Ohren in Fahrtrichtung und ab in die Ferien

150725_hjw_maxstrasse15_35Exakt 1.010.000 Ergebnisse hat die Suchmaschine meines Vertrauens gerade zum Stichwort „Koffer packen“ ausgespuckt. Also gut. Ich soll die Hosen rollen und die Schuhe mit Unterwäsche ausstopfen. Werde ich drüber nachdenken. Nächste Checkliste. Pass, Reiseunterlagen, Sonnencreme. Geht klar. Aber warum um alles in der Welt steht da, ich soll ein HDMI-Kabel mitnehmen?

Entschieden anregender ist dagegen die Gelassenheit, mit der ganz offensichtlich eine Katzentour in der Fürther Maxstraße startet. Kissen in den Korb. Ohren angelegt. Und los geht’s.

Na, dann mal schöne Ferien!

Foto: Hans-Joachim Winckler

Mit Charme und Stimme

Agathe LabusWie hieß noch diese legendäre Serie aus den 60ern? Mit Schirm, Charme und – ach ja, richtig, Gummistiefeln. Was das hier wird? Klarer Fall. Ein Bild von guter Laune. Das ansteckende Strahlen kommt von Agathe Labus. Die junge Sängerin lässt in der Region regelmäßig von sich hören. Sie schreibt eigene Songs und dabei – so loben Zuhörer und Kritiker – gelingt ihr der Spagat „zwischen Leichtigkeit und Schwere“. Die Fotos, für die sie hier gerade in Fürth vor der Kamera steht, sollen bald auf ihrer neuen Homepage zu sehen sein. Also: Hingucken. Und zuhören.

Foto: Hans-Joachim Winckler

Lieb, lieber, Fürth

BriefkastenKeine Ahnung, was passiert, wenn hier einer Rechnungen einwirft. Oder gar eine Mahnung. Wir schätzen mal – nichts. Dennoch gibt die ultimative Anweisung, die den Briefkasten an der Ecke Friedrichstraße/ Rudolf-Breitscheid-Straße ziert, Grund zur Hoffnung: Ist der Klappentexter frisch verliebt? Vergessen scheint jedenfalls, was den Briefeinwerfer unter dem Hauptbahnhof erwartet.

Was zählt, wird ohnehin klar, fällt der Blick aufs Weiß-Grüne.

Lieb. Lieber. Fürth. So sieht’s aus.

Foto: Hans-Joachim Winckler

Gut zu Fuß

Kindergesundheitstag ICH.MACH.MIT.Es ist Sommer. Die Temperaturen? Sind heiß. Die Ferien? Schon in greifbarer Nähe. Also was fehlt? Logisch, ein Tier, das Sachen macht.

Bislang ist ja noch kein würdiger Nachfolger von Problembär Bruno, Kaiman Sammy, Kuh Yvonne oder Alligator-Schildkröte Lotti aufgetaucht. Wir hätten da jetzt was Passendes: Es ist grün, vierfüßig, rundäugig und strahlt sanftmütige Belastbarkeit aus. Aufgespürt wurden diese Exemplare der freundlichen Wackel-Schildkröte (Testudo amicus) heute beim Kindergesundheitstag an der Mittelschule Soldnerstraße in Fürth. Unter dem Motto ICH.MACH.MIT ging es da unter anderem um Bewegung, die Spaß macht und gesunde Ernährung.

In einem Punkt unterscheiden sich die Wackel-Schildkröten von ihren Sommerlochkollegen – sie mögen es, wenn man ihnen aufs Dach steigt. Verlagert man sein Gewicht – bis zu 150 Kilo dürfen es sein –  dann noch vorsichtig von links nach rechts und wieder zurück, setzen sich die Helden mit dem dicken Panzer langsam in Bewegung.

Eine tragfähige Idee.

Foto: Hans-Joachim Winckler

Cool mit Albert

Eis

Das Leben ist heiß in Fürth. Zu heiß für meinen Geschmack. Wenn die Finger an der Tastatur pappen und Schweißtropfen die Sicht vernebeln, dann hilft nur noch – Einstein. Albert Einstein. Schließlich hat der behauptet, dass Vorstellungskraft wichtiger ist als Wissen.

Also schnell vergessen, dass das Thermometer gerade 34,9 Grad anzeigt. Stattdessen Augen schließen und leise murmeln: Dolomiti, Bum Bum, Nucki Nuss, Caretta, Capri, Flutschfinger, Split, Nogger, zwei Kugeln Vanille, Schokolade, Erdbeer, Zitrone. . . Ahhh.

Relativ cool, oder?

Das Gelb und die Liebe

 Lieber Beschreiber des Briefkastendeckels im Untergeschoss des Fürther Bahnhofs, so geht das nicht. Dieser gelbe Blechbehälter entstammt jenen fernen Tagen, als die Welt noch eine Spur langsamer war. Damals wie heute hob man die längliche Klappe und warf vertrauensvoll seine Briefe ins Innere.

Richtig, inzwischen reicht es oft völlig aus, Nachrichten aufs Smartphone zu tippen. Das kommt an. Briefkästen bleiben stehen. Deshalb notiert man nichts auf ihren Deckeln. Klar?

Und noch eines. Tastaturen machen es einem nicht leicht, ein ß zu tippen. Mit Filzstift geht das prima.

Liebe Grüße, ohne Scheiß

Foto: Hans-Joachim Winckler