Lupo und die Laus

Upps! Jetzt ist es raus. Der Hund heißt Lupo. Herzogin Catherine hat sich verplappert und nun weiß alle Welt, was Prinz William ruft, wenn der Kleine zu laut kläfft. Freilich ist es nett, dass Thronfolgers anscheinend echte „Fix und Fox“-Fans sind. In dem wunderbaren Uralt-Comic ist Lupo allerdings ein echter Underdog, während sein englischer Kollege höchstwahrscheinlich zur Rasse der von Lupos zählt. Egal. Wirklich schockierend ist, dass Catherine nicht mal den Namen ihres Vierbeiners für sich behalten kann – wobei nicht recht einleuchten will, warum überhaupt ein Geheimnis daraus gemacht wurde. Der Herzogin empfehlen wir trotzdem dringend einen Lehrgang in Fürth. Hier weiß man, wie man dicht hält.

Diese elegante Vitrine hier zum Beispiel. Natürlich könnte man einfach so ein Glasfenster zur Seite schieben und irgendetwas in das formschöne Wasserglas stellen. Eine nette Tulpe vielleicht. Aber nein. Das Ding beweist Mut zur Leere. Und zwar in der Königstraße (Da staunste Catherine, oder? In Fürth sind die Straßen aristokratisch. Das, meine Liebe, hat Klasse.)

Wie man dicht hält, lässt sich auch im Jüdischen Museum Franken bewundern. Auch in der Königstraße. Da bleiben die Vitrine nicht leer. Ein Objekt allerdings ist weder historisch noch von Bedeutung. Es ist erfunden. Frei nach Loriot, dem es gelang, die Steinlaus im medizinischen Wörterbuch Pschyrembel einzunisten, wurde im Museum ein Objekt einfach erdacht. Zu finden ist es in einer der neuen Dauerausstellungsabteilungen. Wer’s enttarnt, wird an der Museumskasse mit einer kleinen Überraschung belohnt. Nein, wir werden schweigen. Nicht mal ein Hinweis kommt über unsere Lippen.

Sag’ jetzt nichts, Catherine.