Rettet die Astronauten! Dixie-Klos ins All!

dixie.jpgAls ich vor Jahren den scheidenden Baureferenten einer kreisfreien Stadt nach den wichtigsten Erkenntnissen aus seinem Berufsleben fragte, nannte dieser bloß eine: „Das Wichtigste ist doch, dass die Leute anständig kacken können.“ Zunächste dachte ich an einen Scherz. Wie wahr seine Aussage war, zeigt sich jetzt gerade im Weltall. Die Toilette der internationalen Raumstation funktioniert nicht. Und schon gibt es dort Menschen in allerhöchster Not.

Schließlich kann man sich im All ja nicht hinter einem Busch verkriechen. Und die Alternative, sein Geschäft in einem Schwarzen Loch zu versenken, scheitert meines Wissens daran, dass dieses für das menschliche Auge unsichtbar ist. Trotzdem gebe ich zu: Auch ich hatte geschmunzelt, als vor sechseinhalb Jahren erstmals der 19. November zum Welttoilettentag ausgerufen wurde. Diesen Tag kannte ich bis dahin nur von einem jährlichen Empfang bei meinem Steuerberater – als Nationalfeiertag von Monaco. Aber der Weltraum ist eben doch wie das richtige Leben: Ohne Klo ist unser Leben scheiße. Es gibt Grundbedürfnisse, die befriedigt werden müssen. Ganz egal wie.

Gut, mit dem nächsten Shuttle soll  eine Pumpe zur Raumstation gebracht werden. Aber das geht ja nicht ständig so. Und deshalb sollten auch Raumfahrtbehörden die segensreiche Wirkung von Dixie-Klos bedenken. Sie stehen auf der Erde eigentlich überall herum, machen große Events wie Rockfestivals und Autorennen überhaupt erst möglich.

Warum sollte man nicht ein paar solche Klos in eine Umlaufbahn schießen? Falls in einem Raumschiff wieder mal was schiefläuft? Und wenn unser Dixie-Klo voll ist, schießen wir es einfach raus ins Weltall.

Es wird die Aufschrift tragen: „Gruß von Erde: Für viele Menschen war ich der wichtigste Begleiter.“ Die Aliens werden nachsehen – und wahrscheinlich gaaaaanz große Augen machen. Wenn sie welche haben.