Mit schicken Streifen ins Wochenende

Plüsch oder Borste? Das ist eigentlich keine Frage, denn an diesem ersten Frühlings-Wochenende locken in Fürth beide Versionen. Frischling A in der kuscheligen Ausführung wartet im Schaufenster eines Bekleidungs-Fachgeschäfts in der Fußgängerzone auch am – Achtung: verkaufsoffenen – Sonntag auf gut gelaunte Besucher. Kollege Frischling B ist seit kurzem im Stadtwald im Wildschweingehege zuhause, erkundet putzmunter die Welt und trägt dabei sein Fell im aktuellen Streifenlook. Sehr schick, oder?

Fotos: Hans-Joachim Winckler

Guck mal, eine Apfelschlange

Apfelmarkt Da staunste, oder? Obst ist nicht nur gesund, sondern macht sogar Spaß. Ausgefeilte Schältechnik macht’s möglich, dass ein Apfel plötzlich ausschaut wie die Schlange, die weiland Eva zum Obst riet. . .

Auf dem Fürther Apfelmarkt im Stadtpark gehörte heute keine Überredung dazu, kräftig zuzubeißen und kiloweise paradiesische Köstlichkeiten einzupacken. Perfektes Herbstwetter mit wärmenden Sonnenschein sorgten für einen Zulauf, der ein Vorbeischlendern an den Ständen nur dicht an dicht und Schritt für Schritt möglich machte. Was den Besuch zum entschleunigten Erlebniss werden ließ.

Falls es übrigens stimmt, dass jeder von uns im Jahr im Durchschnitt 33 Kilo Äpfel isst, dann haben die Fürther ihr Pensum heute jedenfalls übererfüllt. Gesunde Sache.

Foto: Hans-Joachim Winckler

 

 

Bis auf weiteres, bitte

Blog1Das ist ein Bild von einem Sommertag, oder? Meteorologisch hat mit dem ersten Septembertag zwar der Herbst begonnen, aber wir halten es lieber mit dem astronomischen Start in die feucht-kalte Jahreszeit. Der ist nämlich erst am 22. September, pünktlich um 16.21 Uhr.

Das heißt, wir können völlig zu Recht weiter in Sommergefühlen schwelgen- und uns über die ersten Lebkuchen wundern, die plötzlich auftauchen. Wenn die Temperaturen mitspielen, könnte man jetzt noch eine Menge wunderbarer Sommersachen machen wie Wellenreiten oder Surfen oder endlich lernen, wie man perfekt im Schmetterlingsstil seine Bahnen zieht. Klingt anstrengend? Ist es sicher auch. Der ultimative Tipp heißt deshalb: In den Stadtpark gehen und die Wasserkaskaden im Fontänenhof bewundern. Arm heben, lachen, Selfie machen.

Und das Beste daran? So ein Bild sorgt auch dann noch für gute Laune, wenn der Herbst unwiderruflich den Fontänen Konkurrenz macht.

Foto: Horst Linke

Heimeliges Basteln gegen das Grau

151026_hjw_herbstsonne05 So mancher möchte sich ja spätestens im November verstecken, um erst mit dem Frühling wieder aufzutauchen. An Tagen wie diesen gibt es dafür aber eigentlich gar keinen Grund. Sonne, pralle Farben – da will man den Herbst am liebsten umarmen.

Und wenn es doch irgendwann so richtig fies wird?

Wie wäre es mit Basteln, um die Stimmung aufzuhellen? Glücklicherweise gibt es auf dem umtriebigen Selbermacher-Markt etwas Neues. Die Fachpresse rät: „Gießen Sie Ihre Weihnachtsträume in Beton.“ Denn, so lesen wir, das „Thema Beton bleibt voll im Trend – jetzt wird auch für Weihnachten fleißig betoniert“.

Eine Nachricht, die vollkommen ernst gemeint ist und wirklich jedem den Herbst-Blues austreiben sollte. Bis zum Frühling, so viel ist sicher, dreht sich bei uns jetzt der Betonmischer.

Denn was kann das Grau der dunklen Jahreszeit besser vertreiben, als eine derart gewichtige Deko im Heim?

Foto: Hans-Joachim Winckler

 

 

Heiter, sonnig und faul

TeddybärWochenende. Ferienzeit. Feierabend. Gründe genug, einfach mal abzuhängen. Wer nicht wie dieser Bär in der Hirschenstraße ein bequemes Fensterbrett zur Verfügung hat, muss sich allerdings erst noch mal anstrengen, weil Entscheidungen anstehen. Die Frage ist doch: Pflegt man den Müßiggang am besten im Stadtpark? Im Südstadtpark? Im Freibad?

Verlockend wie das Wetter – die Prognose spricht von heiter und sonnig – ist die Aussicht, einfach mal in Ruhe zu schmökern. Wir empfehlen einen Klassiker. Wie wär’s mit „Das Recht auf Faulheit“ von Paul Lafargue? Weshalb sich der Mann überhaupt die Mühe machte, seine Gedanken aufzuschreiben? Lafargues Schwiegervater hieß Karl Marx. Alles klar?

