Der Billige Jakob ist dabei

schorschiOrdnung muss sein. Deshalb hat jeder Stand auf der Fürther Kirchweih eine Nummer, die wird auf den Boden gesprüht, damit klar ist, wo aufgebaut werden darf. Mit einer Ausnahme: Schorschi ist keine Nummer. Schorschi ist eine Marke. Denn Georg „Schorschi“ Huber alias der Billige Jakob gehört zur Kärwa wie Riesenrad und Erntedankumzug. Deshalb hat Marktmeister Thomas Oberndorfer ganz selbstverständlich die persönliche Widmung aufs Pflaster der Moststraße gesprayt.

Im vergangenen Jahr gab es allerdings eine schlechte Nachricht: Der mittlerweile 81-jährige Huber wurde krank und verpasste einen Teil seiner Kirchweih. Jetzt ist die Erleichterung groß: Schorschi wieder dabei sein.

Foto: Tim Händel

 

 

 

 

Nicht alle Bretter im Schrank

datei-27-09-16-17-02-49_gedrehtDer Moment, wenn du allein die Tür zu einem fremden Schrank öffnest und es macht Krawusch. . . Kein guter Moment. Echt. Fragt sich natürlich: Was tun? Reinschaufeln? Oder ganz neue Wege gehen?

Der englische Maler Francis Bacon, nur so zum Beispiel, bestand an seinem Arbeitsplatz auf einer „fast gewalttätigen Unordnung“, die ihn anregte. Andere beschrieben sein Atelier als unbeschreibliches Chaos. Also mutig alles liegen lassen und Bacon ins Spiel bringen?

Schon gut, lassen wir das. Als fleißiger Leser zeitgenössischer Ratgeber-Literatur weiß man natürlich, dass der Experte in diesem Moment raten würde, von Überflüssigem Abschied zu nehmen. Fremde Schränke entrümpeln? Das könnte zu Missverständnissen führen.

Bleibt nur der klassische Weg: Abgestürztes Regal sorgfältig montieren und einräumen nach dem Lagen-Prinzip. Soll heißen: Was zuoberst liegt, kommt nach ganz unten. Logisch, oder?

Sieht jetzt wieder fast wie neu aus und fällt kaum auf.

Und, pst, weggeworfen wurde doch was. Die Kekse, die tapfer versucht haben, das Chaos aufzuhalten, hatten keine Chance. Jetzt haben sie sich verkrümelt.

Foto: Tim Händel

Lieber leicht

160913_hjw_schule16Hhm, schöne Schultüte. Aber fehlt da nicht was?

Nö, sagt die frischgebackene Erstklässlerin. Bei der Einschulung in der Pestalozzischule wollte sie heute lieber mit einem Leichtgewicht im Arm starten. Und so wurde daheim direkt nach dem Frühstück ausgepackt.

Und was war drin? „Lauter schöne Sachen.“

So soll’s sein. Einen guten Start ins Schülerleben für alle!

Foto: Hans-Joachim Winckler

Paddeln und genießen

Umfrage zum FerienendeFürth ist doch immer für eine Überraschung gut. Maria (re) und Anna Gloss sind für den FN-Fotografen ganz spontan in ihr Schlauchboot gestiegen, das gute Stück hatten die beiden Schwestern natürlich nicht zufällig dabei: Zuvor gab es eine Paddeltour auf der Pegnitz, anschließend ein Eis in der neuen Mitte.

So schön können die letzten Ferientage sein.

Foto: Hans-Joachim Winckler

Bis auf weiteres, bitte

Blog1Das ist ein Bild von einem Sommertag, oder? Meteorologisch hat mit dem ersten Septembertag zwar der Herbst begonnen, aber wir halten es lieber mit dem astronomischen Start in die feucht-kalte Jahreszeit. Der ist nämlich erst am 22. September, pünktlich um 16.21 Uhr.

Das heißt, wir können völlig zu Recht weiter in Sommergefühlen schwelgen- und uns über die ersten Lebkuchen wundern, die plötzlich auftauchen. Wenn die Temperaturen mitspielen, könnte man jetzt noch eine Menge wunderbarer Sommersachen machen wie Wellenreiten oder Surfen oder endlich lernen, wie man perfekt im Schmetterlingsstil seine Bahnen zieht. Klingt anstrengend? Ist es sicher auch. Der ultimative Tipp heißt deshalb: In den Stadtpark gehen und die Wasserkaskaden im Fontänenhof bewundern. Arm heben, lachen, Selfie machen.

Und das Beste daran? So ein Bild sorgt auch dann noch für gute Laune, wenn der Herbst unwiderruflich den Fontänen Konkurrenz macht.

