider nicht!”. Da wechselten die männlichen Lichtbildner kurz die Blickrichtung.

Der neue Aufenthaltsraum in der Klinik ist eine prima Sache. Zweierlei möchte ich aber anmerken. Man sollte nicht vergessen, dass er erst durch den Verkauf von ungesundem Essen möglich geworden ist. Und auffällig ist auch, dass sofort weltbekannte Firmen als Geldgeber hinter dem Busch hervorspringen, sobald McDonald`s ruft. Welcher französische Stararchitekt hätte wohl eine Gratis-Planung für das Projekt einer privaten Elterninitiative gemacht? Alsdenn: Tut Gutes, esst BigMäc!

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