Foto: Hans-Joachim Winckler

 

Wer wird denn da an der Uhr drehen?

Zeitumstellung SchaltsekundeWenn man was geschenkt bekommt, muss man sich freuen. Auch wenn es sich dabei nur um eine Sekunde dreht. Die gibt es heute Nacht gratis obendrauf, was ein bisschen an den Billigen Jakob auf der Kirchweih erinnert. Für das kleine Extra ist diesmal aber die Erde verantwortlich, die einfach rumtrödelt.

Fragt sich bloß: Was tun mit der Präsentsekunde? Man könnte zum Beispiel auf einen Sprung in den Stadtpark eilen und den Fast-schon-Vollmond über Fürth bewundern. Oder in der Gustavstraße einmal herzhaft Gähnen – lautlos, versteht sich. Wer zufällig ein Fahrrad zur Hand hat, kann von hier zum Rathaus radeln – die Zusatzsekunde müsste einen rund sieben Meter weit bringen. Wichtig ist vor allem, dass man kurz vor zwei Uhr einen guten Blick auf die Turmuhr hat. Dann sieht man nämlich  – nichts. Die Zeiger rücken erst einmal ungerührt weiter, weil solche Finessen ihnen einen Tick zu weit gehen. Freilich könnte man diese Tatsache auch für einen erstaunten Wimpernschlag nutzen, dafür müsste die Zeit reichen. Selbstverständlich kann man sich auch einfach ins Bett legen, verträumt das Extra genießen und sich einreden, dass Fürth heute Nacht ein bisschen länger schlummern darf.

Foto:  Julian Stratenschulte/dpa

Butterbrot und Kaviar

SchnittlauchbrotWie heißt eigentlich das Gegenteil von „Finger weg!“? Ein knappes „Fass!“ klingt nach Hundeschule, selbst im einladenden „Greif zu!“ schwingt noch nicht die Begeisterung mit, die so etwas Feines verdient hat.

So ein Schnittlauchbrot vereint nicht nur Geschmack und Gesundheit, schließlich steckt in den grünen Ringeln richtig viel Vitamin C. Ganz nebenbei bekommt hier der Begriff „Fast Food“ eine neue Bedeutung – schneller als so ein Brot angerichtet ist, bestellen nicht mal langjährige Regenten des Weltfußballs Kaviar.

Für dieses Prachtexemplar eines Schnittlauchbrots, das am Fürther Stadtpark im Café Rodelbahn auf den Tisch kommt, kann das Kommando deshalb nur heißen: „Lass es dir schmecken!“

Foto: Hans-Joachim Winckler

 

 

 

Eiskalt in Form

Stadtpark im WinterWarum so missmutig, weißer Freund? So ein Schneemann-Dasein im Fürther Stadtpark hat im Grunde doch nur Vorteile. Niemals musst du dir Gedanken über dein Outfit machen. Du musst keinen Terminkalender führen, denn wer weiß, was morgen ist – gut, das war jetzt nicht sehr einfühlsam. Aber sieh die Sache doch mal so: Du bist ein gut geformter Kerl mit beachtlicher Ahnenreihe und jeder mag dich.

Und wenn der Wetterbericht recht behält, dann sagen wir getrost: Bis morgen, du Eisiger.

Die Liebe im Stadtpark

InsektariumNur für den Fall, dass sich der erste Satz guter Vorsätze schon abgenutzt hat – wie wäre es hier mit? Friede, Liebe, Harmonie. Das ist doch mal ein Motto für dieses frische Jahr. Sehr, ja, liebevoll hingepinselt wurde diese Fürther Forderung auf den Schau-Kasten im Stadtpark, den Hans Schiller 1951 als Insektarium 1951 entwarf. Auch ein zweites Fenster wurde unter dem Holzschindeldach mit einer Inschrift geziert.

„Más amor!“ steht dort. Mehr Liebe.

Okay. Acht Fenster hat das Ding. Werden die auch noch beschriftet? Das könnte anstrengend werden.

Foto: Hans-Joachim Winckler

 

 

Alle wollen zu den Äpfeln

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Apfel-Sonntag in Fürth. Köstliches und Wissenswertes bietet der 14. Fürther Apfelmarkt, der in der Hans-Schiller-Allee im Stadtpark aufgebaut wurde. An 49 Ständen und Buden kann so ziemlich jede Variante der beliebten Frucht gekostet werden. Daneben locken Korbflechter, Sorten-Bestimmer oder Schnitzer mit ihrem Können. Wer mag, kann sogar mit einer leibhaftigen Majestät plaudern. Die Fränkische Apfelkönigin Theresa Niedermann verrät, warum kein anderes Obst so viele Fans hat: „Äpfel lassen keine Wünsche offen.“