Heißer Job

Lieber Mister Bing Crosby, ahnten Sie eigentlich, was Sie uns angetan haben? Ihre Träumerei von der weißen Weihnacht hätten Sie sich ehrlich besser geschenkt. Also nichts gegen dieses Lied. Netter Song. Doch wirklich. Bloß diese dusselige Schneeseligkeit nervt. Dabei wäre doch auch so was wie „Ich träum’ von deinem weißen Plüsch-Bikini“ wunderbar gewesen.

Das, lieber Bing, würde sich nett singen lassen in diesen globalerwärmten Zeiten. Wir haben schließlich gerade die heißeste Weihnacht seit Beginn der Wetteraufzeichnung hinter uns gebracht. Da glühten nicht nur die Herzen im Schein der Kerzen am Lichterbaum.

Kühl-Anhänger kamen diesmal wahrlich nicht auf ihre Kosten. Einer ist allerdings noch schlechter dran: Das Grinsen ist ihm längst wie angefroren ins blasse Gesicht gepappt. Aber was soll man denn auch von einem erwarten, der diesen Job machen muss?

Schneemann. Also bitte. Er ist Schneemann im City-Center von Fürth. Dass der arme Kerl das Gefühl hat, ihm schwimmen die Felle weg, kann man ja wohl nachvollziehen.

Halt durch, alter Junge. Es kann nur besser werden.

Von Plätzchen und Raben

Den Kaufrausch vermisse man bislang schmerzlich, sprach ein Vertreter des Handelsverbands Bayern als am Adventskranz just die dritte Kerze erglühte. Der Mann war nicht in Fürth. Hier wird in der Innenstadt zumindest der Limo-Berg nachgerade rauschhaft abgetragen. Die Frage, welche  Brause bei dem Einkäufer mit dem umweltfreundlichen Transporter auf den Tisch kommt, dürfte geklärt sein.

Einer blickt noch nicht durch. Und zwar Rigobert. Dessen Ehefrau gönnte sich gerade im Kreise lieber Freundinnen einen beschwingten Abend im Stadttheater. Rigobert blieb daheim. Er hat, vermuten wir ziemlich sicher, die Plätzchen gesucht. Woher wir das wissen? Dank der Gattin kräftiger Stimme. Warum denn auch schweigen, wenn sich auf der Bühne gerade nicht viel tut? Mit gesundem Selbstvertrauen verkündete Rigoberts Gemahlin, dass sie auch in diesem Jahr ihre Plätzchen mit einer doppelten Lage Schokoglasur ausgestattet hat („Ich sag’ ja immer, der Glanz ist unvergleichlich“). Verständlich, dass Rigobert sich nicht bis Heiligabend gedulden kann. Deshalb, berichtet die Dame, hat sie das Selbstgebackene eingeschachtelt und sicher versteckt. Wir wissen wo, halten aber dicht.

So wie diese etwas düstere Rabenskulptur vor dem Eingang eines auch nicht überwältigend heiter stimmenden Vogelhäuschens am Espan. Der beflügelte Zerberus fordert garantiert Spatzen und Amseln auf, vor dem Picken der ausgelegten Körner den Fressausweis vorzuzeigen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kleiner Tipp noch für Männer auf der Suche nach Weihnachtsgebäck. Unweit der Rabenkontrollstelle liegen in einem Markt Futterhosen in allen gängigen Größen bereit. Wem wird in diesem Moment nicht supersoft und warm ums Herz?

Sacker Kurven

 

Woran erkennt man, dass einer dringend den Verkehrsübungsplatz ansteuern sollte? Was? Ach so. Sie finden das nicht witzig, dass dieses Hinweisschild in Sack gerade eine ungewollte Umformung hinnehmen musste?

Dann reden wir halt über etwas anderes. Über Weihnachten vielleicht? Schließlich ist Fürth die Stadt der Vorfreude. Wir freuen uns auf blühende Einkaufszentren. Auf ein neues Kino. Tore. Punkte.

Unser Wunschzettel macht sich etwas unbescheiden aus? Ja haben wir denn was von Weihnachten 2012 gesagt? Eben.

Und außerdem ist – um dieses unverwüstliche Sprichwort endlich einmal wieder anzubringen – Vorfreude doch die schönste Freude.

Sagen sich wahrscheinlich auch Porter, Monty und Ginny. Das sind drei Hunde aus Neuseeland, denen Tiertrainer seit einigen Monaten angeblich das Autofahren beibringen. Für den Fall, dass es da noch Bedarf gibt, Freunde: In Sack können wir mit einem prima Verkehrsübungsplatz dienen.

Hier müsst ihr auch nicht geknickt sein, wenn’s nicht auf Anhieb mit den Kurven klappt.

Wir verstehen das.