Entspannt grinsen und feiern

Baustelle Banderbacher StraßePfingsten ist ein wunderbares Fest. Richtig, Weihnachten und Ostern sind das auch. Der Unterschied? Pfingsten ist so herrlich frei von jedem Deko-Drang. Wer nicht die unbezwingbare Lust verspürt, einen Ochsen zu schmücken, der kann sich ganz entspannt hinhocken, ein tiefsinniges Grinsen aufziehen und in angenehme Denkstarre verfallen. Das ist eine feine Sache, die durchaus Wettkampfcharakter hat, wenn man zum Beispiel gegen eine Schnecke antritt. Muss man aber nicht.

In Fürth muss man noch nicht mal rumsitzen. Man kann wippen, schnipsen, klatschen, feiern, springen, pogen, hüpfen. Denn auf der Freiheit ist New-Orleans-Festival-Zeit. Umsonst und im Freien. Und tiefsinniges Grinsen ist hier auch erlaubt.

Wie gesagt. Pfingsten ist ein wunderbares Fest.

Foto: Hans-Joachim Winckler

Von Bäumen und Büchern

Vorlesewettbewerb der mittelfränkischen FörderschulenGeschichten wachsen auf Bäumen, leben in Büchern und schlagen Wurzeln in den Gedanken – das Baum-Buch-Kunststück war als passende Dekoration beim Vorlesewettbewerb der mittelfränkischen Förderschulen zu bewundern. Dabei ging es um das Beste, was guten Geschichten passieren kann: Sie wurden laut und lebhaft vorgetragen.

Den spannenden Wettbewerb entschied Jonathan Reimund für sich. Gut gemacht!

Foto: Hans-Joachim Winckler

Einmal sauber schauern, bitte

HochhausLiebe atlantische Tiefausläufer könnte ihr nicht vielleicht mal. . .  Versteht mich nicht falsch. Ich denke keinesfalls an irgendwelche größeren Regenfälle. Also nicht übertreiben, gell. Nur gerade so viel, dass dieser gelbe Blütenstaub, der im Moment alles bedeckt, mal schön sauber abgewaschen wird.

Ach so. Wenn möglich, dann regnet doch bitte am Samstagvormittag, zur besten Fensterputz-Zeit. Das wäre echt sowas von nett.

Foto: Hans-Joachim Winckler

 

Leise rieselt’s aus dem Netz

BarthelmessSophia Thomalla hat sich gerade im Netz darüber gewundert, dass es in Nürnberg einen Flughafen gibt. Nicht auszuschließen, dass sie damit bei “M 1″, einer Musical-Fan-Seite im Internet, auf Zustimmung stößt. Die Musical-Freunde waren nämlich in Fürth und schreiben nun liebevoll aus dem Stadttheater des – wörtlich – “fränkischen Städtchens”.

Geht klar. Immerhin sind wir unserer Zeit voraus. Im Showroom von Barthelmess in der Schwabacher Straße dreht sich jetzt zum Beispiel die Aufmerksamkeit schon um winterliche Deko-Trends. Noch Fragen?

Ach so. Wer Sophia Thomalla ist?

Sorry, das hat sich in dem fränkischen Städtchen noch nicht herumgesprochen.

Foto: Hans-Joachim Winckler

Völlig von der Rolle

Grüner Markt spielende KinderWer sagt eigentlich, dass Rollen rollen müssen? Machen nicht vielmehr das richtige Outfit und die perfekt Haltung ordentlich Eindruck? Der junge Sportsfreund hier darf als gutes Beispiel für diese These gelten. Schließlich dient sein Skateboard in diesem Moment tatsächlich ausschließlich dekorativen Zwecken. . .

Was im Grunde ganz automatisch zu der Überlegung führt, ob dieser entspannte Angang nicht zum Vorbild werden sollte? Wir würden uns Muskelkater sparen, aber trotzdem irgendwie bella figura machen.

Das gilt übrigens nicht für Lokführer. Eisenbahn hinstellen und dann nicht rollen lassen, gilt nicht.

Foto: Hans-Joachim Winckler

Genießen mit Wonne

Neue MitteAde April. Jetzt wird’s wonnig. Richtig, der Mai ist gekommen. Wobei der leider unter falscher Flagge segelt. Von wegen Wonnemonat und so. Angeblich beruht der nette Titel auf einem Irrtum, zunächst sei nämlich auf Althochdeutsch von einem Weidemonat die Rede gewesen. Das behaupten zumindest Sprachwissenschaftler heute.

