Pokémon in Poppenreuth

IMG_20160714_110058Sie sind mitten unter uns. Die guten alten Pokémon. Richtig, das waren die putzigen Biester, die in den 90ern ihren großen Auftritt hatten. Jetzt sind sie zurück und machen – so man denn will – gemeinsame Sache mit der Standort-Erkennung unserer Smartphones. Die Monster verstecken sich, der Spieler bekommt aber mit, wenn eines in der Nähe ist. Auf dem Display des Telefons tauchen Pikachu, Glumanda oder Rattfratz dann in unserer realen Umgebung auf und lassen sich wie einst mit weiß-roten Pokébällen bewerfen.

Klingt arg simpel?

Ja, schon. Doch seit „Pokémon Go“ auch in Deutschland herunter geladen werden kann, finden die Fans plötzlich frische Luft attraktiv. Wer sich also wundert, warum auf einmal erstaunliche viele Spaziergänger überall herumlaufen und dabei den Blick fest aufs Handy gerichtet haben – die wollen nur spielen.

In Poppenreuth staunt seit Mittwoch ein Anwohner, der seinen Garten immer wieder neu und sehr kreativ mit Bambi, Giraffe oder Zwergen gestaltet: „Ständig kommen Leute, stehen am Zaun und drücken auf ihrem Telefon rum“, sagt er. Die Lösung ist schlicht: Sein Garten firmiert im neuen Pokémon-Spiel als „Disneyland Poppenreuth“ und ist ein PokéStop. Richtig. Hier gibt es die – virtuellen – Bälle.

Was das Ganze soll?

Eine gute Frage. Manche grübeln darüber schon seit den 90ern.

Foto: Rempe

Unterwegs in Fürth

PuppenmutterDie Kinder, die Fußballer auf den Rasen führen, haben heute einen freien Tag. Erst Mittwoch geht’s ja in Frankreich weiter. In der Fürther Fußgängerzone waren dagegen heute diese beiden unterwegs. Auch in einer tragenden Rolle. Und mindestens genauso ernsthaft bei der Sache. Was uns dazu einfällt? Einfach goldig, oder?

Foto: Hans-Joachim Winckler

Ach, Sommer

FOTO: Hans-Joachim Winckler   DATUM: 24.6.2016MOTIV: GrafflmarktLieber Sommer, wir müssen reden. Natürlich gibt es bei dir kein Wunschkonzert. Sonst hätten wir alle für freundliche 25 Grad am Tag gestimmt, für dezente Abkühlung in der Nacht und sanfte Schauer bei Gelegenheit, damit es im Garten grünt und blüht. Davon hältst du nichts, ist klar.

Beim Grafflmarkt in der Fürther Altstadt traf FN-Fotograf Hans-Joachim Winckler jetzt dieses standfeste Paar. Vielleicht sollten wir uns die beiden zum Vorbild nehmen und unerschütterlich auf des Sommers beste Seite hoffen. Bis zu seiner Ablösung durch den Herbst am 22. September, 16.21 Uhr, hat er schließlich noch Gelegenheit dazu.

Also, Sommer, lass uns bitte nicht noch mal im Starkregen stehen.

 

Ente süß

160606_hjw_enteSchon große Philosophen wussten: Ein Bad ohne Gummiente ist möglich, aber sinnlos. Zum Beispiel am Fürther Kohlenmarkt wird der Liebhaber der Quietschgelben fündig. Süß? Ja, doch. Wem sauer aufstößt, dass hier ein weiß-grünes Exemplar fehlt, der muss sich nicht grämen. Auch die gibt es längst.

Wenn das jetzt kein Happy Ent‘ ist.

Foto: Hans-Joachim Winckler

Mit Elefanten ins Lesewunderland

160603_hjw_lesen04Es gibt viele sehr wichtige, sehr gute Studien über die Vorteile des Vorlesens. Die kann man studieren. Oder man lauscht einfach so gespannt wie Ayomi. Die Dreijährige lässt sich von ihrer Mutter Mali beim Fürther Literaturfestival „Lesen!“ ein Bilderbuch zeigen, das eine mitreißende Geschichte erzählt. „Sogar mit Elefanten“, staunt Ayomi. Und plötzlich öffnen sich die Tore zu einer ganz neuen Welt. Warum?

