Abgehoben in Poppenreuth

hubschrauber 28.08.2015

„Ähm, Sie haben da was auf dem Dach. . .“

Stimmt. Das gehört aber so. In Sachen Gestaltung geht man in Fürth halt gerne neue Wege. Schlafwandler aus Ton oder Wetterhähne sind freilich gut und schön. So ein Hubschrauber darf dagegen als Avantgarde gelten, zumal man von einer  ansprechenden Farbharmonie zwischen Heli und Umgebung sprechen kann.

Ein großer Barde hat ja schon vor Jahren die grenzenlose Freiheit über den Wolken besungen. Hier hat endlich mal einer an all die gedacht, die am Boden bleiben müssen.

Foto: Sabine Rempe

 

 

 

 

 

Komfort für die Katz‘

 Komfort, sagt der Duden, ist „auf technisch ausgereiften Einrichtungen beruhende Bequemlichkeit“. In Katzenkreisen lobt man in diesem Sinne die klassischen Biomülltüten, die vor ihrem Einsatz in der grünen Tonne von fleißigen Mitarbeitern im Auftrag der städtischen Abfallwirtschaft regelmäßig an die Haushalte verteilt werden. Ein untadeliger Service.

Unstimmigkeiten drohen dennoch. Warum, argumentiert die fellige Tüten-Nutzerin, können die Dinger nicht exakt so liegen bleiben? Die Ausrichtung in Sachen Schatten darf perfekt genannt werden und die Menschen geben sich wirklich Mühe, beim Öffnen und Schließen der Haustür nicht zu stören. Läuft also. Trotzdem ist diese komfortable Liegestatt von einem ahnungslosen Hausbewohner soeben in den Keller transportiert worden. Was das ist? Eine Katzen-Service-Wüste in Poppenreuth.

Foto: Sabine Rempe

 

Heiter, sonnig und faul

TeddybärWochenende. Ferienzeit. Feierabend. Gründe genug, einfach mal abzuhängen. Wer nicht wie dieser Bär in der Hirschenstraße ein bequemes Fensterbrett zur Verfügung hat, muss sich allerdings erst noch mal anstrengen, weil Entscheidungen anstehen. Die Frage ist doch: Pflegt man den Müßiggang am besten im Stadtpark? Im Südstadtpark? Im Freibad?

Verlockend wie das Wetter – die Prognose spricht von heiter und sonnig – ist die Aussicht, einfach mal in Ruhe zu schmökern. Wir empfehlen einen Klassiker. Wie wär’s mit „Das Recht auf Faulheit“ von Paul Lafargue? Weshalb sich der Mann überhaupt die Mühe machte, seine Gedanken aufzuschreiben? Lafargues Schwiegervater hieß Karl Marx. Alles klar?

Foto: Hans-Joachim Winckler

 

Gut beschirmt in Fürth

RegenschirmEin Satz, der die Worte Regenschirm und Sommer vereint, kann eigentlich kein gutes Ende haben. Hat er aber doch. Das Nass, das jetzt endlich mal wieder vom Himmel kam, war wirklich überfällig. Nicht nur Gärtner und Landwirte wissen das. Auch die beiden Damen, die in der Hallstraße gut beschirmt unterwegs sind, lassen sich vom Nieselregen augenscheinlich nicht die Laune vermiesen – liegt vielleicht auch daran, dass eine der beiden das perfekte Schirmmotiv für einen Fürth-Bummel gewählt hat.

Foto: Hans-Joachim Winckler