Ein glänzender Start

Weihnachtsmarkt FürthPsst. Leise. Nicht stören. Sind die Kleinen im Kinderzimmer und lauschen nicht? Gut. Wir verraten jetzt nämlich, was Fürths zauberhaftes Christkind Lena Boog gegen das Lampenfieber macht: Ein Hauch von Lip Gloss sorgt für eine ruhige Hand, wenn wenige Minuten vor dem Prolog das Lampenfieber steigt.

Lena Boog hat ihre zweite Amtszeit perfekt begonnen und alle begeistert, die auf der Fürther Freiheit dabei waren. Wir fragen uns jetzt bloß, ob hier nicht ganz zufällig enthüllt wurde, warum wir Jahr für Jahr so sehnsüchtig aufs Christkind warten. . .

Foto: Edgar Pfrogner

Gigantisches Schmachten

MathildenstraßeSuchbild für Fürth-Kenner: Wo hält unser aufmerksamer Freund hier Wache? Ach, das sei zu einfach, meinen Sie. Diese Ensemble in der Mathildenstraße sei schließlich unverkennbar? Gut. Das hätte man ahnen können. Aber wissen Sie auch, wovon Fluffy träumt?

Wir haben zumindest eine Vermutung und weisen einfach mal auf die „Giant Skyline Tanne“ hin,  die auf dem Fürther Bahnhofsplatz die Gemüter weihnachtlich erleuchtet. 13 Meter hoch ist das elegante Plastik-Nadelgehölz.

Viel Stoff zum Schmachten.

Foto: Hans-Joachim Winckler

Drachen über Poppenreuth

GustavstraßeEs ist ja nicht so, dass wir den November lieben. Aber das Wetter sollte sich doch bitte nach dem Kalender richten. Die Deko einer Kneipe, die FN-Fotograf Hans-Joachim Winckler in der Gustavstraße entdeckte, fügt entschlossen zusammen, was nicht zusammengehört. Aloha-Sonnenschein-Gefühle und der Weihnachtsmann gehen auch hier nur zwangsläufig eine Beziehung ein. Still und leise, versteht sich.

In Poppenreuth macht man wenigstens aus der steifen Brise, die sich in die beunruhigende Wettermelange einmischt, das Beste. Gut, wenn man wie Jakob und Simon aus Kinderzeiten noch einen Drachen im Keller hat. Und, ja, er fliegt. Richtig gut sogar. Wenigstens das fühlt sich jetzt wie Herbst aus dem Bilderbuch an.

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Da entpuppt sich was

 Was steckt drin? Eine Frage, die sich hier mit einem energischen Dreh lösen lässt. Die Innereien der Matrjoschka mit dem roten Kopftuch sind jedenfalls ziemlich üppig. Im Schaufenster des russischen Spezialitäten-Ladens in Fürth herrsche damit mehr Gedränge, als die meiste Zeit im unweit gelegenen Hornschuch-Center – behaupten manche.

Bloß schade, dass sich Angela Merkel und Wladimir Putin noch nicht entfaltet haben. Oder sollte Gerhard Schröder, der lupenrein rechts von der Bundeskanzlerin zu erkennen ist, gar zum Innenleben der Bundes-Matrjoschka gehören?

Wir bleiben am Ball. In Fürth, der Stadt der Entpuppungen.

Foto: Hans-Joachim Winckler

 

Tragen vier Männer eine Orgel durch die Nacht . . .

Orgel Transport zur abendlichen StundeMusik beflügelt, heißt es. Ob die vier Männer auch so denken, wissen wir nicht. In der Dunkelheit wuchten sie eine Hammond-Orgel über den Löwenplatz. Woher? Wohin? „Von einem Keller in den anderen“, erklärt einer.

Das erklärt natürlich alles. Mag sein, dass Karl Valentin jetzt wieder sein unsterbliches Bonmot von der Kunst, die viel Arbeit macht, anbringen würde. Wir sagen: Musik erscheint manchmal schwer, klingt in Fürth aber gut.

Auch im Keller.

Foto: Hans-Joachim Winckler

 

 

 

Das Wesentliche ist lecker

P1040161Wie süß ist das denn? Für das KULT Kinder-und-Jugendtheater-Ensemble des Stadttheaters Fürth gingen die Proben für die nächste Produktion lecker los. Auf dem Spielplan steht natürlich nicht „Das Messer“ nach Francis Durbridge, sondern Antoine de Saint-Exupérys „Kleiner Prinz“. Die zauberhafte Geschichte für Kinder ab sechs Jahren und für Erwachsene bis unendlich hat am 12. Dezember im Stadttheater Premiere.

Neben der selbst gebackenen Torte freut sich übrigens Prinzen-Darsteller Tristan Fabian auf den ersten Bissen. Wer kosten durfte, weiß jetzt: „Das Wesentliche ist für den Magen wunderbar.“

Foto: Stadttheater

Heimeliges Basteln gegen das Grau

151026_hjw_herbstsonne05 So mancher möchte sich ja spätestens im November verstecken, um erst mit dem Frühling wieder aufzutauchen. An Tagen wie diesen gibt es dafür aber eigentlich gar keinen Grund. Sonne, pralle Farben – da will man den Herbst am liebsten umarmen.

Und wenn es doch irgendwann so richtig fies wird?

Wie wäre es mit Basteln, um die Stimmung aufzuhellen? Glücklicherweise gibt es auf dem umtriebigen Selbermacher-Markt etwas Neues. Die Fachpresse rät: „Gießen Sie Ihre Weihnachtsträume in Beton.“ Denn, so lesen wir, das „Thema Beton bleibt voll im Trend – jetzt wird auch für Weihnachten fleißig betoniert“.

Eine Nachricht, die vollkommen ernst gemeint ist und wirklich jedem den Herbst-Blues austreiben sollte. Bis zum Frühling, so viel ist sicher, dreht sich bei uns jetzt der Betonmischer.

Denn was kann das Grau der dunklen Jahreszeit besser vertreiben, als eine derart gewichtige Deko im Heim?

Foto: Hans-Joachim Winckler