Haarige Sache

Achtung FrisörWer aufgepasst hat, als die Verkehrszeichen dran kamen, der weiß sicher noch: Dreiecke mit rotem Rand weisen auf Gefahren hin. Das bringt uns zum Grübeln. Denn was will uns dieses ansprechend gestaltete Signal in der Fürther Friedrichstraße sagen?

Mit vermehrtem Haarflug ist zu rechnen? Achtung Punker, die Irokesenbürste wird gestutzt? Wir wissen es nicht, bleiben aber dran. . .

Foto: Hans-Joachim Winckler

Neues am laufenden Band

SimbaEs ist mal wieder kurz vor Spielwarenmesse. Bevor ab Mittwoch in Nürnberg die Puppen tanzen und die Teddys steppen, gab es in Fürth bei Simba Toys eine Präsentation der Neuheiten. Was hier, nun ja, wie am Schnürchen läuft, wird sich in der Nachbarstadt dem Fachpublikum vorstellen – wobei man über die Kennerschaft dieses Kreises wunderbar streiten könnte. Kinder dürfen die Messehallen nämlich nicht besuchen. Eine Regelung, die sicher pädagogisch als äußerst wertvoll gelten darf. Aber schade ist es irgendwie schon. Da ist das Schlaraffenland einmal so nah. . .

Foto: Hans-Joachim Winckler

Wer sieht die einsame Elsbeth?

160119_hjw_citycenter07Steht ein Zwergflusspferd allein am blauen Teich und wartet. . . klingt wie ein Witz, ist aber keiner. Elsbeth, so heißt das anmutige Bronzetier, ist einsam. Ein Gefühl, das sie mit dem City Center teilen mag. Wie es ist, verlassen zu sein, wissen wohl beide. Aber, so lehrt es das Lexikon, Zwergflusspferde sind passionierte Einzelgänger.

Was zwei Schlüsse zulässt. Erstens fühlt sich Elsbeth also möglicherweise sauwohl so ganz auf sich gestellt. Und zweitens? Täte dem City Center ein anderes Wappentier gut.

Foto: Hans-Joachim Winckler

Hauptsache von Pappe

andersherum denkenKleiner Test: Wohin gehören ausgediente Pappkartons? Korrekt, blaue Tonne ist eine gute Antwort. Aber: Bis 23. Januar gibt es in Fürth eine Alternative. Vor dem Stadttheater und am Drei-Herren-Brunnen in der Fußgängerzone wurden diese schmucken Kästen aufgestellt, die in diesen Tagen alles schlucken, was zuvor als Verpackungsschachtel für Nudeln, Waschmittel, Creme und Co. diente. Vorausgesetzt, das Ding ist von Pappe.

Dahinter steckt eine groß angelegte Aktion, an der sich in Fürth zum Beispiel Stadttheater und kunst galerie beteiligen. Unter dem Titel „Anders herum denken“ sollen im Großraum altgediente Ideen gegen den Strich gebürstet werden. Zahlreiche Impulse, Vorträge oder Aufführungen dienen dabei als Inspiration.

Was das mit den gesammelten Pappschachteln zu tun hat? Eine ganze Menge. Die Macher von „Anders herum denken“ wollen aus dem eingeworfenen Verpackungsmüll „Gesellschaftskunst“ machen. Wie das aussieht, kann ab 16. Januar in der kunst galerie fürth erforscht werden. Wer mag, darf sich dann sogar ein Ausstellungsstück einpacken. Der Preis dafür? Eine Idee oder ein Gedanke. Am liebsten frisch und unverbraucht.

Foto: Hans-Joachim Winckler

 

Küssen verboten

Prinz und PrinzessinWer hat eigentlich das Märchen in die Welt gesetzt, dass Frösche dank Küssen zu Prinzen werden können? Die Brüder Grimm waren es nicht. Bei denen wird die Prinzessin handgreiflich – und wirft die verwünschte Amphibie mit aller Kraft gegen die nächste Wand. Mit Erfolg übrigens.

Die Technik verbietet sich bei den gekrönten Häupter hier, die im Sozialkaufhaus in der Schickedanzstraße auf den nächsten fabelhaften Einsatz warten. Stichwort: akute Bruchgefahr. Leider scheinen sich die beiden Teichbewohner nicht recht grün zu sein.

Wetten, dass sie denkt: „Sei kein Frosch.“

Während ihm auf die Stirn geschrieben steht: „Ich mach‘ die Fliege.“

Märchenhaft ist anders.

 

Foto: Hans-Joachim Winckler