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Mittags in der Stadt: Schüler, soweit das Auge reicht

In der Mittagspause rennen die Schüler in Forchheim entweder zum Dönerstand, in den Drogeriemarkt oder in die Bäckerei.
Freitag, 13 Uhr: Im Drogeriemarkt Müller in Forchheim ist kein Durchkommen mehr. Das gleiche Spiel vor der benachbarten Bäckerei und an den Dönerständen dieser Stadt. Schüler, überall Schüler. Sie stehen vor den Süßigkeitenregalen und holen sich die letzte Packung Colorado-Gummibärchen aus dem Regal (wie soll man es ohne Gummibärchen durch das Nachmittagstief im Büro schaffen?).
So einfach wie ein Handyvertrag

Dies ist noch die reguläre zehnte Klasse - eine "Einführungsklasse" am Gymnasium Fränkische Schweiz ist geplant. Foto: Ralf Rödel
Und da dachte man immer es sei schwierig, einen passenden Handy-Vertrag zu finden. Die Wahl des richtigen Schultypus ist für Eltern und für Kinder eine enorme Herausforderung. Wobei von Letztgenannten, gerade dem Grundschulalter entwachsen, noch gar keine vernünftige Entscheidung zu erwarten ist. “Ich will dahin, wo mein Freund Lukas auch hingeht”, heißt es da. Oder diese Schule wird gegenüber jener bevorzugt, weil da doch das Mittagessen besser ist.
Und bei den Eltern vertiefen sich derweil die Sorgenfalten weil man doch das Beste für sein Kind will. Aber was zum Geier ist das bloß? Verzweiflung macht sich breit. Es geht doch um die Zukunft unserer Kinder, die uns gegenwärtig am wichtigsten zu sein scheint.
Nach der Schulzeit ist man schlauer. “Meine Eltern hätten mich eigentlich aufs Gymnasium schicken müssen.” Oder: “Ich war nie ein Gymnasiast. Meine praktischen Fähigkeiten wären auf der Realschule viel besser zur Geltung gekommen.” Ein Kind an der falschen Schule – und sei sie noch so gut - kann ins Stolpern kommen, als laufe es mit schlecht sitzenden Schuhen durch die Gegend.
Da aber vorher keiner weiß, wie sich das Kind entwickelt, wo die Stärken und Schwächen liegen, ist es doch zu begrüßen, wenn der Umstieg erleichtert wird. Die Einführungsklasse, wie sie jetzt am Forchheimer Herder-Gymnasium und am Gymnasium Fränkische Schweiz in Ebermannstadt kommen soll, ist da als Mittel geeignet. Auch um den Druck aus den Grundschulen rauszunehmen, wo besorgte Eltern sich mit Mitte der ersten Klasse fragen, ob es wohl fürs Gymnasium reichen wird. Weniger Sackgassen, mehr Abzweigungen bringen Entspannung. Im Idealfall ist der Wechsel dann so einfach wie bei einem Handy-Vertrag . . .
Zwischenspurt ohne Leiden
Nach dem 2. Marathontraining mit Hindernisläufer Felix Hentschel (r) schwebt NN-Sportredakteur Kevin Gudd auf Laufwolke 7.
Diesmal wollte ich nicht länger als eine Woche warten, um meine aufgefrischte Lauf-Trainingsform nochmals auf die Probe zu stellen. Zugegeben, dazu war ein kleiner technischer Motivationsschub nötig. Im Hinblick auf die 16 Kilometer Distanz, die sich am 1. September beim Fränkische-Schweiz-Marathon überstehen will, habe ich dadurch vom Feeling her ein noch besseres Gefühl, auch wenn der Zwischenspurt im Training doch sehr kurz geriet.