Posts Tagged ‘WM’

Juli 9th, 2010

WM: Was der Club aus Südafrika lernen kann. Und was nicht.

Die WM neigt sich dem Ende – und bringt neben der offenbar unübertrefflichen Gabe eines Tiers namens Paul (ich greife neuerdings beim Grillen auch auf Kalamari zurück) die ein oder andere fußballerische Erkenntnis mit sich. Zum Beispiel die, dass die, die am lautesten schreien, nicht unbedingt die Besten sind. Argentinien und Brasilien stehen für diese Diskrepanz zwischen Selbsteinschätzung und tatsächlichem Leistungsvermögen. Hier hat sich unser Club nichts vorzuwerfen: Ich habe zumindest noch keinen  gehört, der den FCN in den Kampf um den Titel miteingreifen sieht. Oder zumindest Ambitionen auf einen einstelligen Tabellenplatz reklamiert. 

Oder auch die Systemfrage: Weit gekommen sind die Teams, die es ihrem Gegner sehr unangenhm machen. Urugay, fußballerisch eine gewiss strak begrenzte Ballnation, steht exemplarisch für diesen Stil. Ausgefeilter natürlich auch die Spanier. Nun hat der Ruhmreiche keinen einzigen Akteur in seinen Reihen, der die taktische Cleverness und technische Perfektion eines Spieler von der iberischens Halbinsel mitbrächte, aber übersetzt auf die Leistungsebene von Wolf, Judt & Co. bedeutet dies: Laßt den Gegner gar nicht erst zur Entfaltung kommen, Das kann auch der Club punkten - ein paar Mal konnte das Tema dies in der vergangenen Rückrunde unter Beweis stellen. Etwa beim Unentschieden gegen die Bayern.

Was ebenfalls haften bleibt, auch wenn es mir schwer fällt, dies hier halböffentlich einzugestehen, ist die Qualität der deutschen Schiris. Doe Pfeifenmänner anderen Nationen sind – soherum kann man es auch formulieren – noch schlechter. Da freue ich mich sogar auf so manchen ungeliebten Referee. Was in Südafrika teilweise von den Männern in schwarz geboten wurde, war erbärmlich.

Und schließlich bleiben mir diese unsäglichen Tröten in Erinnerung. Wenn einer meines Blocknachbarn mit einem solchen Lärmteil ins Stadion kommt und mir ins Ohr trötet, könnte es sein, dass ich Schlagzeilen fabriziere. Belassen wir es also bei den klassichen Fantechniken. Beifall für ein Mintal-Tor, Pfiffe bei einer von Eigler vergebenen Großchance und ungläubiges Staunen, wenn am 25. Spieltag bereits der Klassenerhalt feststehen sollte. Dann darf wegen mir eine Vuvuzuela-Klangwolke durchs Frankenstadion ziehen.

Juni 28th, 2010

Vittek: WM-Held kehrt nicht nach Nürnberg zurück, oder: Hat der Club eine bundesligataugliche Elf?

Kaum hat das Träumen begonnen, fordert der triste Alltag seinen Tribut: Aus Robert Vitteks Rückkehr an den Valznerweiher wird nichts. Der von dem Slowaken selbst angeregte Transfer kommt auf wirtschaftlichen Gründen (frei übersetzt: der klamme Club kann sich den teuren Vittek nicht leisten) nicht zustande. Schade.

Ich hätte mir Vittek gut im Club-Team vorstellen können. Jetzt heißt es halt weiterhin Eigler anzufeuern, der pro Spielzeit vielleicht für drei, vier Treffer gut sein dürfte. Oder auf die wundersame Leistungsexplosion eines Angelos Charisteas hoffen. Der meines Erachtens unverkäufliche Grieche sollte nicht nur eine monetäre Belastung darstellen (was er angesichts seines Netto-Jahresgehalts im siebenstelligen Bereich zweifelsohne tut), sondern auch auf dem Fußball-Platz ab und zu eine Bereicherung für den FCN sein. Auf dem Fußballpaltz. Nicht nur auf der Tribüne.

Und wenn es nur im Bereich der Eigler’schen Möglichkeiten, also einiger, weniger  Saisontore, wäre. Natürlich wird das nach Heckings erfreulich klarer Absage an Charisteas schwierig, aber im Fußball ist schon viel passiert. Und wer weiß, wie lange Hecking Club-Coach bleibt. Gewinnt die Truppe  keine der ersten zehn Begegnungen, werden die Karten sicher neu gemischt. Wolen wir hofen, dass es nicht so weit kommt.

Momentan, das sage ich in aller Deutlichkeit, sehe ich allerdings keine elf Spieler, die erstligatauglich sind. Einige, die dies für sich verbuchen konnten, sind weg, die Neuen kann ich (noch) nicht hinreichend bewerten. Heuer, das steht jetzt schon fest, müssen die Neuzugänge einschlagen. Zumindest einige. Sonst droht erneut ein 34 bis 36 Spieltage dauerende Kampf gegen den Abstieg.

Oder sehr ich das falsch? Hat der jetzige Club-Kader eine Überlebenschance in Deutschlands Eliteliga? Falls ja, warum?

Juni 25th, 2010

Nach Fußball-Orgasmus: Kehrt WM-Top-Torjäger Vittek zum Club zurück?

