Regenbogenbuntes Leuchten

CityCenterDas Einhorn wurde gerade zum „Fabeltier 2016“ gekürt. Dummerweise ist dieses regenbogenbunte Wippding im Fürther City-Center kein Einhorn. Das passt. Denn das City-Center ist ja auch nicht gerade der Nabel der Shoppingwelt – zumindest derzeit noch.

Vor der anvisierten Modernisierung sind hier Menschen, die einen Schaufensterbummel machen wollen, aus naheliegenden Gründen wie Einhörner. Oder haben Sie schon mal eines gesehen?

Bleibt das Leuchttier. Das macht auch in Blau eine gute Figur. Ist doch auch was Schönes.

CityCenter

Fotos: Hans-Joachim Winckler

 

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Nadeln für die bestrickende Woll-Lust

BestrickendDie Idee ist reizvoll. Da gönnt sich frau das frisch eingetroffene neue Männerheft, für das in einem leider nicht mehr ganz so frischen City-Center-Schaufenster geworben wird, und blättert einfach mal durch, ob sich was Passendes findet. Also bitte, da können Dating-Apps doch einpacken.

Selbstverständlich gehört Klappern auch in diesem Fall zum Handwerk. Aber wir wissen doch alle: Wen die Woll-Lust packt, der greift gerne zu den Nadeln. Das Ergebnis wird so oder so  – bestrickend.

Foto: Hans-Joachim Winckler

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Das Bein-Orakel von Fürth

WP_20140411_001 (1)Irgendjemand hat der Tagesschau Beine gemacht. Das wird uns sicher alle weiterbringen. Doch die Sensation kam nicht über Nacht, sondern wurde den Bundesbürgern schonend beigebracht – mit einem Paar ansehnlicher Beine ohne Kopf und Oberkörper, die sekundenlang auf dem Bildschirm auftauchten. Das war eine Woche bevor jedermann sehen konnte, dass ARD-Nachrichtenmoderatoren einen Unterkörper haben.

Was das mit Fürth zu tun hat? Nun, im City-Center sind gleich mehrere torsolose Beine aufgetaucht. Fotobeweis siehe oben.

Das muss doch einfach etwas Großes fürs City-Center bedeuten. Nächste Woche tut sich was.

Vielleicht.

 

Foto: Rempe

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Auf die Mütze

City-CenterEs gibt Tage, da fühlt man sich, nun ja, irgendwie kopflos. Das Mützen-Model im City Center mag dagegen etwas körperlos erscheinen. Die Gute hat aber immer noch Gelegenheit, sich den Kopf  zu zerbrechen. Vielleicht darüber, ob der 30. Geburtstag, den Fürths erstes Einkaufszentrum in diesem Jahr feiern kann, ein Freudentag wird.

Foto: Hans-Joachim Winckler

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Süßer die Engel nie klingen

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Engel im Anflug auf Fürth. Mag auch die Zukunft des City Centers nach wie vor im Dunkeln liegen – die Deko jedenfalls lässt sich nicht hängen. Auf güldenen Trompeten blasen die Putten und schimmernde Weihnachtskugeln spiegeln jeden Besucher.

Auf dem nahen Weihnachtsmarkt hat Lena Boog als Fürther Christkind dazu aufgefordert, im Advent Zeit für Besinnlichkeit einzuplanen. Wie dieser Bitte nachgekommen wird, haben Passanten den FN verraten: „Strategien für die Suche nach Besinnlichkeit“

Foto: Hans-Joachim Winckler

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Romantische Nacktmulle

Kinosessel haben etwas von Nacktmullen. Sie scheuen das Tageslicht. Verständlich also, dass dieses ausrangierte Gestühl, das beim Abriss des City-Kinos jäh auf der Rudolf-Breitscheid-Straße strandete, einen leicht derangierten Eindruck hinterlässt. Zartbesaitete denken in diesem Moment vielleicht daran, was die grünsamtenen Sitzgelegenheiten so alles mitbekommen haben.

Titanic? Jurassic Park? Scary Movie? Eines ist sicher: Hier hat sich die Taktik bezahlt gemacht, einfach mal auszusitzen, was da auch kommen mag.

