Besinnlich glühen

So kurz vor dem ersten Kerzenschimmer am Adventskranz kann es einem schon warm ums Herz werden. Es ist aber auch zu schön. Und das liegt nicht daran, dass Fürth in Sachen Weihnachtsmarkteröffnung einen 24-Stunden-Vorsprung gegenüber einer gewissen Nachbarstadt hat.

Nein, da ist mehr. Wenn wir nun Glühwein bechern, dann tun wir das nämlich mit einem beschaulichen Grinsen. Schmücken doch Waltraud und Mariechen quasi als Fürther Ober-Engele eine Reihe ganz besonderer Tassen.

Wem würde bei einem solchen Lippenbekenntnis mit den beiden Witwen nicht besinnlich zu Mute?

Ein dringender Fall für eine Notfall-Trinkkur ergab sich heute in den Räumen eines unmittelbaren Weihnachtsmarkt-Anrainers auf der Freiheit. Die ältere Dame, die dort mit einer Freundin ins intensive Durchkämmen der Kleiderständer nach dem ultimativen Festpulli vertieft war, reagierte zunächst relativ unwirsch, als eine Fremde sich bei ihr erkundigte: „Haben Sie einen Mann verloren? Da hinten verzweifelt einer bei den Socken.“

Inzwischen ist die Familienzusammenführung geglückt. Gesucht wird nun allerdings die aufmerksame Helferin. Man würde die Gute zu gerne auf einen Glühwein einladen.