White Christmas gepfiffen

Weihnachten

561 000 Ideen hat Google, gibt man das Stichwort “Weihnachts Outfit” ein. Fürther können sich das schenken. Das Modell, das in der Fußgängerzone zu bewundern ist, zeichnet flauschige Eleganz aus. Einfühlsam ist hier nicht zuletzt das Thema weiße Weihnacht gelöst. Daraus soll nämlich mal wieder nichts werden. Schuld daran sind Atlantikluftmassen, sagen Wetterkundler. Wer sich für das samtige Fürther Ensemble entscheidet, kann den damit verbundenen lauen Temperaturen getrost trotzen. Die Ärmel – aufgemerkt – fallen nämlich ab, zieht man an den kessen Schleifen.

Wenn da nicht selbst Bing Crosby auf sein “White Christmas” pfeifen würde.

Glitzern mit Gauklern

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Weihnachtsmarkt und mittelalterliches Treiben harmonieren in Fürth Seite an Seite. Marc Vogel, alias Gaukler Oscar, zeigt persönlich, wie man sich das vorstellen darf. Noch mehr Futter für die Fantasie verbreitet der Mann, der laut eigenem Bekunden “fast alles anzündet”, wenn er mit schöner Regelmäßigkeit die Fürther Freiheit funkeln lässt – ganz egal, wie das Wetter ist. Ein Zugeständnis an die vorüberziehende Regenfront gibt es allerdings doch: Nicht heute, sondern Freitag, 19. Dezember, soll es noch mehr Glanz geben: Ab 19.30 Uhr ist  dann “Sternenzauber” mit festlichem Barockfeuerwerk am Paradiesbrunnen angesagt.

Dann lass’ mal glitzern, Oscar.

Wenn der Nikolaus kommt

Nikolaus

Alle Jahre wieder zieht er am 6. Dezember durch die Lande. In Köln gab es jetzt sogar eine Nikolaus-Ausbildung, für alle, die in das traditionelle Kostüm schlüpfen wollen. In Fürth weiß Pfarrer Rudolf Glauche von der St. Nikolaus-Pfarrei mehr über diesen Gedenktag: “Nikolaus war ja Bischof in Myra, in der heutigen Türkei. Es ist interessant, dass es einen Mann gegeben hat, der über Jahrhunderte nicht vergessen wurde, sondern bis in unsere Tage als Vorbild dient.” Sein Einsatz für Menschen in Not habe sich in zahlreichen Legenden niedergeschlagen.

Gar nicht freuen kann sich Rudolf Glauche über Schokofiguren im Weihnachtsmann-Outfit. “Das ist eine rein kommerzielle Erfindung, hinter der überhaupt keine Aussage steht. Ich hoffe sehr, dass der Nikolaus nicht davon verdrängt wird.”

Foto: Hans-Joachim Winckler

Süßer die Engel nie klingen

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Engel im Anflug auf Fürth. Mag auch die Zukunft des City Centers nach wie vor im Dunkeln liegen – die Deko jedenfalls lässt sich nicht hängen. Auf güldenen Trompeten blasen die Putten und schimmernde Weihnachtskugeln spiegeln jeden Besucher.

Auf dem nahen Weihnachtsmarkt hat Lena Boog als Fürther Christkind dazu aufgefordert, im Advent Zeit für Besinnlichkeit einzuplanen. Wie dieser Bitte nachgekommen wird, haben Passanten den FN verraten: “Strategien für die Suche nach Besinnlichkeit”

Foto: Hans-Joachim Winckler

Bunt und von Herzen

Schüleraktion für Flüchtlinge

Schülerinnen und Schüler der Gustav-Schickedanz-Schule in Fürth haben einen Tannenbaum geschmückt, der die Besucher auf dem Weihnachtsmarkt empfängt. Jeder gebastelte Anhänger hat eine Botschaft. Und die lässt sich tatsächlich in exakt sieben Worte fassen. So sieht eine Begrüßung aus, die von Herzen kommt.

