Ganz schön smart

ObermichelbachDas, liebe Kinder, ist ein Telefon. Ihr müsst euch das vorstellen wie eine Art Handy, bloß etwas unhandlicher. Vor allem, weil es immer am gleichen Fleck bleibt. Früher gab es viele solcher Geräte. Vor langer Zeit hat man sogar drei Wände, eine Tür und ein Dach dazu gebaut, das Ding postgelb angestrichen und liebevoll Telefonhäuschen genannt. Bei so einem Regen-Schnee-Frühlings-Wetter war das ganz schön praktisch. Irgendwann in den 90ern wurden die Häuschen grau und mit einem Hauch von Dunkelrosa. Plötzlich sahen sie aus, als hätten sie schon viel zu viel mitangehört und deshalb einen roten Kopf bekommen. Die neue Farbe hieß offiziell Magenta und läutete den Abschied der praktischen Zellen ein.

Und heute? Da wirkt so eine Telefonsäule, wie die hier in Obermichelbach, fast ein bisschen verloren. Nur wer ganz nah daran vorbei geht, hört ein leises Singen: „Kein Schwein ruft hier an. . .“

Foto: Hans-Joachim Winckler

Hier kriegt jede Möhre die Kurve

Buon giorno ItaliaLiebling, du hast den Dreh raus. Ein Kompliment, das in Zukunft möglicherweise öfter in Fürther Küchen für Begeisterung sorgt. Wie Möhre, Zucchini und Co so ausnehmend schick in Form kommen, wissen die Gemüsespiralspezialisten von „Buongiorno Italia“. Noch bis zum Wochenende bieten die Händler italienische Spezialitäten auf der ehemaligen Bustrasse zwischen Freiheit und Adenaueranlage an.

Freilich könnte man als zeitoptimierter teutonischer Sparschäler fragen, warum gesundes Grünfutter überhaupt so kunstvoll angerichtet werden soll? Eine kurze Umfrage in Fürther Kinderkreisen gibt die Antwort: „Weil es dann nicht mehr so gemüsig aussieht.“

Na dann, legt euch in die Kurve, ihr Möhren.

Fotos: Hans-Joachim Winckler

Buon giorno Italia

Lesestoff direkt vom Erzeuger

AntikladenRichtig, der Lesefrühling ist da. Bis 29. April entern die Priamos die Klassenzimmer, Gespenst Gregor von Gutenbrink gruselt herum und die Karottenbande lehrt alle Möhren, was Sache ist. Anders gesagt: In den Schulen wird im Unterricht wieder geschmökert. Die tollen Geschichten kommen auch bei der elften Auflage des erfolgreichen Fürther Leseförderprojekts direkt von den Erzeugern: elf Autoren schlagen für die Schüler ihre Bücher auf und lesen vor.

Das ist doch mal ein Stundenplan, der einfach Spaß macht.

Foto: Hans-Joachim Winckler

Nur Superman ist hier von Pappe

MiniFunSie sind Superhelden – und kommen doch selten bis gar nicht zum Familientreffen zusammen. Aber es gibt einen Ort in diesem, unserem Universum, wo Deadpool, Hulk, Captain America und Clone Trooper friedlich beieinander stehen: In der Gustavstraße natürlich. Wo sonst, bitte?

Angezogen wurden die beeindruckenden Typen vom 20. Jubiläum des MiniFun Comicladens. Ein Umfeld, das ganz klar als natürlicher Lebensraum für Wesen dieses Schlags betrachtet werden darf. Fragt sich freilich, worüber plaudern Haudegen unter Luftballons? Wird etwa Superman, der echt nur von Pappe ist, mal so richtig durch den Kakao gezogen?

Oder warten die Draufgänger am Ende gar auf Wonder Woman? Die hat ihren leuchtend roten Einkaufsrolli augenscheinlich vor dem Schaufenster geparkt, ist vor dem Shoppen aber wohl noch mal kurz die Welt retten.

Bleibt tapfer, Jungs.

Foto: Hans-Joachim Winckler

 

Frühlingsgefühle im Recyclinghof

IMG_3702Ach ja, die Liebe im Frühling. Muss nicht jedem beim Anblick dieses zarten Stilllebens das Herz aufgehen?

Eher nicht so, sagen Sie? Merkwürdig.

Ist es denn nicht unfassbar romantisch, dass irgendjemand dieses Relikt der Nullerjahre vor den Containern des Recyclinghofs in Atzenhof gerettet hat? Geradezu liebevoll wurde das Plakat, das einst der, sorry, letzte Schrei war, dort drapiert, wo Deko üblicherweise eine untergeordnete Rolle spielt.

Frühling halt.

Foto: Rempe