Schert uns das? Natürlich nicht. Wir machen es uns einfach wonnig und genießen was Leckeres wie die beiden hier am schick gedeckten Tisch mitten in der Neuen Mitte. Oder wir haben Spaß auf dem Stadtfest und stöbern auf der Freiheit durch grüne Gartenmarkt-Ideen. Einfach darüber freuen, dass es endlich mal wieder regnet, wäre auch eine Möglichkeit.

Genauso gut können wir im Duden nachschlagen, was Wonne eigentlich bedeutet. Da lernen wir: Dieses schöne Wort heißt nichts anderes als “hoher Grad der Beglückung”.

Wie auch immer: Schön, dass du da bist. Mai.

Foto: Hans-Joachim Winckler

Wenn Deine Mutter chillt

FürthlaufZu den Fragen, die mit schöner Regelmäßigkeit gestellt werden, gehört auch diese: Was macht Deine Mutter eigentlich zwischen zwei Gigs? Wir haben die Antwort. Auf freier Wildbahn und bei Tageslicht gelang diese bemerkenswerte Aufnahme der Musiker in der Adenauer Anlage. Im Ruhemodus überraschen die Mannen vielleicht mit einem durchaus chilligen Grundton. Wer hinter die Kulissen schaute, erfuhr, dass in Wahrheit diskutiert wurde, ob man zum “Wettrennen starten” oder sich “à la Mario Kart mit Schildkröten bewerfen” sollte. Die Entscheidung fiel zu Gunsten des nächsten Auftritts. Ja was denn sonst?

Foto: Hans-Joachim Winckler

Erste Ausfahrt als Ehepaar

Hochzeit mit MotorradEine Hochzeitskutsche mit stattlichen PS wartete heute Mittag hinter dem Fürther Rathaus auf Simone und Alexander Valentini. Nach der Trauung im Standesamt war die stilvoll geschmückte Kawaski ZZR 1100 samt Seitenwagen eine perfekte Überraschung von Trauzeugin Kristin Hutzler für das Brautpaar. Chauffiert wurde das glänzende Gefährt von seinem Besitzer Willi Wiesent, der mit seinem Gespann extra aus Sulzbach-Rosenberg gekommen war. Auf die Ehetauglichkeit hat Wiesent seine Maschine schon selbst getestet: “Ich bin bei meiner eigenen Hochzeit damit vorgefahren.”

Foto: Hans-Joachim Winckler

Da ist Nessie vom Hocker

FotofixEs war einmal eine Zeit, da gehörte zum Selfie ein Hocker und zum Posten ein gelber Kasten. Anders als Nessie, das fabelhafte Urtier, das im April 1934 zum ersten Mal auftauchte und sich seither rar macht, lebt die Fotobox glücklicherweise weiter in ihrem Biotop. Wer sie aufstöbern will, muss sich zum Beispiel unter den Fürther Hauptbahnhof begeben und steht schon Auge in Auge mit der Schönen, die zum Knipsen verlockt.

Abgesehen davon, dass jeder, der je “Die fabelhafte Welt der Amelie” sah, zärtliche Gefühle für dieses Ding hegt, kann man hier Passbilder machen. Was aber nur der halbe Spaß ist. Die wahre Herausforderung liegt darin, im Team den Hocker zu entern und möglichst viele Gesichter auf ein Bild zu bringen. Gelingt nie zufriedenstellend, sieht immer komisch aus, lässt aber Raum für Deutungen, weil schließlich bloß die Köpfe abgelichtet werden. Eine taktvolle Geste, von der Pep Guardiola nur träumen konnte, als ihm beim multiplen Bayern-Tor-Kick die Naht aufging.

Nicht nur deshalb wird die schamhafte Seite des Fotoautomaten viel zu wenig gewürdigt. Denn wie diskret ist bitte dieser halbe Vorhang?

Nessie soll hier schon mal Maß genommen haben.

 

Vorratsblütenklick

Stadtpark FürthBlüte für Blüte – ein Gedicht. Und jeder Tag bringt ein anderes Bild. Die Pracht lässt sich nicht festhalten. Aber sie bleibt in Erinnerung. Die junge Frau, die im Fürther Stadtpark fotografiert, hat den Frühling mit einem Klick gesichert. Vorratsdatenspeicherung für Regentage.

Foto: Hans-Joachim Winckler