Foto: Horst Linke

Aufs Dach gestiegen

Blick vom RathausturmDem Himmel so nah – ist man in Fürth auf dem Turm des Rathauses. Wer die Chance hat, hier herauf zu kommen, hört pünktlich vier Minuten nach 12 Uhr klar und deutlich ein paar Glockenspiel-Takte aus dem Led-Zeppelin-Megahit „Stairway to heaven“ – und wundert sich dann vielleicht nicht mehr, warum er so außer Atem ist.

Am 4. September gibt es wieder eine Gelegenheit, den Rundblick zu genießen. Bei einer 90-minütigen Tour durch das Rathaus geht es dann nämlich auch hoch auf den Turm(Info: 0911/2395870).

Bis dahin kann natürlich von unten hinauf schauen und sich ein paar südliche Momente gönnen und das nicht nur, weil der Himmel im Moment so azurblau strahlt. Die Form des Fürther Rathausturms erinnert schließlich an italienische Baukunst.

Kann das Glockenspiel eigentlich auch Adriano Celentanos „Azzurro“ anspielen?

Foto: Horst Linke

Spalier fürs Glück

Hochzeit mit PolizeispalierGlückwünsche für frisch vermählte Paare, die aus dem Standesamt im Fürther Rathaus kommen, sind ein vertrauter Anblick in der Königstraße. Auch diesen beiden war die Aufmerksamkeit gewiss, sie freuten sich über ein besonderes Spalier, das Kollegen des jungen Ehemanns aus Ingolstadt bildeten.

Foto: Hans-Joachim Winckler

Pokémon in Poppenreuth

IMG_20160714_110058Sie sind mitten unter uns. Die guten alten Pokémon. Richtig, das waren die putzigen Biester, die in den 90ern ihren großen Auftritt hatten. Jetzt sind sie zurück und machen – so man denn will – gemeinsame Sache mit der Standort-Erkennung unserer Smartphones. Die Monster verstecken sich, der Spieler bekommt aber mit, wenn eines in der Nähe ist. Auf dem Display des Telefons tauchen Pikachu, Glumanda oder Rattfratz dann in unserer realen Umgebung auf und lassen sich wie einst mit weiß-roten Pokébällen bewerfen.

Klingt arg simpel?

Ja, schon. Doch seit „Pokémon Go“ auch in Deutschland herunter geladen werden kann, finden die Fans plötzlich frische Luft attraktiv. Wer sich also wundert, warum auf einmal erstaunliche viele Spaziergänger überall herumlaufen und dabei den Blick fest aufs Handy gerichtet haben – die wollen nur spielen.

In Poppenreuth staunt seit Mittwoch ein Anwohner, der seinen Garten immer wieder neu und sehr kreativ mit Bambi, Giraffe oder Zwergen gestaltet: „Ständig kommen Leute, stehen am Zaun und drücken auf ihrem Telefon rum“, sagt er. Die Lösung ist schlicht: Sein Garten firmiert im neuen Pokémon-Spiel als „Disneyland Poppenreuth“ und ist ein PokéStop. Richtig. Hier gibt es die – virtuellen – Bälle.

Was das Ganze soll?

Eine gute Frage. Manche grübeln darüber schon seit den 90ern.

Foto: Rempe

Unterwegs in Fürth

PuppenmutterDie Kinder, die Fußballer auf den Rasen führen, haben heute einen freien Tag. Erst Mittwoch geht’s ja in Frankreich weiter. In der Fürther Fußgängerzone waren dagegen heute diese beiden unterwegs. Auch in einer tragenden Rolle. Und mindestens genauso ernsthaft bei der Sache. Was uns dazu einfällt? Einfach goldig, oder?

Foto: Hans-Joachim Winckler

Ach, Sommer

FOTO: Hans-Joachim Winckler   DATUM: 24.6.2016MOTIV: GrafflmarktLieber Sommer, wir müssen reden. Natürlich gibt es bei dir kein Wunschkonzert. Sonst hätten wir alle für freundliche 25 Grad am Tag gestimmt, für dezente Abkühlung in der Nacht und sanfte Schauer bei Gelegenheit, damit es im Garten grünt und blüht. Davon hältst du nichts, ist klar.

Beim Grafflmarkt in der Fürther Altstadt traf FN-Fotograf Hans-Joachim Winckler jetzt dieses standfeste Paar. Vielleicht sollten wir uns die beiden zum Vorbild nehmen und unerschütterlich auf des Sommers beste Seite hoffen. Bis zu seiner Ablösung durch den Herbst am 22. September, 16.21 Uhr, hat er schließlich noch Gelegenheit dazu.

Also, Sommer, lass uns bitte nicht noch mal im Starkregen stehen.