Unangenehme Fragen an die Wohlfahrtsverbände

Weil das Sozialprojekt "Waschhaus" endet, steht Leiterin Sabine Lux auf der Straße. Foto: Roland Huber
Wenn im Sommer das Projekt Öko-Waschhaus schließt, dann steht seine Leiterin Sabine Lux nach 18 Jahren Plackerei auf der Straße. 18 Jahre in denen sie langzeitarbeitslose Frauen wieder an das Berufsleben herageführt hat, zum Dank muss sich Lux nun selbst arbeitslos melden. Sehr bitter, wie ich finde. Es reicht aber nicht den Schwarzen Peter der Bundesregierung zuzuschieben, die das Projekt hat sterben lassen. Unangenehme Fragen müssen sich auch ...weiter lesen
Die Bayreuther Straße: eine verkannte Entwicklungsachse

Diese Aufnahme von 2008 ist eigentlich schon wieder veraltet, so schnell verändert sich Forchheim, gerade hier in der Bayreuther Straße. Foto: Irene Lenk
Eine der wichtigsten Straßen Forchheims, die Bayreuther Straße, ist aus meiner Sicht in den letzten Jahren etwas aus dem Blickpunkt der Öffentlichkeit geraten. Geredet und gestritten wird über Gewerbegebiete im Süden, bei Kersbach und sonstwo. Über Baugebiete in Burk, in Buckenhofen, in Kersbach. Über neue Stadtviertel mitten in der Stadt. Über den abgerissenen Kindergarten Sattlertor, das Hallenbad, das Krankenhaus…
Dabei tut sich am östlichen Aus- und Einfallstor ...weiter lesen
Der Frühlingszauber geht im Metallkübel unter

Tulpen und Stiefmütterchen zaubern den Frühling in die Klosterstraße. Die Metall-Pflanzkübel in der Innenstadt dagegen kommen wenig zauberhaft daher.
Liebes Gartenamt: Herzlichen Dank für die schönen Frühjahrsblüher, die selbst den verregnetsten Apriltag aufhellen. Ein paar rote Tulpen, gelbe Osterglocken und blaue Hyazinthen und die Stimmung steigt. Allerdings kann ich das Lob nicht uneingeschränkt gelten lassen. Es geht um die metallenen Pflanzkübel. Als Befürworterin der schlichten Form gefallen ...weiter lesen
Was passiert beim nächsten Hochwasser?
Vielleicht sind die Bilder von der Hochwasser-Katastrophe im Juli 2007 schon zu verblasst. Es sind immerhin fast fünf Jahre vergangen. Damals waren sich noch alle betroffenen Kommunen einig, es muss etwas getan werden, schnell und in Einigkeit. Die Gründung eines Zweckverbands wurde geplant und geplant und geplant…. Jahrelang wurde überlegt und doch zu kurz gedacht. Der Zweckverband ist weiter ...weiter lesen
Radeln in der Fußgängerzone: Warum eigentlich nicht?

Radler und Fußgänger kommen auch ohne Verbote in der Hauptstraße miteinander zurecht. Archivfoto: Irene Lenk
Seitdem ein Teil der Hauptstraße zum verkehrsberuhigten Bereich und dann zur quasi Fußgängerzone erklärt wurde, und das ist nun auch schon wieder über zwanzig Jahre her, kocht alle paar Jahre die Frage hoch, ob das Radeln in diesem Abschnitt verboten werden oder erlaubt bleiben sollte.
In den 90er Jahren habe ich darüber mal eine Glosse geschrieben, die im Prinzip noch heute ihre Berechtigung hat: Nicht die Radler sind das Problem, sondern die Fußgänger. Denn die Passanten sind für Radler in ihren Bewegungen ...weiter lesen
Forchheimer, greift Euren Politikern unter die Arme

Beim Stadtentwicklungskonzept ISEK haben die Bürger auch die Umgestaltung des Paradeplatzes gefordert
Immer häufiger werden die Bürger zur Mitsprache eingeladen, wenn es darum geht, wie sich die Kommune weiterentwickeln soll. Und das ist gut so. In Forchheim fing es mit Projekten wie “Leben findet Innenstadt” an, aktuell sollen sich die Forchheimer beim Integrierten Stadtenwicklungskonzept ISEK engagieren. Noch besser sind die Egloffsteiner: Die haben von allein das Heft in die Hand genommen und eine Bürgerwerkstatt gegründet, ...weiter lesen
Der Preis ist zu heiß für diese Kugel
Mich hat es eiskalt erwischt und zwar beim Anblick der Preistafel in einem der Forchheimer Eiscafes: Einen Euro kostet da die Kugel! Ich finde damit ist die magische Eispreis-Grenze eindeutig überschritten worden. Da mag das Pistazieneis noch so zartschmelzig den Gaumen entlang gleiten und die Cookie-Stückchen knusprig knacken. Ich will ja gar nicht damit anfangen, dass ich mich noch an Zeiten erinnern kann, als die Kugel mit 50 Cent zu haben war, weil es bestimmt noch andere Eis-Fans gibt, die ...weiter lesen
Sperrung des Paradeplatzes wird zum Test für neue Verkehrsführung
Gestern im Rathaus: Oberbürgermeister, Bauamtschef, Verkehrsplaner, Straßenverkehramtschef und Marketingberater sitzen den Pressevertretern gegenüber, um die Sperrung eines wenige Meter langen Stücks Straße offiziell zu verkünden. Ein gewaltiger Aufwand an Amtspersonen, finde ich. Daran ist abzulesen, welche Bedeutung die Stadt dem Paradeplatz beimisst.
Es wird ja nicht irgendein Stück Straße für beinahe ein Jahr für den Durchgangsverkehr gesperrt. Vielmehr geht es um einen der ...weiter lesen
Mittags in der Stadt: Schüler, soweit das Auge reicht

In der Mittagspause rennen die Schüler in Forchheim entweder zum Dönerstand, in den Drogeriemarkt oder in die Bäckerei.
Freitag, 13 Uhr: Im Drogeriemarkt Müller in Forchheim ist kein Durchkommen mehr. Das gleiche Spiel vor der benachbarten Bäckerei und an den Dönerständen dieser Stadt. Schüler, überall Schüler. Sie stehen vor den Süßigkeitenregalen und holen sich die letzte Packung Colorado-Gummibärchen aus dem Regal (wie soll man es ohne Gummibärchen durch das Nachmittagstief im Büro schaffen?).



Dorferneuerung: Unangenehme Überraschung für die Anwohner
Weniger Asphalt, mehr Grün: Der Dorfplatz in Lilling in der Vision der Planer. Illustration: Stadtplanerin Brigitte Sesselmann
Für die Büger von Lilling und Sollenberg dürfte es eigentlich ein schöner Abend gewesen sein: Sie waren extra in den Gräfenberger Stadtrat gekommen, um den Stadtplanern und ihrer Vision von schöneren und vor allem grüneren Ortsteilen zu lauschen. Anschließend stimmten auch noch die Stadträte den Maßnahmen der lang geplanten Dorferneuerung zu. Die unangenehmen Entscheidungen fielen erst später – als von den interessierten Bürgern längst keiner mehr da war.
Die Stadt Gräfenberg, das ist bekannt, geht seit ...weiter lesen