Jetzt steht das Schweigen der Kinosessel auf dem Programm. Bis zur Eröffnung von Fürths neuem cineastischem Blickpunkt ist für Wehmütige die Vergangenheit aber nur einen Klick entfernt. In geschmackvollem Apricot mit schwarzen Akzenten erfreut noch immer die City-Kino-Website den Surfer. Auf www.citykinofuerth.de ist alles so wie einst im Mai.

Wir persönlich empfehlen das dort angebotene „zu-zweit-allein“-Special. Das verspricht das Vergnügen einer ganz privaten Filmvorführung.

Passendes Gestühl ließe sich besorgen.

Heißer Job

Lieber Mister Bing Crosby, ahnten Sie eigentlich, was Sie uns angetan haben? Ihre Träumerei von der weißen Weihnacht hätten Sie sich ehrlich besser geschenkt. Also nichts gegen dieses Lied. Netter Song. Doch wirklich. Bloß diese dusselige Schneeseligkeit nervt. Dabei wäre doch auch so was wie „Ich träum’ von deinem weißen Plüsch-Bikini“ wunderbar gewesen.

Das, lieber Bing, würde sich nett singen lassen in diesen globalerwärmten Zeiten. Wir haben schließlich gerade die heißeste Weihnacht seit Beginn der Wetteraufzeichnung hinter uns gebracht. Da glühten nicht nur die Herzen im Schein der Kerzen am Lichterbaum.

Kühl-Anhänger kamen diesmal wahrlich nicht auf ihre Kosten. Einer ist allerdings noch schlechter dran: Das Grinsen ist ihm längst wie angefroren ins blasse Gesicht gepappt. Aber was soll man denn auch von einem erwarten, der diesen Job machen muss?

Schneemann. Also bitte. Er ist Schneemann im City-Center von Fürth. Dass der arme Kerl das Gefühl hat, ihm schwimmen die Felle weg, kann man ja wohl nachvollziehen.

Halt durch, alter Junge. Es kann nur besser werden.

Vergesst mir die Südstadt nicht

Unser türkisch-indischer Gemüsehändler hat seinen Laden dicht gemacht. Kurz danach war der Laden für gebrauchte Elektrogeräte verschwunden. Die Bank? Längst am Kohlenhof in ein feudales Domizil gezogen. Die Bäckereifiliale neben Post und Schreibwarenladen? Weg. Der Portugiese, an dem ich jeden Tag vorbeiradle ist auch nicht mehr da. Und der Blumenladen hat sich an einem anderen Standort deutlich verkleinert. Weiter lesen

Free Elsbeth

Elsbeth war ein Zwergflusspferd. Oder, wie wir es auch gerne nennen, ein Hexaprotodon liberiensis. Natürlich wissen wir nicht, ob ein Zwergflusspferd davon träumt, ein Groß-Flusspferd zu sein. Möglich wäre es natürlich. Allein schon, weil die Kollegen sich Hippopotamidae nennen dürfen, was einfach gut klingt. Was wir wissen ist, dass Elsbeth in Fürth einst die Nase von dem Zirkus, in dem sie als Star gehandelt wurde, voll hatte und ausbüxte. Das zeugt zum einen davon, dass Elsbeth ein kluges Tier war und wenigstens einmal so leben wollte, wie es für sie irgendwo vorgesehen war. An einem netten Gewässer nämlich, mit angenehmen Badeplätzen, damit die Haut schön elastisch bleibt – Flusspferde schätzen so etwas. Stattdessen wurde Elsbeth eingefangen und fortan wieder in einer Manege begafft. In Fürth erinnert die Plastik von Gudrun Kunstmann an das tapfere Zwergflusspferd.

Warum das hier erzählt wird? Nein, es geht diesmal nicht ums City-Center, in dem Bronze-Elsbeth an einem Brunnen verweilt. Interessant erscheint vielmehr die Frage, warum um alles in der Welt die Gute im Moment ausschaut wie ein Fürther, der gerade erfahren hat, dass er gezwungen wird, beim Kölner Karneval mitzufeiern.

Können wir uns darauf einigen, Elsbeth aus diesen bunten Dings, diesen Girlanden, zu winden? Ja? Bitte! Free Elsbeth!

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