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Tages-Tipps: Zeitungen kaufen und die Diät vergessen
Am 3. Mai ist der Welttag der Pressefreiheit. Wie kann man diese fördern? Zuerst einmal: kaufen, kaufen, kaufen. Leisten Sie sich ruhig einmal eine Extra-Zeitung und greifen Sie durchaus zu einem Produkt, dem man ansieht, dass es nicht aus einem Großkonzern stammt. Empfehlen möchte ich auch einen Besuch am Stand von “amnesty international” an die Lorenzkirche. Ich finde, zum Beispiel, dass Kuba ein tolles Land ist. Nette Leute, klasse Musik, prima Zigarren. Man sollte halt bloß auch wisse, dass dort ganz außergewöhnlich viele Journalisten im Gefängnis sitzen – nur weil sie eine eigene Meinung haben. In der Rangliste der Pressefreiheit rangiert man ganz weit unten. Ganz in der Nähe von China, Iran und Nordkorea. Wer am Stand unterschreibt, hilft.
Der 5. Mai ist der Internationale Hebammentag. Interessante Frage: Haben wir schon jemals darüber nachgedacht, wer uns auf die Welt geholt hat? Sofern wir unsere Geburt selbst als sinnvoll bewerten können, könnte wir ja ein Dankes-Mail mit Bitte zur Weiterleitung an unser Geburts-Krankenhaus schicken.
6. Mai, Internationaler Anti-Diät-Tag. Genial! Wir sollten uns diesen Tag unbedingt für Lebenerknödelsuppe, Schäufele und dunkles Landbier vormerken. Oder den Tag ohne Gang auf die Waage beginnen und einmal so ganz nach Herzenslust schlemmen. Ohne schlechtes Gewissen.
Der 8. Mai ist der europäische “Tag der Befreiung”. Wenn wir uns an den Sieg über den Nationalsozialismus erinnern, wird uns klar, warum es uns lieber gewesen wäre, wenn die NPD-Dumpfbacken am 1. Mai nicht durch Nürnberg geschlappt wären. Es ist auch Weltrotkreuztag. Zeigen Sie ein Herz, wenn irgendwo die Spendenbüchse scheppert. Oder vereinbaren Sie einen Termin für einen Erste-Hilfe-Kurs.
10. Mai, “Tag des freien Buches”. Was ich über die Förderung von Zeitungen geschrieben habe, gilt auch hier: Kaufen Sie! Und nicht nur bei Amazon oder in den großen Buchhandlungs-Kästen.
Der 12. Mai ist sowohl der Tag des chronischen Erschöpfungssyndroms als auch der “Tag der Pflege”. Also sollten wir schonungslos ausspannen, zumal ja noch Pfingstmontag ist.
Das wäre jetzt mal die ersten zehn Tage. Fortsetzung folgt, sofern hier gewünscht…