Urlaub! Mein Gedicht zum Klimawandel

baby_1.jpgSo, ich mache jetzt auch mal Urlaub. Bis Anfang August bin ich weg. Aber wie vereinbare ich das mit der Leser-Blog-Bindung?

Blogger von Welt, das habe ich schlau beobachtet, überbrücken diese Zeit mit Gedichten. Ich denke, Lyrik täglich passt nicht so zu mir. Dieses Niveau ist mir zu hoch. Also werde ich eine Art Kalenderblatt probieren.

Aber ein Gedicht kommt immer gut. Also bringe ich hier ein eigenes Werk, mit dem ich in den Anfängen des Lokalfunks, so 1984 herum, einen Studiobesuch bei Radio F gewonnen habe. Das Thema damals lautete „Eisbär“ (das „Flocke“-Bild stammt von Ralf Schedlbauer). Aus heutiger Sicht bin ich fast ein wenig stolz auf die visionäre Kraft dieses Textes. Klimawandel war ja noch nicht so das große Thema.

Der Eisbär sitzt auf seiner Scholle

es fröstelt ihn in seiner Wolle

ach wenn es doch

denkt sich der Bär

am Nordpol etwas wärmer wär‘

gedacht, gescheh’n

die Wolken weichen

laue Winde übers Packeis streichen

das Eis, es schmilzt

der Bär wird blass

und plötzlich paddelt er im Nass

Ein Seehund sagt zu seinem Kind

nimm’s nicht so ernst. Der Alte spinnt.