Unter den Hut gebracht

Schaufenster DekoSchon klar. Weniger ist mehr. Aber manchmal dürfte es schon ein kleines Plus sein. Auf dem Thermometer, nur so zum Beispiel. Die Deko-Dame, die nun ein bisschen einsam das Schaufenster eines ehemaligen Bettengeschäfts in der Königstraße ziert, kann sich zwar keinen Schlitz ins Kleid machen wie einst Ingrid Steeger, dafür liegt sie in puncto Hüte ganz weit vorne.

Eine Zusatz-Chance gibt es übrigens für alle Musical-Fans, die bedauern, dass für die Erfolgs-Inszenierung „Fast normal – next to normal“ im Stadttheater der letzte Vorhang fällt: Pia Douwes kommt am 25. November mit einem Soloprogramm nach Fürth. Karten gibt es bereits jetzt im Vorverkauf.

Klarer Fall von mehr ist mehr.

Foto: Hans-Joachim Winckler

Butterbrot und Kaviar

SchnittlauchbrotWie heißt eigentlich das Gegenteil von „Finger weg!“? Ein knappes „Fass!“ klingt nach Hundeschule, selbst im einladenden „Greif zu!“ schwingt noch nicht die Begeisterung mit, die so etwas Feines verdient hat.

So ein Schnittlauchbrot vereint nicht nur Geschmack und Gesundheit, schließlich steckt in den grünen Ringeln richtig viel Vitamin C. Ganz nebenbei bekommt hier der Begriff „Fast Food“ eine neue Bedeutung – schneller als so ein Brot angerichtet ist, bestellen nicht mal langjährige Regenten des Weltfußballs Kaviar.

Für dieses Prachtexemplar eines Schnittlauchbrots, das am Fürther Stadtpark im Café Rodelbahn auf den Tisch kommt, kann das Kommando deshalb nur heißen: „Lass es dir schmecken!“

Foto: Hans-Joachim Winckler

 

 

 

Entspannt grinsen und feiern

Baustelle Banderbacher StraßePfingsten ist ein wunderbares Fest. Richtig, Weihnachten und Ostern sind das auch. Der Unterschied? Pfingsten ist so herrlich frei von jedem Deko-Drang. Wer nicht die unbezwingbare Lust verspürt, einen Ochsen zu schmücken, der kann sich ganz entspannt hinhocken, ein tiefsinniges Grinsen aufziehen und in angenehme Denkstarre verfallen. Das ist eine feine Sache, die durchaus Wettkampfcharakter hat, wenn man zum Beispiel gegen eine Schnecke antritt. Muss man aber nicht.

In Fürth muss man noch nicht mal rumsitzen. Man kann wippen, schnipsen, klatschen, feiern, springen, pogen, hüpfen. Denn auf der Freiheit ist New-Orleans-Festival-Zeit. Umsonst und im Freien. Und tiefsinniges Grinsen ist hier auch erlaubt.

Wie gesagt. Pfingsten ist ein wunderbares Fest.

Foto: Hans-Joachim Winckler

Von Bäumen und Büchern

Vorlesewettbewerb der mittelfränkischen FörderschulenGeschichten wachsen auf Bäumen, leben in Büchern und schlagen Wurzeln in den Gedanken – das Baum-Buch-Kunststück war als passende Dekoration beim Vorlesewettbewerb der mittelfränkischen Förderschulen zu bewundern. Dabei ging es um das Beste, was guten Geschichten passieren kann: Sie wurden laut und lebhaft vorgetragen.

Den spannenden Wettbewerb entschied Jonathan Reimund für sich. Gut gemacht!

Foto: Hans-Joachim Winckler

Einmal sauber schauern, bitte

HochhausLiebe atlantische Tiefausläufer könnte ihr nicht vielleicht mal. . .  Versteht mich nicht falsch. Ich denke keinesfalls an irgendwelche größeren Regenfälle. Also nicht übertreiben, gell. Nur gerade so viel, dass dieser gelbe Blütenstaub, der im Moment alles bedeckt, mal schön sauber abgewaschen wird.

Ach so. Wenn möglich, dann regnet doch bitte am Samstagvormittag, zur besten Fensterputz-Zeit. Das wäre echt sowas von nett.

Foto: Hans-Joachim Winckler

 

Leise rieselt’s aus dem Netz

BarthelmessSophia Thomalla hat sich gerade im Netz darüber gewundert, dass es in Nürnberg einen Flughafen gibt. Nicht auszuschließen, dass sie damit bei „M 1“, einer Musical-Fan-Seite im Internet, auf Zustimmung stößt. Die Musical-Freunde waren nämlich in Fürth und schreiben nun liebevoll aus dem Stadttheater des – wörtlich – „fränkischen Städtchens“.

Geht klar. Immerhin sind wir unserer Zeit voraus. Im Showroom von Barthelmess in der Schwabacher Straße dreht sich jetzt zum Beispiel die Aufmerksamkeit schon um winterliche Deko-Trends. Noch Fragen?

Ach so. Wer Sophia Thomalla ist?

Sorry, das hat sich in dem fränkischen Städtchen noch nicht herumgesprochen.

Foto: Hans-Joachim Winckler

Völlig von der Rolle

Grüner Markt spielende KinderWer sagt eigentlich, dass Rollen rollen müssen? Machen nicht vielmehr das richtige Outfit und die perfekt Haltung ordentlich Eindruck? Der junge Sportsfreund hier darf als gutes Beispiel für diese These gelten. Schließlich dient sein Skateboard in diesem Moment tatsächlich ausschließlich dekorativen Zwecken. . .

Was im Grunde ganz automatisch zu der Überlegung führt, ob dieser entspannte Angang nicht zum Vorbild werden sollte? Wir würden uns Muskelkater sparen, aber trotzdem irgendwie bella figura machen.

Das gilt übrigens nicht für Lokführer. Eisenbahn hinstellen und dann nicht rollen lassen, gilt nicht.

Foto: Hans-Joachim Winckler

Genießen mit Wonne

Neue MitteAde April. Jetzt wird’s wonnig. Richtig, der Mai ist gekommen. Wobei der leider unter falscher Flagge segelt. Von wegen Wonnemonat und so. Angeblich beruht der nette Titel auf einem Irrtum, zunächst sei nämlich auf Althochdeutsch von einem Weidemonat die Rede gewesen. Das behaupten zumindest Sprachwissenschaftler heute.

Schert uns das? Natürlich nicht. Wir machen es uns einfach wonnig und genießen was Leckeres wie die beiden hier am schick gedeckten Tisch mitten in der Neuen Mitte. Oder wir haben Spaß auf dem Stadtfest und stöbern auf der Freiheit durch grüne Gartenmarkt-Ideen. Einfach darüber freuen, dass es endlich mal wieder regnet, wäre auch eine Möglichkeit.

Genauso gut können wir im Duden nachschlagen, was Wonne eigentlich bedeutet. Da lernen wir: Dieses schöne Wort heißt nichts anderes als „hoher Grad der Beglückung“.

Wie auch immer: Schön, dass du da bist. Mai.

Foto: Hans-Joachim Winckler