Vorfreude hoch drei

Die drei von der Feststelle auf der Fürther Freiheit wecken Vorfreude. Obwohl – die Chancen, dass wir bald durch frischen Schnee stapfen können, sind laut Wetterbericht nicht sehr groß. Der Weihnachtsmann lässt auch noch ein paar Tage auf sich warten. Was bleibt? Marc Vogel, der Gaukler vom Mittelaltermarkt, natürlich. Bis Freitag geht das bunte Programm hier und auf dem Weihnachtsmarkt weiter. Und dann, Kinder, wird’s was geben. . .

Foto: Hans-Joachim Winckler

Eiskalt in Form

Stadtpark im WinterWarum so missmutig, weißer Freund? So ein Schneemann-Dasein im Fürther Stadtpark hat im Grunde doch nur Vorteile. Niemals musst du dir Gedanken über dein Outfit machen. Du musst keinen Terminkalender führen, denn wer weiß, was morgen ist – gut, das war jetzt nicht sehr einfühlsam. Aber sieh die Sache doch mal so: Du bist ein gut geformter Kerl mit beachtlicher Ahnenreihe und jeder mag dich.

Und wenn der Wetterbericht recht behält, dann sagen wir getrost: Bis morgen, du Eisiger.

Heißer Job

Lieber Mister Bing Crosby, ahnten Sie eigentlich, was Sie uns angetan haben? Ihre Träumerei von der weißen Weihnacht hätten Sie sich ehrlich besser geschenkt. Also nichts gegen dieses Lied. Netter Song. Doch wirklich. Bloß diese dusselige Schneeseligkeit nervt. Dabei wäre doch auch so was wie „Ich träum’ von deinem weißen Plüsch-Bikini“ wunderbar gewesen.

Das, lieber Bing, würde sich nett singen lassen in diesen globalerwärmten Zeiten. Wir haben schließlich gerade die heißeste Weihnacht seit Beginn der Wetteraufzeichnung hinter uns gebracht. Da glühten nicht nur die Herzen im Schein der Kerzen am Lichterbaum.

Kühl-Anhänger kamen diesmal wahrlich nicht auf ihre Kosten. Einer ist allerdings noch schlechter dran: Das Grinsen ist ihm längst wie angefroren ins blasse Gesicht gepappt. Aber was soll man denn auch von einem erwarten, der diesen Job machen muss?

Schneemann. Also bitte. Er ist Schneemann im City-Center von Fürth. Dass der arme Kerl das Gefühl hat, ihm schwimmen die Felle weg, kann man ja wohl nachvollziehen.

Halt durch, alter Junge. Es kann nur besser werden.

Eiskalt aufgewischt

In Punxsutawney ist just ein Murmeltier geweckt worden. Phil heißt das putzige Tier und sagt das Wetter voraus. Das allein ist ein alter Hut, spätestens seit Bill Murray mit „Täglich grüßt das Murmeltier“ in die Kinos kam. Neu ist, dass sich in diesem Jahr die Tierschutzorganisation Peta eingeschaltet hat und vorschlägt, statt eines lebendigen Nagers in Zukunft einen Roboter einzusetzen.
Darüber mag nun grübeln, wer will. In Fürth wenigstens ist man fein heraus. Hier dient zur Wettervorhersage ein Schneepaar. Die Regeln dabei sind schlicht: Wenn die beiden zerfließen, wird es wärmer. Die Treffsicherheit dieser Voraussage darf als extrem hoch eingestuft werden.
Wahrscheinlich wird die Aktion auch keine Tierschützer auf den Plan rufen. Dafür fällt feinfühligeren Naturen der Gesichtsausdruck des weißen Paares auf. Bohrende Fragen stellen sich: Warum, zum Beispiel, grinst sie so breit, während ihm die schiere Skepsis ins Gesicht geschrieben steht? Weshalb ist sie mit Haushaltsgeräten bewaffnet?
Besen, Schürze und Eimer lassen nichts Gutes vermuten. Gut, für den Frühjahrsputz ist es noch etwas zeitig. Dennoch scheint der Schneefrau zartes Stimmchen deutlich vernehmbar, das flötet: „Liebling, kannst du mal eben die Gardinen runternehmen? Und schnell aufwischen?“
Ist doch kein Wunder, dass er so mürrisch guckt. Und keiner greift ein.

Phil, du hast es gut.