Das geht einem Färdder über den grünen Kläh

Dä stäunt dä Färdder! Im schönen Flensburg entdeckte und fotografierte Thomas Zwingel, Bürgermeister von Zirndorf und erklärter SpVgg-Fan, ein ganz und gar vertrautes Zeichen. Dreiblättrig und grün – das passt. Aber was, bitte, ist ein Klähblatt?

Zwingel hat zumindest eine gute Idee, wen man um Aufklärung bitten könnte: Ilir Azemi. Der Ex-Kleeblättler spielt ja inzwischen hoch im Norden bei Holstein Kiel. Ob er Nachhilfe in Sachen Kläh geben kann?

Kaktus an Olivenbonsai

In Halle an der Saale wurde just der Sieger des 22. Schaufensterwettbewerbs gekürt. Das ist jetzt aber echt schade. Hätte die Jury doch höchstwahrscheinlich einen komplett neuen Einblick in diese wunderbare Kunst gewonnen, wäre sie mal eben nach Fürth gereist.

In Halle sollte hinter Glas ein schicker Beitrag zum Thema „Händel-Festspiele“ dekoriert werden. Und, na, was sehen wir in der Fürther Südstadt? Richtig, einen frühen Ghettoblaster. Ist da vielleicht keine Musik drin? Sensible Seelen werden längst entdeckt haben, welch feinsinniges Potential die Gestaltung bei näherer Betrachtung offenbart. Wir sagen nur: Grundig.

Und dazu diese berührende Kombination von Kaktus und Olivenbonsai – das will uns doch was sagen!

In Halle hat übrigens ein Fachgeschäft für Naturseife gewonnen. Gelobt wurde die eigens für die Auslage gefertigte Händel-Denkmäler-Seife. Ja. Hat was. Wir arbeiten dran.

Foto: Wolfgang Händel

Das wird ein sauberes Wochenende

Manche posten Impressionen aus der Südsee. Sauber, aber hier wird der Beweise erbracht, dass man auch in der Südstadt wunderbar abhängen kann. Der Wetterbericht verspricht fürs Wochenende wolkenloses Blau und Temperaturen wie auf den Fidschi-Inseln. Da wischen wir dem Fernweh doch einfach eins aus und verputzen noch ein Kaltgetränk. . .

Foto: Hans-Joachim Winckler

Standhafte Socken

Hartnäckig hält sich das Gerücht, Martin Luther habe seine 95 Thesen eigenhändig an ein Portal der Schlosskirche zu Wittenberg genagelt. Historiker bezweifeln das heute. Sicher ist, dass Markus Braun, Bürgermeister und Referent für Schule, Bildung und Sport in Fürth, Standhaftes von Luther am Fuß trägt. An seinen Knöcheln ist zu lesen: „Hier stehe ich. Ich kann nicht anders.“

Was soll man da sagen? Wie wär’s mit: „Ich bin von den Socken.“

Foto: Hans-Joachim Winckler

 

Schaf auf Panorama

Das Oster-Wetter soll sich ja in Sachen Sonne bedeckt halten, die Stammgäste auf Fürths Panorama-Blick-Weide würden deshalb wahrscheinlich Wolliges empfehlen. Das ist so oder so Ansichtssache. Sicher ist, dass die freie Zeit eine wunderbare Gelegenheit bietet, einfach mal auszuspannen. Oder auf die Suche zu gehen. Es müssen ja nicht unbedingt Eier sein. Mancher würde sich auch über ein T freuen.

Fotos: -res-

Mit schicken Streifen ins Wochenende

Plüsch oder Borste? Das ist eigentlich keine Frage, denn an diesem ersten Frühlings-Wochenende locken in Fürth beide Versionen. Frischling A in der kuscheligen Ausführung wartet im Schaufenster eines Bekleidungs-Fachgeschäfts in der Fußgängerzone auch am – Achtung: verkaufsoffenen – Sonntag auf gut gelaunte Besucher. Kollege Frischling B ist seit kurzem im Stadtwald im Wildschweingehege zuhause, erkundet putzmunter die Welt und trägt dabei sein Fell im aktuellen Streifenlook. Sehr schick, oder?

Fotos: Hans-Joachim Winckler

Jugend forscht

Das ist der hochkonzentrierte Blick einer jungen Forscherin: Sarina, die im Juni ihren zweiten Geburtstag feiert, hat in der Neuen Mitte den Probierlöffel in die Hand genommen, um das erste Eis in diesem Frühling zu testen. Das Urteil der jungen Expertin: Schmeckt ganz klar nach mehr.

Foto: Hans-Joachim Winckler

Hasen-Parade macht auf schön Wetter

Ein Hase macht noch keinen Frühling. Ein altes Sprichwort sagt das, vermuten wir zumindest. In einem Schaufenster in der Fürther Innenstadt hockt diese Langohr-Delegation und lässt Hoffnung aufkeimen: Wer mitzählt, kann nämlich immerhin acht Mümmelmänner im Bild ausmachen. Da fällt uns prompt eine relativ unbekannte Spruchweisheit aus Poppenreuth ein: Viele Hasen sind des Winters Ende.

Klingt doch gut, oder?

Foto: Hans-Joachim Winckler

Ein Königreich im Vorgarten

Fasching ist und wer mag, kostümiert sich jetzt als Prinzessin, Cowboy oder Donald Trump. Irgendwas Verrücktes halt. Selbst Märchenkönige wurden in diesen närrischen Tagen schon gesichtet, neu und wegweisend ist allerdings, was in Stadeln zu entdecken ist: Hier hat sich ein Vorgarten als Traumschloss herausgeputzt.

Perfekter will nicht einmal Neuschwanstein erscheinen, das ein anderer großer Bauherr im fernen Füssen errichten ließ. Wir sagen stolz: Auch die Fürther Version ist einfach märchenhaft.

Foto: Hans-Joachim Winckler

Ein sauberes Kunststück

Es ist an der Zeit, über eine viel zu wenig beachtete Kunst zu sprechen. Korrekt, es geht um die Wäscheständerhängung. Freunde der sogenannten „Petersburger Hängung“ – andere sprechen von geordnetem Chaos – werden jetzt vielleicht leise seufzen. Wir dagegen sehen auf diesem zufällig in der Südstadt entdeckten Exemplar die Schönheit von Farbfeldern, wie sie ein Piet Mondrian ersonnen haben könnte.

Kompliment: Das ist sauber gemacht.

Foto: Hans-Joachim Winckler