Erste Ausfahrt als Ehepaar

Hochzeit mit MotorradEine Hochzeitskutsche mit stattlichen PS wartete heute Mittag hinter dem Fürther Rathaus auf Simone und Alexander Valentini. Nach der Trauung im Standesamt war die stilvoll geschmückte Kawaski ZZR 1100 samt Seitenwagen eine perfekte Überraschung von Trauzeugin Kristin Hutzler für das Brautpaar. Chauffiert wurde das glänzende Gefährt von seinem Besitzer Willi Wiesent, der mit seinem Gespann extra aus Sulzbach-Rosenberg gekommen war. Auf die Ehetauglichkeit hat Wiesent seine Maschine schon selbst getestet: “Ich bin bei meiner eigenen Hochzeit damit vorgefahren.”

Foto: Hans-Joachim Winckler

Da ist Nessie vom Hocker

FotofixEs war einmal eine Zeit, da gehörte zum Selfie ein Hocker und zum Posten ein gelber Kasten. Anders als Nessie, das fabelhafte Urtier, das im April 1934 zum ersten Mal auftauchte und sich seither rar macht, lebt die Fotobox glücklicherweise weiter in ihrem Biotop. Wer sie aufstöbern will, muss sich zum Beispiel unter den Fürther Hauptbahnhof begeben und steht schon Auge in Auge mit der Schönen, die zum Knipsen verlockt.

Abgesehen davon, dass jeder, der je “Die fabelhafte Welt der Amelie” sah, zärtliche Gefühle für dieses Ding hegt, kann man hier Passbilder machen. Was aber nur der halbe Spaß ist. Die wahre Herausforderung liegt darin, im Team den Hocker zu entern und möglichst viele Gesichter auf ein Bild zu bringen. Gelingt nie zufriedenstellend, sieht immer komisch aus, lässt aber Raum für Deutungen, weil schließlich bloß die Köpfe abgelichtet werden. Eine taktvolle Geste, von der Pep Guardiola nur träumen konnte, als ihm beim multiplen Bayern-Tor-Kick die Naht aufging.

Nicht nur deshalb wird die schamhafte Seite des Fotoautomaten viel zu wenig gewürdigt. Denn wie diskret ist bitte dieser halbe Vorhang?

Nessie soll hier schon mal Maß genommen haben.

 

Frische Triebe

imageEs ist ja nicht so, dass noch nie der Versuch gemacht wurde, Frühlingsgefühle zu beschreiben. Woran denkt frau zum Beispiel, wenn sie an einem wunderbaren Tag wie heute beim Lustwandeln in der Natur plötzlich ein solches Bild vor Augen hat? Nein. Nicht richtig ist die Antwort: “Ich brauch’ dringend neue Schuhe!”

Selbstverständlich streift Lyrisches die Sinne (. . . Veilchen träumen schon, wollen balde kommen . . .). Was denn sonst?

Obwohl – also wenn man es recht überlegt, dann ist der Gedanke eigentlich gar nicht so schlecht. Schließlich ist die Fürther Schuhlandschaft erst jüngst neu erblüht, dank Geschäftszuwachs in Neuer Mitte und Hornschuch Center. Was könnte da in diesem Frühling angebrachter sein, als ein Blick auf die neue Schuhmode?

Schade, dass noch keiner zu diesem Thema ein Gedicht gemacht hat. Lyriker! Ihr seid gefragt!

Foto: Hans-Joachim Winckler

 

Weißer Sonntag

BadstraßeNicht ganz in Weiß, zugegeben, aber erfrischend frühlingshell erwartete heute die Badstraße Acht ihre Café-Gäste. Ein Anblick, der die Verheißung in sich trägt, das hier das Beste genossen werden kann, was ein Sonntagnachmittag bieten kann – inbrünstiger Müßiggang. Natürlich könnte man spazieren gehen, joggen, radeln, die Steuererklärung erledigen, eine Schwarzwälder Kirschtorte backen, Schuhe putzen oder grübeln, warum ein deutsches Sprichwort behauptet, Müßiggang sei aller Laster Anfang. Das würde uns freilich die Mühe auferlegen, darüber nachzudenken, welche Laster gemeint sind. Und ob die nicht am Ende Spaß machen.

Wie viel sympathischer erscheint da doch der Römer Cicero. Der wusste: “Nichtstun erquickt.”

Wie wahr.

