Süßer das Glück niemals klingelt

Er hat es wieder geschafft. Mein Nachbar war schneller. Seit eben leuchtet die Thuja in seinem Garten festlich umkränzt von einer weihnachtlichen Lichterkette. Wetten, dass er in diesem Moment den Kranz mit dem neckischen Nikolaus an seiner Haustür befestigt?

Ich gebe mich nicht gerne geschlagen, sehe aber ein, dass Vorfreude die schönste ist. Nicht auszuschließen, dass dieses Gefühl nicht einmal vor Statistiken halt macht. Gestern gab nämlich die ARD bekannt, dass die Menschen im Bundesland Bayern gemessen am deutschen Durchschnitt besonders glücklich sind. Ist klar. Weihnachtsbäume Mitte November heizen die Vorfreude an. Instant-Glücksgefühle werden freigesetzt. Sie verstehen?

Nicht ganz so verständlich ist bloß, warum vor wenigen Tagen eine andere Untersuchung herausfand, dass die Bayern – und leider speziell die Franken – angeblich am unteren Ende der deutschen Glücksskala rangieren. Okay, diese Studie wurde von der Deutschen Post in Auftrag gegeben. Vielleicht kam der entsprechende Fragebogen gleichzeitig mit der Nachricht ins Haus, dass das Briefporto schon wieder teurer wird. Aber das ist eine andere Geschichte.

Im Augenblick gilt es so oder so, das Glücksbarometer in Franken noch ein bisschen höher zu schrauben. Ich werde jetzt meiner Vorfreude auf die Nachweihnachtszeit Ausdruck verleihen. Wo steckt nur die Kiste mit den Osterhasen?