Was übrig bleibt

Die Zeit zwischen den Jahren fühlt sich im besten Fall wie ein kurzes Atemholen an. Die Brücken zu 2016 sind eigentlich schon abgebrochen, bis die Raketen zu Begrüßung von 365 frischen Tagen funkeln, bleiben aber noch ein paar Stunden.

Im Recyclinghof an der Gebhardtstraße sind die Tage ebenfalls gezählt, im Frühjahr steht ein Umzug an. Trotzdem hat irgendjemand zusammengestellt, was Brauchbares übrigblieb. Vorbildlich, oder?

In diesem Sinn dann: Tschüss 2016 und auf ein gutes Neues!

Foto: Hans-Joachim Winckler

Wenn der Weihnachtsmann winkt

Einmal werden wir noch wach. . . Auf der Fürther Freiheit winkt der Weihnachtsmann freundlich zum Abschied vom Markt. Jetzt übernimmt das Christkind. Wie gute Kooperation ausschaut, konnte man übrigens bei den beiden hier lernen: Wer mochte, durfte nämlich beim Weihnachtsmann Briefe ans Christkind einwerfen. Ob’s geklappt hat mit der Wunschvermittlung? Wird sich jetzt zeigen. Sicher ist: Egon und Rosa wollen auch 2017 wieder ins Rennen gehen.

Fotos: -res-

Vorfreude hoch drei

Die drei von der Feststelle auf der Fürther Freiheit wecken Vorfreude. Obwohl – die Chancen, dass wir bald durch frischen Schnee stapfen können, sind laut Wetterbericht nicht sehr groß. Der Weihnachtsmann lässt auch noch ein paar Tage auf sich warten. Was bleibt? Marc Vogel, der Gaukler vom Mittelaltermarkt, natürlich. Bis Freitag geht das bunte Programm hier und auf dem Weihnachtsmarkt weiter. Und dann, Kinder, wird’s was geben. . .

Foto: Hans-Joachim Winckler

Nur echt mit dem Bischofsstab

dsc_4322Natürlich zählen erst einmal die inneren Werte. Doch in diesem Fall hat auch das Äußere Gewicht: Ein Nikolaus wird nämlich erst mit Bischofsstab und Mitra zum Nikolaus. Ein Rauschebart ist allerdings nicht zwingend notwendig. In der Fürther Fußgängerzone machten zum Nikolaustag diese würdigen Vertreter auf den feinen Unterschied aufmerksam.

Aufmerksame Beobachter behaupten, auf dem Jute-Sack, den die beiden mit sich führen, sei ein Weihnachtsmann zu erkennen. . . Was lernen wir daraus? Der Nikolaus hat ein großes Herz für alle.

Und jetzt gemeinsam: „Lasst uns froooh und munter sein. . .“

Foto: Hans-Joachim Winckler

 

 

 

Christkind im Anflug

Fürther Christkind Maria VogelDenkt euch, ich hab‘ das Christkind gesehen. Erst eins, dann zwei. . .

Heute schaute das neue Fürther Christkind Maria Vogel mit „Christkind-Mama“ Dorothea Trapp schon einmal kurz bei seinen irdischen Freunden vorbei. Das goldene Buch wurde aber noch nicht aufgeschlagen. Am Donnerstag, 24. November, um 17 Uhr, erklingt der Prolog zur Eröffnung des Weihnachtsmarkts auf der Fürther Freiheit.

Wenn das kein himmlischer Endspurt ist.

Foto: Hans-Joachim Winckler

Regenbogenbuntes Leuchten

CityCenterDas Einhorn wurde gerade zum „Fabeltier 2016“ gekürt. Dummerweise ist dieses regenbogenbunte Wippding im Fürther City-Center kein Einhorn. Das passt. Denn das City-Center ist ja auch nicht gerade der Nabel der Shoppingwelt – zumindest derzeit noch.

Vor der anvisierten Modernisierung sind hier Menschen, die einen Schaufensterbummel machen wollen, aus naheliegenden Gründen wie Einhörner. Oder haben Sie schon mal eines gesehen?

Bleibt das Leuchttier. Das macht auch in Blau eine gute Figur. Ist doch auch was Schönes.

