Das wird ein sauberes Wochenende

Manche posten Impressionen aus der Südsee. Sauber, aber hier wird der Beweise erbracht, dass man auch in der Südstadt wunderbar abhängen kann. Der Wetterbericht verspricht fürs Wochenende wolkenloses Blau und Temperaturen wie auf den Fidschi-Inseln. Da wischen wir dem Fernweh doch einfach eins aus und verputzen noch ein Kaltgetränk. . .

Foto: Hans-Joachim Winckler

Standhafte Socken

Hartnäckig hält sich das Gerücht, Martin Luther habe seine 95 Thesen eigenhändig an ein Portal der Schlosskirche zu Wittenberg genagelt. Historiker bezweifeln das heute. Sicher ist, dass Markus Braun, Bürgermeister und Referent für Schule, Bildung und Sport in Fürth, Standhaftes von Luther am Fuß trägt. An seinen Knöcheln ist zu lesen: „Hier stehe ich. Ich kann nicht anders.“

Was soll man da sagen? Wie wär’s mit: „Ich bin von den Socken.“

Foto: Hans-Joachim Winckler

 

Schaf auf Panorama

Das Oster-Wetter soll sich ja in Sachen Sonne bedeckt halten, die Stammgäste auf Fürths Panorama-Blick-Weide würden deshalb wahrscheinlich Wolliges empfehlen. Das ist so oder so Ansichtssache. Sicher ist, dass die freie Zeit eine wunderbare Gelegenheit bietet, einfach mal auszuspannen. Oder auf die Suche zu gehen. Es müssen ja nicht unbedingt Eier sein. Mancher würde sich auch über ein T freuen.

Fotos: -res-

Mit schicken Streifen ins Wochenende

Plüsch oder Borste? Das ist eigentlich keine Frage, denn an diesem ersten Frühlings-Wochenende locken in Fürth beide Versionen. Frischling A in der kuscheligen Ausführung wartet im Schaufenster eines Bekleidungs-Fachgeschäfts in der Fußgängerzone auch am – Achtung: verkaufsoffenen – Sonntag auf gut gelaunte Besucher. Kollege Frischling B ist seit kurzem im Stadtwald im Wildschweingehege zuhause, erkundet putzmunter die Welt und trägt dabei sein Fell im aktuellen Streifenlook. Sehr schick, oder?

Fotos: Hans-Joachim Winckler

Jugend forscht

Das ist der hochkonzentrierte Blick einer jungen Forscherin: Sarina, die im Juni ihren zweiten Geburtstag feiert, hat in der Neuen Mitte den Probierlöffel in die Hand genommen, um das erste Eis in diesem Frühling zu testen. Das Urteil der jungen Expertin: Schmeckt ganz klar nach mehr.

Foto: Hans-Joachim Winckler

Hasen-Parade macht auf schön Wetter

Ein Hase macht noch keinen Frühling. Ein altes Sprichwort sagt das, vermuten wir zumindest. In einem Schaufenster in der Fürther Innenstadt hockt diese Langohr-Delegation und lässt Hoffnung aufkeimen: Wer mitzählt, kann nämlich immerhin acht Mümmelmänner im Bild ausmachen. Da fällt uns prompt eine relativ unbekannte Spruchweisheit aus Poppenreuth ein: Viele Hasen sind des Winters Ende.

Klingt doch gut, oder?

Foto: Hans-Joachim Winckler

Ein Königreich im Vorgarten

Fasching ist und wer mag, kostümiert sich jetzt als Prinzessin, Cowboy oder Donald Trump. Irgendwas Verrücktes halt. Selbst Märchenkönige wurden in diesen närrischen Tagen schon gesichtet, neu und wegweisend ist allerdings, was in Stadeln zu entdecken ist: Hier hat sich ein Vorgarten als Traumschloss herausgeputzt.

Perfekter will nicht einmal Neuschwanstein erscheinen, das ein anderer großer Bauherr im fernen Füssen errichten ließ. Wir sagen stolz: Auch die Fürther Version ist einfach märchenhaft.

Foto: Hans-Joachim Winckler

Ein sauberes Kunststück

Es ist an der Zeit, über eine viel zu wenig beachtete Kunst zu sprechen. Korrekt, es geht um die Wäscheständerhängung. Freunde der sogenannten „Petersburger Hängung“ – andere sprechen von geordnetem Chaos – werden jetzt vielleicht leise seufzen. Wir dagegen sehen auf diesem zufällig in der Südstadt entdeckten Exemplar die Schönheit von Farbfeldern, wie sie ein Piet Mondrian ersonnen haben könnte.

Kompliment: Das ist sauber gemacht.

Foto: Hans-Joachim Winckler

Sag‘ zum Abschied leise „Wow“

Großer Bahnhof für Rudolf Maison. Der Bildhauer, der den Fürther Centaurenbrunnen schuf, steht derzeit im Historischen Museum seiner Heimatstadt Regensburg  im Zentrum einer großen Ausstellung. Seine Skulptur vor dem Fürther Hauptbahnhof ist ein Doppel-Denkmal und würdigt neben der ersten deutschen Eisenbahn auch die Einrichtung einer zentralen Wasserversorgung in der Kleeblattstadt. In Regensburg ist das monumentale Werk nicht nur auf dem Plakat zur aktuellen Schau, sondern auch auf dem Titel des Katalogs zu bewundern.

Seit 1890 wird in Fürth jeder, der mit dem Zug anreist und aus der Bahnhofshalle tritt, von der Vorderseite des kraftstrotzenden Fabelwesens aus Mann und Pferd begrüßt.

Aber hatte man bei der Aufstellung überhaupt eine Wahl? Die Kehrseite? Ernsthaft jetzt? Nein.

Die beeindruckende Rückenpartie darf bewundern, wer sich auf den Weg zum Bahnhof macht, um Fürth auf dem Schienenweg zu verlassen. Da denken wir uns einfach mal gar nichts dabei und sagen nur zum Abschied leise „Wow“.

Foto: res

Kein Anschluss unter diesem Hashtag

Schneebotschaften sind eine feine Sache. Jeder kann sie sehen und dann verschwinden sie. Für immer. Ungespeichert.

Allerdings bleibt die Nachricht, die die Haube eines Wagens in Unterfarrnbach zierte, rätselhaft. Unter #LahmeLaube findet sich in den Weiten des Internets nämlich exakt – nichts.

Ganz anders sieht die Sache freilich aus, gibt man #LahmeEnte ein. Da überschlagen sich die Meldungen. Das lässt mehre Schlüsse zu. Der Schreiber im Schnee mag Enten, kann aber Alburnus Alburnus, einen karpfenartigen Fisch, der gemeinhin auch Laube genannt wird, nicht leiden. Oder: Er kennt vielleicht das Auto und weiß, was sich möglicherweise unter dem Weiß verbirgt. Rost, zum Beispiel. Hätte er aber #LahmeRostlaube geschrieben, wäre leider der schöne Stabreim futsch gewesen.

Der Schneetexter muss ein Schöngeist sein.

Foto: Wolfgang Händel