Vielleicht deshalb:

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Fotos: Hans-Joachim Winckler

 

Entspannt in Fürth

FußgängerzoneDas ist Julian. Was er macht? Er hört zu. Mitten in der Neuen Mitte nimmt er sich Zeit, um einem Panflötenspieler zu lauschen und wird damit zum Vorbild für ein entspanntes Wochenende.

Muss ja keine Panflötensonate sein. Aber wer seine Aufmerksamkeit so intensiv auf etwas richtet, der nimmt am Montag den Start in eine neue Woche mit Leichtigkeit.

Versprochen.

Wo man noch dermaßen gelassen abtauchen kann? Da hätten wir einen Tipp. Bei diesen beiden Herrn, zum Beispiel. Schwimmmeister Markus Beithner (links) und Mitarbeiter Benno Hedwig kann man im Freibad am Scherbsgraben treffen. Hier gilt, womit einst die Bahn warb: Alle reden übers Wetter. Doch hier wird geschwommen.

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Fotos: Hans-Joachim Winckler

Sei doch kein Frosch

Fürther GArtenmarkt auf der Freiheit2600 Arten von Fröschen soll es weltweit geben. Diese beiden hier sind eine ganz spezielle Fürther Spezies, das lässt sich schön an ihrem ausgeprägt heiteren Grünton erkennen. Kurzfristig haben sie es sich auf der Freiheit gemütlich gemacht, was am Wetter liegen mag – man mag es in diesen Kreisen halt gerne feucht. Was in diesem Mai in den vergangenen Tagen nicht schwer zu finden war. Aber lassen wir das. Es soll jetzt heiterer werden.

Wir hören das gerne, ihr Frösche.

Foto: Hans-Joachim Winckler

Lieblingskerngeschäft

Volksbücherei in der Neuen MitteEi Razupaltuff noch einmal, das wurde aber auch Zeit. Warum ist denn zuvor noch niemand in Fürth auf die Idee gekommen, nach Lieblingswörtern zu fragen? Wer diesen Einfall hatte, steht klein und zartgrün in der unteren Ecke: Die Volksbücherei war’s. Was jetzt freilich nahe liegt, denn Wörter sind für eine Bibliothek ja schließlich so eine Art Kerngeschäft.

Aufgestellt wurde diese Pinwand in Fürths neuer Lieblingslesestelle. Richtig, die ist in der Neuen Mitte zu finden und sorgt in luftiger Höhe für Rundum- und Durchblick. Wer mag, darf hier natürlich auch saumselig bei einem Zitroneneis über widerborstige Pfauenaugen meditieren.

Foto: Hans-Joachim Winckler

Über den Dächern von Fürth

160429_hjw_terrazza05Zwischen dem Himmel und Fürth liegt jetzt eine Terasse. Wer zum ersten Mal die Hohe Mitte erklimmt und um sich schaut, staunt. Ein Effekt, der sich nicht abnutzt und beim nächsten Besuch genauso funktioniert. Die neue Filiale der Volksbücherei ebenso wie das Dach-Café machen einen unvermuteten Perspektivenwechsel möglich und lassen die Erkenntnis reifen:

Die Aussichten sind großartig.

Foto: Hans-Joachim Winckler

 

 

Ganz schön smart

ObermichelbachDas, liebe Kinder, ist ein Telefon. Ihr müsst euch das vorstellen wie eine Art Handy, bloß etwas unhandlicher. Vor allem, weil es immer am gleichen Fleck bleibt. Früher gab es viele solcher Geräte. Vor langer Zeit hat man sogar drei Wände, eine Tür und ein Dach dazu gebaut, das Ding postgelb angestrichen und liebevoll Telefonhäuschen genannt. Bei so einem Regen-Schnee-Frühlings-Wetter war das ganz schön praktisch. Irgendwann in den 90ern wurden die Häuschen grau und mit einem Hauch von Dunkelrosa. Plötzlich sahen sie aus, als hätten sie schon viel zu viel mitangehört und deshalb einen roten Kopf bekommen. Die neue Farbe hieß offiziell Magenta und läutete den Abschied der praktischen Zellen ein.

Und heute? Da wirkt so eine Telefonsäule, wie die hier in Obermichelbach, fast ein bisschen verloren. Nur wer ganz nah daran vorbei geht, hört ein leises Singen: „Kein Schwein ruft hier an. . .“

Foto: Hans-Joachim Winckler