Bunt und von Herzen

Schüleraktion für Flüchtlinge

Schülerinnen und Schüler der Gustav-Schickedanz-Schule in Fürth haben einen Tannenbaum geschmückt, der die Besucher auf dem Weihnachtsmarkt empfängt. Jeder gebastelte Anhänger hat eine Botschaft. Und die lässt sich tatsächlich in exakt sieben Worte fassen. So sieht eine Begrüßung aus, die von Herzen kommt.

Foto: Hans-Joachim Winckler

Das Christkind ist da

Fürther Christkind

Vorfreude aufs Fest beginnt in Fürth mit einem Lächeln. Lena Boog heißt das neue Christkind der Kleeblattstadt. Heute Nachmittag kam die himmlische Botschafterin zum ersten Mal mit Sternenmantel, Glitzer und Locken für einen kurzen Besuch auf den Weihnachtsmarkt, den sie am Donnerstag, 27. November, um 17 Uhr, mit ihrem Prolog eröffnen wird. Die 17-Jährige hat sich viel vorgenommen. Rund hundert Termine erwarten sie in der Adventszeit. Sie wird unter anderem Kindergartenkinder besuchen, Senioren und Kranke. Lena freut sich auf ihre Aufgabe. Was ihr sonst noch Spaß macht, hat sie in einem kurzen Fragebogen beantwortet. Deshalb dürfen wir hier verraten, dass ihr Lieblingsgericht „Mango-Huhn mit Reis“ ist, ihr Lieblingsschauspieler Bud Spencer heißt und wenn es um Tiere geht, dann mag sie „alles, was vier Beine hat“. Vor allem aber, schreibt die Schülerin, die die Nürnberger Waldorfschule besucht, hofft sie, dass sie „den Menschen als Christkind Freude bereiten kann“.

Foto: Hans-Joachim Winckler

Fürther sucht Schatz

herz

Es gibt Anträge, die werden in dreifacher Ausfertigung angelegt und mit einem Stempel abgefertigt. Das funktioniert in diesem Fall garantiert nicht. Fragt sich also, wie hat sich der verliebte Sprayer im Fürther Stadtpark das vorgestellt?

Sorgfältige Recherchen am Tatort haben zwischenzeitlich ergeben, dass die Antwort weder auf der Rückseite des unschuldigen Gemäuers zu finden ist, noch in einen der umstehenden Bäume geritzt wurde.

Überhaupt. Woher weiß „Schatz“ eigentlich, wer gemeint ist? Schließlich liegt diese ungemein fantasievolle verbale Liebkosung unangefochten auf Platz eins der Top Ten der Kosenamen (Doch, so etwas gibt es wirklich. Auf Platz drei liegt Hase. Nur mal so zur Anregung).

Seitdem im deutschen Fernsehen Menschen miteinander verheiratet werden, die sich vorher nie gesehen haben, muss man wohl damit rechnen, dass hier einfach ein Optimist einen Versuch gestartet hat. Also so in der Art von „Fürther sucht Schatz“.

Falls dem so ist, heißt die Antwort: Nein Danke.

Aber nett, dass du gefragt hast, Schatz.

Foto: Hans-Joachim Winckler

Tage wie dieser

 

Wichtel

Ein Blick aus dem Fenster genügt und du willst nur noch abhängen. Genauso ein Tag ist heute. Dieser – Verzeihung – Wicht hier hat mit Hektik auch nichts an der Mütze und demonstriert eindrucksvoll, wie man mit 16 Liter Niederschlag pro Quadratmeter an diesem Dienstag in Fürth am besten umgeht.

Seine Gelassenheit hat der Knirps in langen Jahren auf dem Speicher eines Hauses in der Brückenstraße in Vach geübt. Beim Entrümpeln und Sanieren kam er, ein entfernter Verwandter von Bilbo Beutlin aus dem Auenland übrigens, ans Licht des Tages. Kurzentschlossen ward er an den Zaun gehängt, damit er vor aller Augen das tut, was ihm wirklich am Herzen liegt.

In aller Gemütsruhe abhängen.

