Die Ruhe, die Kraft und der Egersdörfer

UmfrageEs gehört zu den Ungerechtigkeiten dieser Welt, dass die philosophische Seite des Franken viel zu wenig Beachtung findet. Was wird zum Beispiel um diesen Konfuzius für ein Aufstand gemacht. Angeblich hat er einst tief Luft geholt und gesprochen: „In der Ruhe liegt die Kraft.“ Wie einer jener Buddhas, die in Chinarestaurants und Gartencentern thronen, umwabert dieser Satz seither als Gegenentwurf zu unserer alltäglichen Hektik die Gemüter.

Und wer spricht vom Franken? Nehmen wir Matthias Egersdörfer, im neuen „Tatort“ spielt er Herrn Schatz, den Leiter der Spurensicherung. Während schon jetzt alle vom ersten Franken-„Tatort“ schwärmen, der erst am 12. April auf die Bildschirme kommt, bleibt der Kabarettist mit Meldeadresse in Fürth gelassen wie ein Yogi nach fünf Stunden Meditation. Auf die TV-Reporterfrage, wie ihm denn beim ersten Anschauen das fränkische Krimiprodukt gefallen hat, antwortete er: „Man kann ja eh nix mehr daran ändern, also hab‘ ich mich da jetzt auch nicht so aufgeregt.“

So sieht tiefenentspannte Ruhe aus.

Foto: Hans-Joachim Winckler