Harry und die Chamäleons

Das Wetter kann man sich im Moment getrost schenken. Entschieden tröstlicher sind dagegen die tapferen Primeln, die in der Fußgängerzone die vorüber eilenden Regenschirmträger aufmuntern wollen. Schön auch, wenn man jetzt noch Spaß mit den Weihnachtsgeschenken hat.
So wie das Ehepaar aus Ronhof, das unter dem Tannenbaum perfekte Treffsicherheit bei der Präsentauswahl bewies. Dumm bloß, dass die beiden den gleichen Geschmack haben: Jetzt besitzt jeder zwei Karten für den einzigartigen Harry Rowohlt, der am 16. Februar in der Comödie vorliest und erzählt. Auf wahre Seelenverwandtschaft deutet die Tatsache hin, dass die beiden bei ihrer jeweiligen Karten-Order für den anderen tatsächlich nebeneinander liegende Plätze erstanden haben.
Freunde des chinesischen Horoskops werden jetzt behaupten: Das ist kein Zufall. Immerhin beginnt am Montag in China das Jahr des Drachen und der gilt als Glücksbringer. Kein Wunder also, dass das Ronhofer Paar einen Satz seiner vier Harry-Karten jetzt weitergeben konnte.
Und was für ein Glück, dass sie sich für Rowohlt und nicht für Chamäleons begeistern. Jahr des Drachen hin oder her. Wie, bitte, sollte da der Umtausch eines Doppel-Präsents vonstatten gehen? Hat doch gerade erst Edgar, ein junges Jemen-Chamäleon, in Herne gezeigt, wie perfekte Tarnung in so einem Fall funktioniert: Edgar wurde kurzerhand grün und verschmolz mit der Tapete.
So, und jetzt stellen wir uns für einen Moment den Austausch in Fürth vor: Zwei Chamäleons. In Grün. Im Ronhof. Alles klar, oder?