Foto: Hans-Joachim Winckler

Es grünt so grün

LauchEs war einmal, da saß die ganze Familie am frühen Freitagabend im Wohnzimmer auf der Couch und schaute „Herzblatt“. Flirtshow nannte sich der Spaß, der seinen Höhepunkt erreichte, wenn die verruchte Stimme der süßen Susi den Kandidaten zusäuselte, dass sie sich jetzt entscheiden müssen, mit wem sie in ein denkbar unschuldiges Wochenendabenteuer aufbrechen wollen.

Die Wahl haben Freunde des mehr oder weniger besinnlichen Grüns jetzt auch. Die Frage ist bloß: soll es in diesen lauen Novembertagen der letzte Lauch des Jahres aus dem Knoblauchsland sein? Oder schwingen sich die kunstvoll beschneiten Tannenbaumminis, die just in Veitsbronn angeliefert wurden, schon jetzt zum Herzblatt auf?

Wie soll man sich da denn entscheiden? Susi hilf.

 

Weihnachstbäume

 

Fotos: Hans-Joachim Winckler

 

Ich geh‘ mit meinem Alien

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Die Stunde der Dämmerung ist an auch diesem 11. November die Zeit der Martinszüge, der Laternenläufe und Lichterfeste. Wichtigstes Utensil ist selbstverständlich die Laterne. Am besten ist das gute Stück selbst gebastelt worden. Timo aus Poppenreuth hat seine geduldig gefaltet und geklebt. Mit nur einem Hauch von Hilfe. Jetzt ist der Fünfjährige unterwegs zum großen Umzug seines Kindergartens. Eine Frage noch: Was stellt sein Lampion denn dar? Eilige Antwort: „Einen Alien, weil der grün ist.“

Klar, sieht man doch.WP_20141111_002

Elfen und Einhörner aus Fürth

 

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Wie gelangt man ins Reich der Waldelfen? Wo leben Einhörner und fauchen feurige Drachen? Gaby Wohlrab kennt die Antwort. Weit von Fürth kann die fantasievolle Welt der seltsamen Wesen nicht liegen, denn die 51-Jährige schreibt ihre Fantasyromane in der Kleeblattstadt. Ihr Erstlingswerk „Eldorin – Das verborgene Land“ hat viele begeisterte Leser gefunden und obendrein den deutschen Phantasik-Preis in der Kategorie „Bestes deutschsprachiges Romandebüt“ gewonnen. Ob die Geschichte um das Waisenmädchen Maya fortgesetzt wird und woher sie weiß, wie heiß es neben einem wütenden Drachen wird, verrät Gaby Wohlrab in den FN: „Fantasy-Autorin recherchiert bis ins letzte Detail

 

 

 

 

Da guckst du

 

Herbstsonne

Da stellt man sich auf Winterschlaf ein und will es sich mal wieder gemütlich machen, aber was ist? Sonne, Terrassentemperaturen und nirgendwo Nebel. Goldener November nennt sich das jetzt wohl.

Bleibt eigentlich nur die Hoffnung, dass am 27. November endlich Wetter und Jahreszeit bilderbuchmäßig zusammenpassen. Dann wird nämlich der Weihnachtsmarkt auf der Fürther Freiheit eröffnet. Und wer will schon schwitzend seinen Glühwein schlürfen?

Ganz andere Fragen beschäftigen augenscheinlich das emsige Eichhörnchen, das die freundliche Witterung nutzt. Wie? Das verrät: „Ein Tag im Leben eines Fürther Eichhörnchens“

Foto: Hans-Joachim Winckler

Novembersonnenschein

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Grau und neblig kann der November immer noch werden. Gestartet ist er jedenfalls außergewöhnlich mild und sonnig. Scharen von Spaziergängern nutzen die Wetterlage, bevölkern Stadtpark, Stadtwald und Wiesengrund. Hier beim Elsaweiher im Fürther Prater ist es ruhig geblieben. Die Zeiten sind halt lange vorbei, als es an dieser Stelle in einem großen Biergarten und in einem Tanzlokal rund ging. Beide sind längst verschwunden. Was blieb, ist der Weiher, an dessen Ufer noch kaum etwas vom Herbst zu ahnen ist.