Da hängt der Depp

Johnny Depp ist wieder Single. 14 Jahre hat er mit Vanessa Paradis verbracht. Jetzt ist es vorbei. „In aller Freundschaft“ habe man sich verabschiedet, berichten die üblichen Verdächtigen. Schade, sagen sich nun vielleicht besonders empfindliche Zeitgenossen. Hätte der Mann die Französin mit der unwiderstehlichen Zahnlücke geheiratet, wäre er längst seinen nicht sehr schlauen Namen los und dürfte sich mit Fug und Recht Johnny Paradis nennen.

Doch wohin führt uns das?

Die Antwort heißt: Direkt nach Bislohe. Im Kellerraum des Gebrauchtwarenhofs hängt des schönen Depps Konterfei und macht bei den „Großen Größen“ bella figura. Gut, die Dame rechts beäugt ihn misstrauisch. Aber vor allem das Hochzeitskleid, das da gleich neben dem Schauspieler drapiert wurde, könnte von ihm  als Andeutung missverstanden werden.

Dabei, lieber Herr Depp, sollten Sie froh sein. Immerhin wird an diesem Wochenende in Fürth wieder zum großen Grafflmarkt aufgerufen. Na und? Wären Sie lieber da gelandet?

Uns Uwe und das Glück

Es ist EM und da sind Worte gefragt, die zu Herzen gehen. „Von Spiel zu Spiel zum großen Ziel“ prangt zum Beispiel auf dem deutschen Teambus. Gut. Das muss man jetzt erst mal in Ruhe auf sich wirken lassen.

Uwe Seeler, der legendäre Mittelstürmer, bringt es dagegen sofort auf den Punkt. Im Gespräch mit FIFA.com macht der Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft klar, wie die Sache mit den Wundertoren klappt: „Ein Quäntchen Glück gehört dazu.“

Da können wir in Fürth uns Uwe helfen. Glück hängt in der Vacher Straße ganz in der Nähe vom sonnigen Solarberg an einem Laternenmast. Auf Pappdeckel, inklusive drei Herzchen. Ordentlich verschnürt ist das Ganze. Aber wir wollen ja nicht so sein. Wir würden teilen. Und ein Stück vom Glück abgeben.

Fragt sich jetzt nur wie viel. Ein Problem, mit dem sich auch die beiden Jungs in einem Poppenreuther Supermarkt herumschlagen, die von ihrer Mutter nach dem Einkauf mehrere Päckchen mit Gratis-Spieler-Karten zur EM überreicht bekommen. „Müssen wir die teilen?“, fragt Sohn eins und ahnt schon die Antwort. Die Mutter nickt. Sohn zwei legt nach und riskiert tapfer einen alten Witz: „Brüderlich? Oder halbe-halbe?“

Lieber Uwe, um auf die Sache mit dem Glück zurückzukommen: Wir überlegen noch mal kurz, okay?