Foto: Hans-Joachim Winckler

Das Christkind ist da

Fürther Christkind

Vorfreude aufs Fest beginnt in Fürth mit einem Lächeln. Lena Boog heißt das neue Christkind der Kleeblattstadt. Heute Nachmittag kam die himmlische Botschafterin zum ersten Mal mit Sternenmantel, Glitzer und Locken für einen kurzen Besuch auf den Weihnachtsmarkt, den sie am Donnerstag, 27. November, um 17 Uhr, mit ihrem Prolog eröffnen wird. Die 17-Jährige hat sich viel vorgenommen. Rund hundert Termine erwarten sie in der Adventszeit. Sie wird unter anderem Kindergartenkinder besuchen, Senioren und Kranke. Lena freut sich auf ihre Aufgabe. Was ihr sonst noch Spaß macht, hat sie in einem kurzen Fragebogen beantwortet. Deshalb dürfen wir hier verraten, dass ihr Lieblingsgericht “Mango-Huhn mit Reis” ist, ihr Lieblingsschauspieler Bud Spencer heißt und wenn es um Tiere geht, dann mag sie “alles, was vier Beine hat”. Vor allem aber, schreibt die Schülerin, die die Nürnberger Waldorfschule besucht, hofft sie, dass sie “den Menschen als Christkind Freude bereiten kann”.

Foto: Hans-Joachim Winckler

Fürther sucht Schatz

herz

Es gibt Anträge, die werden in dreifacher Ausfertigung angelegt und mit einem Stempel abgefertigt. Das funktioniert in diesem Fall garantiert nicht. Fragt sich also, wie hat sich der verliebte Sprayer im Fürther Stadtpark das vorgestellt?

Sorgfältige Recherchen am Tatort haben zwischenzeitlich ergeben, dass die Antwort weder auf der Rückseite des unschuldigen Gemäuers zu finden ist, noch in einen der umstehenden Bäume geritzt wurde.

Überhaupt. Woher weiß “Schatz” eigentlich, wer gemeint ist? Schließlich liegt diese ungemein fantasievolle verbale Liebkosung unangefochten auf Platz eins der Top Ten der Kosenamen (Doch, so etwas gibt es wirklich. Auf Platz drei liegt Hase. Nur mal so zur Anregung).

Seitdem im deutschen Fernsehen Menschen miteinander verheiratet werden, die sich vorher nie gesehen haben, muss man wohl damit rechnen, dass hier einfach ein Optimist einen Versuch gestartet hat. Also so in der Art von “Fürther sucht Schatz”.

Falls dem so ist, heißt die Antwort: Nein Danke.

Aber nett, dass du gefragt hast, Schatz.

Foto: Hans-Joachim Winckler

Tage wie dieser

 

Wichtel

Ein Blick aus dem Fenster genügt und du willst nur noch abhängen. Genauso ein Tag ist heute. Dieser – Verzeihung – Wicht hier hat mit Hektik auch nichts an der Mütze und demonstriert eindrucksvoll, wie man mit 16 Liter Niederschlag pro Quadratmeter an diesem Dienstag in Fürth am besten umgeht.

Seine Gelassenheit hat der Knirps in langen Jahren auf dem Speicher eines Hauses in der Brückenstraße in Vach geübt. Beim Entrümpeln und Sanieren kam er, ein entfernter Verwandter von Bilbo Beutlin aus dem Auenland übrigens, ans Licht des Tages. Kurzentschlossen ward er an den Zaun gehängt, damit er vor aller Augen das tut, was ihm wirklich am Herzen liegt.

In aller Gemütsruhe abhängen.

Foto: Hans-Joachim Winckler

Es grünt so grün

LauchEs war einmal, da saß die ganze Familie am frühen Freitagabend im Wohnzimmer auf der Couch und schaute “Herzblatt”. Flirtshow nannte sich der Spaß, der seinen Höhepunkt erreichte, wenn die verruchte Stimme der süßen Susi den Kandidaten zusäuselte, dass sie sich jetzt entscheiden müssen, mit wem sie in ein denkbar unschuldiges Wochenendabenteuer aufbrechen wollen.

Die Wahl haben Freunde des mehr oder weniger besinnlichen Grüns jetzt auch. Die Frage ist bloß: soll es in diesen lauen Novembertagen der letzte Lauch des Jahres aus dem Knoblauchsland sein? Oder schwingen sich die kunstvoll beschneiten Tannenbaumminis, die just in Veitsbronn angeliefert wurden, schon jetzt zum Herzblatt auf?

Wie soll man sich da denn entscheiden? Susi hilf.

 

Weihnachstbäume

 

Fotos: Hans-Joachim Winckler