Sag‘ zum Abschied leise „Wow“

Großer Bahnhof für Rudolf Maison. Der Bildhauer, der den Fürther Centaurenbrunnen schuf, steht derzeit im Historischen Museum seiner Heimatstadt Regensburg  im Zentrum einer großen Ausstellung. Seine Skulptur vor dem Fürther Hauptbahnhof ist ein Doppel-Denkmal und würdigt neben der ersten deutschen Eisenbahn auch die Einrichtung einer zentralen Wasserversorgung in der Kleeblattstadt. In Regensburg ist das monumentale Werk nicht nur auf dem Plakat zur aktuellen Schau, sondern auch auf dem Titel des Katalogs zu bewundern.

Seit 1890 wird in Fürth jeder, der mit dem Zug anreist und aus der Bahnhofshalle tritt, von der Vorderseite des kraftstrotzenden Fabelwesens aus Mann und Pferd begrüßt.

Aber hatte man bei der Aufstellung überhaupt eine Wahl? Die Kehrseite? Ernsthaft jetzt? Nein.

Die beeindruckende Rückenpartie darf bewundern, wer sich auf den Weg zum Bahnhof macht, um Fürth auf dem Schienenweg zu verlassen. Da denken wir uns einfach mal gar nichts dabei und sagen nur zum Abschied leise „Wow“.

Foto: res

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Zwillinge im Dreieck der Schwand

150123_hjw_markt3Ein bisschen Grün tut gut in diesen Tagen. Punkten kann dieser Grünkohl zudem mit seinen inneren Werten. Sein Vitamin-C-Gehalt ist so hoch, dass Apfelsinen nicht mithalten können. Nicht ganz auf der Höhe ist wohl auch der Schreiber, der auf einer Internet-Seite, die Studenten-Jobs vermittelt, Fürth mit jenen Zeilen anpreist:

„Das am Rande des Odenwalds gelegene Fürth bildet mit Nürnberg eine Zwillingsstadt und mit Erlangen ein Städtedreieck. Dort befinden sich gleich mehrere Hochschulen. Prominentes Beispiel ist die Universität Erlangen-Nürnberg, dank der Arbeitgeber hier qualifiziertes studentisches Personal, z.B. aus Schwand, Ronhof oder Dambach, finden können.“

Darauf einen Teller Grünkohl.

 

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Höchste Eisenbahn für den Weihnachtsmann

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Es gehört zu den Geheimnissen von Weihnachten, dass es immer so plötzlich kommt. Gut, es gab Anzeichen. Das muntere Treiben auf der Fürther Freiheit, zum Beispiel. Dieser kolossale Lichterbaum am Centaurenbrunnen. Die kurzweilige Budenpracht am Waagplatz. Die opulente Deko im City Center.

Trotzdem.

Vom Überraschungseffekt kann auch die freundliche Frau in der Post am Bahnhofsplatz ein besinnliches Lied singen. Kunde für Kunde tritt an ihren Schalter. Brief, Päckchen und Paket werden vor ihr abgelegt und jeder hat nur eine einzige Frage: „Kommt das noch vor Weihnachten an?“ Zuvorkommend errechnet die Frau Wahrscheinlichkeiten, riskiert Prognosen. Kurz vor Feierabend hat sie dann selbst eine Frage: „Kann nicht mal Anfang Dezember in der Zeitung stehen, dass die Feiertage wieder am 24. Dezember beginnen?“

 

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