Kunst im öffentlichen Raum

 Ist das Kunst? Oder kann das bestiegen werden? Sollte man mal mit Reinhold Messner diskutieren.

In der Fürther Hornschuchpromenade ist die Frage freilich müßig. Klettern auf Kunst ist verboten. Wo kämen wir denn da auch hin?

Wenn nun trotzdem beim Betrachter eine gewisse Unsicherheit oder ein Bedürfnis nach handfesten Argumenten für etwaige Diskussionen besteht („Die Installation lässt ein tiefes Verständnis für die allgegenwärtige Situation im Hornschuch-Universum erahnen und berührt mit tief empfundenem Gespür für die Gegenwart der gezähmten Natur im urbanen Raum . . .“), dann ist das nur allzu verständlich. Erwähnt werden müsste deshalb vielleicht, dass die Kunstwerke bereits abgebaut wurden.

Ein Problem, das aber mühelos umschifft wird, sobald wir das Schild als solches zum Kunstwerk erklären.

Was hiermit geschieht.

Foto: Hans-Joachim Winckler

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1 Kommentar in “Kunst im öffentlichen Raum

  1. Wieso denn nun eigentlich nicht? Überall in den Museen ist man dabei so etwas „erlebbar“ zu machen und das heißt eben auch anfassen, berühren und mal was damit zu machen (je nach Gegenstand). Und hier, wo es sich evtl. sogar anbietet darf man es nicht? Drauf herum kletten heißt doch nicht kaputt machen. Weiterhin könnte ich mir vorstellen, das dies dem Künstler vielleicht sogar recht ist, denn dann wird seine Kunst „erlebbar“.

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