Mumien vs Aliens

Poppenreuth Foto Rempe

Natürlich haben wir es nicht nötig. Aber nur mal angenommen, uns stünde plötzlich der Sinn nach ein bisschen Aufmerksamkeit – in diesem Fall bietet sich hier eine prima Gelegenheit.  Möglicherweise sind nämlich in Poppenreuth Ausgrabungen möglich, die die Historie in neue Bahnen lenken. Wir sagen nur: Mumien. Schätze. Geheimnisse.

Scharren jetzt schon die ersten Fachleute mit den Grabschaufeln? Zeit genug dürften die Experten haben. Steht doch seit kurzem fest, dass die Diepholzer Mumie – ja, genau, der spektakuläre Wahnsinns-Dachbodenfund – dummerweise in großen Teilen aus Plastik besteht. Auch der Pfeil, den wir so anschaulich via Roentgenbild im Schädel des Pseudo-Artefakts bestaunen durften, ist nichts weiter als ein Kinderspielzeug.

Siehste mal. Und jetzt kommt Poppenreuth. Auf dem Parkplatz des Einkaufscenters findet sich dieser Hügel. Ein Hügel! Schon gut. Wie eine Pyramide sieht das Ding nicht aus. Aber wer wird denn so kleinlich sein? Tatsache ist, dass niemand in und um Poppenreuth erklären kann, was es mit diesem merkwürdigen Objekt auf sich hat.

Archäologisch, sagen Sie, springt da nichts raus? Kein Problem. Wir sind flexibel. Zwei Tage mediale Aufregung müssten auf jeden Fall drin sein.

Was halten Sie eigentlich von Aliens, die Basisstationen bauen?

Der Ernst der Überraschung

Über Anfänge ist viel Poetisches gesagt worden. Überraschend ist so ein Start auf jeden Fall. Die ABC-Schützen wissen inzwischen wenigstens, was sich in ihren Schultüten verborgen hat. Der Ernst des Lebens war es auf jeden Fall nicht – auch wenn der oft Zitierte mühelos in voller Lebensgröße in die ein oder andere Tüte gepasst hätte.

Wie eine große Wundertüte präsentiert sich in diesem Augenblick schließlich auch Fürth. Neuer Einkaufsschwerpunkt, Kinobau, die Zukunft des City Centers – alles auf Anfang. Und dem, jetzt muss es einfach mal raus, wohnt verflixt noch mal ein Zauber inne.

In Sachen optimistischer Denke darf jedenfalls eine Zweitklässlerin als Vorbild dienen. Die 8-Jährige erklärte gerade mit der gebotenen Würde ihres fortgeschrittenen Schülerlebens einem Erstklässler, wie seine künftige Laufbahn aussieht: „Erst bist du ganz unten, dann kommst du in die Zweite und bekommst wie ich ein Klassenzimmer im zweiten Stock. Und so geht das immer weiter.“

So sieht’s aus.