Kein Platz an der Sonne

Na, sitzen Sie gerade schön mit der Zeitung in der Sonne? Mit einem Kaltgetränk in der Hand und einem seligen Grinsen auf dem Gesicht? Herzlichen Glückwunsch. Ich freue mich für Sie, dass Sie diesen herrlichen Tag draußen verbringen können. Ehrlich. Ihr Glück ist auch meines. Oder, wie der Afrikaner gerne zur Begrüßung sagt: „Ich bin gut aufgestanden, wenn du gut aufgestanden bist.“ Also bleiben Sie da mal ruhig schön liegen auf Ihrem Balkon. ...weiter lesen
Fränkische Spezies im Busch
In einem fernen Land wie Simbabwe kann man so einiges entdecken. Nachdem ich mich nach der Ankunft in Afrika aus dem Moskitonetz gewickelt und die tausend Mundspatel abgegeben habe (sie erinnern sich dunkel an meine angespannte Pack-Situation), traute ich oft meinen europäisch geprägten Augen nicht.Ja, man kann in einem Mini-Bus zu dreißigst fahren, obwohl er nur für zwölf Menschen bestimmt ist. „Full“ ist erst, wenn mindestens ein Fahrgast ...weiter lesen
Hilfe, ich werde gepackt!
Na, haben Sie auch einen Urlaub geplant? Endlich mal weg von lästigen Büro-Mails und U-Bahnen, die einem immer vor der Nase davonfahren. Einfach mal Ruhe. Dann haben Sie hoffentlich bei der Wahl Ihres Urlaubszieles gut aufgepasst. Sonst geht es Ihnen am Ende wie mir und Sie fahren nach Simbabwe. Weil eine gute Freundin dort ein Hilfsprojekt unterstützt, habe ich beschlossen, die Reise nach Afrika anzutreten.
Seitdem habe ich einen Organisationsplan, gegen den der Terminkalender von Gauck luftig aussieht. Wenn ich nicht gerade einem Arzt wahlweise Arm oder Hintern hinhalte, um mich gegen alle Seuchen dieser Erde impfen zu lassen, bin ich im Chat mit simbabwischen ...weiter lesen
Ich werde nie ein Yogi-Bär!
Man kann es nicht mehr leugnen: Die Sonne lacht, die Vögel zwitschern wie auf Koks – der Frühling ist da und mit ihm der Trend zur zunehmenden Körperenthüllung. Was bislang unter dicken Pullis verschwinden durfte, quillt jetzt ans Tageslicht.
Gut, ich habe den Winter über hart trainiert. Ungezählte Situps jeden Abend hinter mich gebracht. Aus halber Liegelage auf dem Sofa zur TV-Fernbedienung auf dem Couchtisch zu greifen kann auch ein Workout sein! ...weiter lesen
Sprech-Durchfall im Zugabteil
Also, so geht das nicht. Setzen Sie sich gefälligst mal anständig hin und hören Sie auf, beim Lesen so laut zu rascheln. Und kein Kaffee-Gekleckere auf den Seiten. So. Und jetzt üben wir mal die Aussprache des schwierigsten Wortes im Zeitungsbereich: Feuilleton. Bitte nachsprechen: Fö-je-to. Na also, geht doch.
Nein, ich bin nicht verrückt geworden. Ich bin nur Zug gefahren. Eigentlich alleine. Tatsächlich aber mit Lea, Sina, Arianne, ...weiter lesen
Bin ich Nena oder Christkind?
Juhu, habe ich mich gefreut, als in der Meistersingerhalle die neuesten Trends der Friseur-Innung verkündet wurden. Locken sind wieder „in“, lautet die frohe Botschaft für mich. Endlich Schluss mit den ultraglatten Haaren, die ihre Trägerin so aussehen lassen, als ob sie mit dem Kopf lange Zeit in der Aufzugtür eingeklemmt war. Ein bisschen Bewegung ist wieder zulässig auf dem Kopf. Super!
Ein Blick auf den Katalog hat mich ernüchtert. Zu ...weiter lesen
Nelken-Zusammenbruch in Erlenstegen
Es gibt Probleme, die gibt’s gar nicht. Wer sie aber dennoch hat, leidet extrem unter ihnen. Zum Beispiel unter einer Nelken-Aversion. In einem Blumenladen nahe Erlenstegen wurde ich neulich Zeugin dieser Krankheit und ihrer Folgen.
Ich schwelgte gerade im Anblick von pinkfarbenen Ranunkeln und roten Rosen, als die Ladentüre aufgestoßen wurde. Herein im schnellen Lauf eilte eine Mittvierzigerin mit wehendem Haar. Am Ende ihres ausgestreckten Armes befand ...weiter lesen
Ein Gerät, ein Gerät!
Eines vorneweg: Das hier wäre mit Sicherheit ein viel intelligenterer Text geworden, wenn ich ihn auf meinem neuen Laptop zu Hause geschrieben hätte. Der ist nämlich laut Beschreibung nicht nur „sichtbar intelligenter“, sondern hat auch ausschließlich „intelligente Lösungen“ parat. „So sieht Intelligenz aus“, betonte das Werbeheft, das ihn zum Kauf anpries, zur Sicherheit ein drittes Mal.
So viel Gescheitheit konnte selbst ich nicht widerstehen und nahm das Gerät mit nach Hause. Mit zittriger Hand drückte ich dort den Anschalt-Knopf. Würde mich der Laptop akzeptieren oder würde er mich als zu doof für seine Gesellschaft befinden? Ich konnte mein Glück kaum fassen, ...weiter lesen
Barbie und der lachende Löwe
Neulich habe ich Barbie getroffen. Sie trug ein Minikleid und einen überdimensionalen Pferdeschwanz. Seltsamerweise konnte sie laufen und sprach mit holländischem Akzent…Die anderen Pressevertreter auf der Spielwarenmesse klärten mich dann auf: das war gar nicht Barbie, sondern Sylvie van der Vaart. Sie enthüllte gerade aber tatsächlich kieksend ihre eigene Barbie. Die Umstehenden klatschten, ich schüttelte den Kopf. Waren jetzt alle ...weiter lesen


Welcher Typ ist mein Balkon?
Weil das Leben ja größtenteils immer macht, was es will, wollte ich neulich zumindest einem kleinen Bereich meinen ureigenen Willen aufzwingen. Einem sehr, sehr kleinen Bereich: meinem Balkon. Aufgrund der spontan eingeläuteten Sommerzeit saß ich eine Weile in meinem puristischen Außengehege und ließ den Blick zu den Nachbarn schweifen. Erkenntnis: Grünpflanzen geben Beton neuen Schwung, Sonnenschirme verhindern auf optisch angenehme Weise zerebrale Kernschmelze und ja, es gibt andere Deko-Elemente als Zigarettenstummel und Taubenkacke.
Um mir weitere Inspirationen zu holen, klappte ich das Internet auf. Nach einem Blick auf die Gartenseite eines Möbelhauses ...weiter lesen