Foto: Hans-Joachim Winckler

Nachschub für das Nest

GoldhaseEine alte Weisheit besagt: Nach dem Fest ist vor dem Fest. Ob das stattliche Langohr, das heute Mittag sicher verstaut durch Fürth gerollt wurde, im kommenden Jahr als Überraschung im Nest liegt, können wir nicht sagen. Tatsache ist, dass österliche Süßigkeiten seit heute zwar günstig zu haben sind, aber garantiert noch genauso gut schmecken wie gestern und vorgestern.

Nur für den Fall, dass Sie jetzt ihren Kalender suchen: Ostersonntag fällt 2016 auf den 27. März.

Foto: Hans-Joachim Winckler

Sag’s durch die Blume

GustavstraßeZeitungen und Magazine überschlagen sich in diesen Frühlingstagen mit Tipps für den Hausputz und werben für die Entrümpelung in den eigenen vier Wänden. Damit das angesammelte Zeug aus- und Feng Shui einzieht, gibt es tolle Ratschläge. Hier ist ein besonders gelungener Fall von Fürth Shui zu sehen: Statt in den Müll kamen in der Gustavstraße ausrangierten Sachen vor die Haustür, verbunden mit der Bitte, sich doch zu bedienen. Eine Aufforderung, die erhört wurde.

Zum Dank gibt es jetzt Tulpen. Für jeden eine. Warum steht mit Kleeblatt und Herz auf dem Zettel:

Gustavstraße

 

Foto: Hans-Joachim Winckler

 

Niklas fegt über Fürth

Sturm über FürthVöllig durch den Wind dieser Dienstag – oder was soll man von einem Tag halten, der mit Orkan, Sonne und Graupelschauern im Wechsel aufwartet? Die Feuerwehr ist im Dauereinsatz. Umgestürzte Bäume, abgedeckte Dächer, umgewehte Plakatwände: Sturmtief Niklas hinterlässt auch in Fürth seine Spur mit Windgeschwindigkeiten, bei denen auch der beste Schirm einfach schnell wieder umdrehen möchte.

Foto: Hans-Joachim Winckler

Fit, fitter, Fürth

Carré Fürther FreiheitEs ist Frühling. Die Temperaturen steigen. Schon mal überlegt, was das bedeutet? Exakt. Es wird T-Shirts geben. Kurze Hosen sind in Sichtweite. Die FN gehen in ihrer Samstagsausgabe der Frage nach: Wie trainiert Fürth? Und wo? Ein Mangel an Fitnessstudios lässt sich jedenfalls nicht ausmachen. Ganz im Gegenteil. In Kürze eröffnen in der City unabhängig voneinander zwei weitere Studios, die zusammengerechnet auf 5000 Quadratmetern Arm- und Beinpressen, Hantel-Freiräume, Racks, Zugmaschinen und noch vieles mehr bieten.

Mit seinen Kollegen sorgt unter anderem Monteur Christopher Lee im ehemaligen Quelle-Kaufhaus dafür, dass hier bald alle Geräte bereit stehen. Eine Tätigkeit, sagt der 33-Jährige, die ganz nebenbei auch nicht schlecht für den Mucki-Aufbau ist. Wofür das überhaupt gut ist? Das kann Theki Rosenbaum beantworten, der beinahe täglich in Fürth trainiert. Sein Sinnspruch lautet schlicht: “Besser das T-Shirt spannt am Bizeps als am Bauch.”

Kann man drüber nachdenken.

Primeln mit Pep

FrühlingNatürlich kann man diese sonniggelben Frühlingsboten einfach Primeln nennen. Sonja Wolf weiß es besser und spricht von “einer Bereicherung für die Seele”. Die Floristin bei Villa Rosa kennt auch das Geheimnis, das die Topfschönheiten länger gedeihen lässt: “Man sollte sie nicht zu nass halten und Verblühtes regelmäßig auszupfen, damit die Knospen mehr Kraft haben.” Bei so viel liebevoller Zuwendung, sagt die 29-Jährige, hat man lange von den “Hinguckern, die Pep in die Wohnung bringen”.

Sonja Wolf mag übrigens am liebsten Primeln in Pink: “Das ist meine absolute Lieblingsfarbe, bei mir Zuhause stelle ich sie in Übertöpfe in Apfelgrün oder sogar Orange. Es muss ja nicht immer Ton in Ton sein. So schön bunt ist doch auch der Frühling.”

Foto: Hans-Joachim Winckler