CityCenter

Fotos: Hans-Joachim Winckler

 

Wer klettert, bekommt kein Foto

dsc_9475Wer vor lauter Selfie den Wald nicht sieht, der ist hier richtig. Im Fürther Stadtwald haben kunstsinnige Meister der Motorsäge eine durchdachte Station für Selbstporträtfotografen installiert. Beim Wildschweingehege in der Nähe des Hotels Forsthaus muss niemand mehr lange Arme machen, damit das Bild gelingt: Einfach Smartphone in den Fotomodus versetzen, das Gerät auf dem Holzpfahl postieren, hinter den Herzrahmen flitzen und – lächeln.

Aber: Bitte nicht klettern.

Foto: res

Krumm, aber gerade richtig

GastspielBei der Fürther Kunsthandwerkerin Sabine Scharf kommt zusammen, was so wahrscheinlich niemand erwartet hätte. Merkwürdigerweise wirkt das Ergebnis dann doch so, als müsste das Ganze genauso sein. Was auf jeden Fall ein Kunststück ist.

Vielleicht nicht ganz so einleuchtend präsentiert sich ein Schild in der Nürnberger Südstadt. Das unwiderstehliche Angebot liest sich so:

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Richtig, das wirft Fragen auf. Warum, nur so zum Beispiel, muss da einer offensichtlich erklären, dass „Nürnberger Gurken“ nicht aus Fürth sind? Wenigstens läuft die Ankündigung auf ein versöhnliches Ende hinaus: Krumm, aber gut.

Das ist gerade recht.

Fotos: Hans-Joachim Winckler/ res

Guck mal, eine Apfelschlange

Apfelmarkt Da staunste, oder? Obst ist nicht nur gesund, sondern macht sogar Spaß. Ausgefeilte Schältechnik macht’s möglich, dass ein Apfel plötzlich ausschaut wie die Schlange, die weiland Eva zum Obst riet. . .

Auf dem Fürther Apfelmarkt im Stadtpark gehörte heute keine Überredung dazu, kräftig zuzubeißen und kiloweise paradiesische Köstlichkeiten einzupacken. Perfektes Herbstwetter mit wärmenden Sonnenschein sorgten für einen Zulauf, der ein Vorbeischlendern an den Ständen nur dicht an dicht und Schritt für Schritt möglich machte. Was den Besuch zum entschleunigten Erlebniss werden ließ.

Falls es übrigens stimmt, dass jeder von uns im Jahr im Durchschnitt 33 Kilo Äpfel isst, dann haben die Fürther ihr Pensum heute jedenfalls übererfüllt. Gesunde Sache.

Foto: Hans-Joachim Winckler

 

 

Es waren einmal zwei Kannen

KaffeekannenHaste Töne? Nein, die Klavierkanne kann Kaffee, aber damit ist das seltene Stück in Sonja Zills Café „Klatsch“ in Burgfarrnbach in allerbester Gesellschaft. Gut und gerne 300 Kaffeekannen sind in den gemütlichen Räumen im Fritz-Rupprecht-Seniorenheim der Arbeiterwohlfahrt zu bewundern. Schlanke, runde, verschnörkelte, kuriose – bei Sonja Zill findet jedes Stück einen Ehrenplatz.

Wie sie zu ihrer außergewöhnlichen Galerie kam? „Meine Schwiegermutter hat mir zwei Kaffeekannen geschenkt, die habe ich hier dekoriert. Na, und dann kam ein netter Herr und sagte ,Ach, Sie sammeln, da habe ich auch was für Sie‘. Und so hat sich das verselbstständigt.“

Das ist inzwischen acht Jahre her und längst wird es ein bisschen eng auf Regalen und Fensterbrettern. „Ein paar dazugehörige Milchkännchen musste ich sogar aufhängen – aus Platzgründen“, lacht die Café-Chefin gut gelaunt. In Zeiten von Thermoskannen, Latte im Glas und Kapsel-Maschinen haftet ihrer liebenswerten Ausstellung die Erinnerung an eine Zeit an, als man eine „gute Tasse echten Filterkaffee“ mit Hingabe zubereitete und mit Aufmerksamkeit genoss. Diese wunderbare Epoche also, als man Togo nur und ausschließlich für einen Staat in Westafrika hielt. Und nicht auf die Idee kam, die ersehnte Koffeinzufuhr to go zu schlürfen.

Erinnerung spielt freilich auch bei Sonja Zill eine wichtige Rolle. „Um die einzelnen Kannen ranken sich ganz viele Geschichte und ich weiß eigentlich von jeder einzelnen, woher sie kommt.“

Am besten also, hinsetzen, zuhören und – Kaffee trinken.

Foto: Hans-Joachim Winckler