Auf den Hund gekommen

Wer kennt nicht diese unbändige Lust, die just angebrochenen Hundstage mit einem heißen Hund zu krönen? Auf dem Helene-Lange-Schulhof steht man unternehmungslustig in den Startlöchern, um solche Wünsche umgehend zu erfüllen.

Trotzdem sei die Frage erlaubt, wie viel Sommer wohl in Xerxes steckt, dem Hoch, das uns gerade die Hitze schenkt? Allein die Tatsache, dass sich unsere Rachenmandeln bei der korrekten Aussprache von Xerxes wegducken, wie Bambi im Gewittersturm, lässt Übles ahnen. Anders gesagt: Die Hoffnung auf Xerxes Durchhaltevermögen ist in etwa so groß wie die Aussicht, dass das anmutige Zusammenspiel von Bude und Gebäude auf diesem Schulhof jemals die Seiten des „Architectural Digest“ schmücken werden. Das Fachmagazin für die „schönsten Häuser der Welt“ berichtet in seiner aktuellen Ausgabe – nicht über Fürth. Im Grunde ein Jammer.

Doch selbst Bambi ist auf den Hund gekommen. Statt einen auf niedlich zu machen, haben Rehe derzeit angeblich nichts anderes als Sex (http://www.nordbayern.de/region/fuerth/achtung-autofahrer-rehe-im-liebesrausch-1.2220355)  im Sinn.

Xerxes, sag’ doch auch mal was.

Kein Klausi, aber Sommer

Man könnte maulen. Über das Wetter. Die Temperaturen. Den Sommer, der nach Frostschutzmittel statt Sonnencreme verlangt. Wir denken aber gar nicht daran. Stattdessen freuen wir uns über Lebenszeichen aus dem City Center. Da gibt’s gerade zum „Schneemann“ die „Heiße Waffel“. Gut, ein Becher Glühwein wäre auch nicht schlecht. Aber wie gesagt, wir wollen ja nicht nörgeln.

Andere trifft es ohnehin härter. Schauen wir doch nur mal nach Schwandorf. Dort hat man gehofft, dass im Badesee ein Krokodil seine Runden dreht. Sogar einen Namen gab es schon für das Tier: Klausi. Wahrscheinlich hatte die Schwandorfer Kroko-Task-Force auch bereits einen Plan, wie in diesem Pseudo-Sommer der Nichtbadesee zum Terrarium umgestaltet werden kann, inklusive Zahlhäuschen für Besucher. Aber nichts da. Klausi ist ein Biber.

Du, Fürth, hast es besser. Hier gibt es nicht nur eine Sommerstraße, in  Gummistiefel freundlicher Entfernung zum Stadtpark gelegen. Die Sauna im Fürthermare hat angeheizt. Und obendrein kommt der Sommer hier mit Geschenken. Schließlich baut (Thomas) Sommer dem Kleeblatt ein neues Stadion.

Wer da nicht sonnig lächelt, dem ist auch mit Hitzefrei nicht zu helfen.

Um die Wurst

Luggi ist wieder im Krankenhaus. Das ist  traurig. In der Würstchenbude auf der Fürther Freiheit bleibt deshalb natürlich der Grill kalt.

In New York waren gestern stattdessen mehrere Würstchenwärmer am Werk, um ein sportliches Großereignis zu beliefern: Das traditionelle Hot-Dog-Wettessen entschied dann die 44-jährige Sonya Thomas für sich, die innerhalb von zehn Minuten 45 Hot Dogs verschlang. Mit einem vollmundigen „Ich liebe diesen Sport“ nahm Sonya ihren Gewinn entgegen. Dabei handelt es sich originellerweise um einen Gürtel. Nicht auszuschließen, dass sich die unerschrockene Athletin viel mehr über eine Reise nach Fürth gefreut hätte.

Auf der Freiheit hätte die Wett-Esserin schließlich ganz entspannt dem ähnlich gehaltvollen Gnadenlos Grand Prix folgen können. Wobei es natürlich schon schade ist, dass sie im Moment keine von Luggis famosen Würsten probieren könnte. Passend zu den sommerlichen Temperaturen hätte sich doch zum Beispiel eine schöne gefrorene Bratwurst angeboten.

Keine Frage, Luggi du wirst gebraucht. Alles Gute und komm bald wieder.