Sonntag, Juni 1st, 2008

Na prima: Hausarbeit hält schlank und gesund

busch.gifFür mich als Mann muss mal der Gedanke möglich sein, dass wir den Feminismus nicht in dieser Schärfe bekommen hätten, wenn wir uns rechtzeitig um die richtigen Dinge gekümmert hätten. Nehmen wir als Beispiel die Hausarbeit. Männer haben Raketen gebaut, die zum Mond und zurück fliegen. Sie haben superschnelle Autos erfunden, die sinnlos viel Benzin saufen. Aber wo ist die wirklich bügelfreie Wäsche? Das selbstputzende Fenster? Das selbstmachende Bett? Haben erfinderische Männer die Chance auf zufriedene Lebensabschnittspartnerinnen verpasst? Weiß wirklich nur Bauknecht , was Frauen wünschen? (Und wurde deshalb von der Konkurenz aus dem Markt gemobbt?)

Kann sein, aber vielleicht ist männliche Ignoranz auch gut für die Frauen. Denn eine Studie mit 218.169 Probandinnen aus neun europäischen Ländern hat belegt: Frauen, die viel Staub wischen, putzen, aufräumen, reduzieren ihr Brustkrebs-Risiko deutlich. Bei Frauen unter 50 Jahren sinkt es um 29 Prozent, bei älteren um immerhin noch 19 Prozent!

Verglichen wurden von den beteiligten Wissenschaftlern die Daten von zwei Gruppen: Frauen, die keine oder kaum Hausarbeit machen, und Frauen, die zwischen 16 und 18 Stunden pro Woche bügeln, schrubben, waschen. Nun war aber noch etwas anderes auffälig. In letzterer Gruppe fanden sich anteilsmäßig weniger übergewichtige Frauen. Macht also Hausarbeit auch noch schlank? Oder haben schlankere Frauen generell ein niedrigeres Brustkrebs-Risiko, so dass frau es genauso gut wegjoggen könnte?

Das ist noch ungeklärt, angesichts der Brisanz des Themas wird es aber unter Garantie weitere Untersuchungen geben.

Wenn ich jetzt allerdings dabei bin, Gedanken auch mal zuzulassen, muss ich hinnehmen, dass die Männer führend sind, wenn es um die Quote der Übergewichtigen geht. Und Männer können Brustkrebs bekommen.

Hätte ich doch bloß nicht mit diesem Thema angefangen. Ich geh jetzt bügeln

 


Kategorie: Gesellschaft
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