Robert Vittek hat gerade einen “Fußball-Orgasmus” erlebt. Zumindest verkündet dies die slowakische Zeitung Plus. Nicht nur Vittek kam demnach in den Genuß dieses ganz besonderen Höhepunktes, vielmehr die ganze Slowakei. Na ja. Das mit den Schlagzeilen ist halt so eine Sache. “Wir” waren (oder sind wir es nicht immer noch?) ja nach Ansicht eines hiesigen Boulevardblattes auch schon mal Papst…

Wollen wir also nicht päpstlicher sein als Bendedikt – und kehren in die Niederungen bzw. zu den Höhepunkten der Fußball-WM und somit zu Robert Vittek zurück. Der28-Jährige hat doch tatsächlich Interesse an einer Rückkehr nach Nürnberg signalisiert. Das wäre doch was – der WM-Top-Torjäger beim Club! Vielleicht könnten wir dem OSC Lille, Vitteks bisherigem Arbeitgeber, im Tausch den Torschützen des goldenen EM-Tores für Griechenland schmackhaft machen – falls die Franzosen vergessen haben sollten, dass Angelos’ letzter wirklich entscheidender Treffer schon sechs Jahre zurückliegt. Und falls die Franzosen die Griechen bei der WM nicht beobachtet haben sollten…

Zurück zu Vittek: Der würde gerne nach Nürnberg kommen – dann sollte er tunlichst nicht gegen die Niederlände treffen. Denn WM-Tore treiben den Preis nach oben. Und drei Treffer sind schon ziemlich teuer. Also Robert: Kein Tor mehr schießen – und dafür in der neuen Saison umso treffsicherer im Nürnberger Trikot auftrumpfen. Ich müsste sogar noch ein Vittek-Leibchen im Keller haben. Ob Nürnberg dann einen “Fußball-Orgasmus” erleben dürfte, weiß ich nicht. Werden wir ja sehen…

Juni 24th, 2010

Slowakei im Achtelfinale: Warum es lohnt, Vittek mehr als eine Träne hinterherzuweinen

Robert Vittek ist auf dem besten Weg slowakischer Nationalheld zu werden. Der Club-Stürmer au früheren (erfolgreichen) Tagen hat bei der WM eerneut ins Schwarze getroffen. Und gleich zwwei Mal. Nicht gegen irgendeinen Gegner, nei gegen den Weltmeister.

Quasi im Alleingang hat Vittek sein kleines Land ins Achtelfinale geschossen. Eine echte Sensation, die nicht nur Marek Mintal, Vitteks Landsmann, freuen dürfte.

Als Club-Fan hingegen kommt Wehmut uaf. Vittek hätte gehalten werden sollen. Der Mann kann immer noch sagenhaft gut Fußball spielen. Und vor allem Tore schießen. Das hat sein Landsmann leider etwas verlernt. Vielleicht sportn der Triumph der Nationalelf auch Marek Mintal zu neuen Höhenflügen an.

Juni 22nd, 2010

Von Frankreich lernen, heißt verlieren lernen

Allez les bleus – der Anfeuerungsruf für die équipe tricolore erhält eine neue Bedeutung – nach dem Aus in und gegen Südafrika: Auf geht’s nach Hause. Und dort werden Ribéry und Co sicher nicht mit Begeisterungsstürmen empfangen. Stattdessen drohen Tomaten oder gar faule Eier. Denn die Franzosen fühlen sich verschaukelt. Vielleicht auch ein bißchen von den Schiedsrichtern – von denen aus meiner Sicht auch viele nach Hause geschickt werden sollte – aber vor allem von den eigenen Stars.

Die haben sich kräftig daneben benommen. Und mit ebensolchen Ausdrücken um sich geworfen. Zumindest ein Spieler hat dies offenbar getan. Und ein anderer hat es der fränzösischen Sportzeitung, L’Équipe gesteckt. Und schon musste sich Präsiddent Sarkozy einschalten.

Was das mit dem Club zu tun hat? Vordergründing nichts. Aber lernen kann der Ruhmreiche dennoch aus den Fehlern der einstigen grand nation: Gegenseitiges Beschimpfen hilft nichts. Und eine Art Trainingsstreik gleich gar nicht. Und im Übrigen haben wir unserer Spielerrevolte schon hinter uns: Wie war das nochmal, als einige Jungspunde aufstanden und gegen Etablierte vom Leder zogen?

Dieser Aufstand – das muss man rückblickend konstatieren – war so schlecht nicht.

Also: Allez les bleus, vor allem aber Auf geht’s Club!

Juni 21st, 2010

WM-Langeweile macht sich breit: Warten auf den Club

Mal ganz ehrlich: Kamerun gegen Dänemark oder Schweiz gegen Chile – das sind wahrlich keine Straßenfeger. Und am Abend dann Spanien gegen Honduras. Na ja. Klar, ich schalte natürlich auch jeden Abend den Fernseher an, aber mit meinem Club können die Teams nicht mithalten.

Sportlich vielleicht schon (wobei ich glauibe, dass der Ruhmreiche auch nicht schlechter als Nordkorea auftreten würde), aber vom Spannungsmoment her nicht annähernd. Ist es mir doch vergleichsweise wurscht, ob Kamerun oder Dänemark die Vorrunde überstehen. Da interessieren mich sogar die Fürther Ergebnisse in der 2. Liga mehr.

Bekanntermaßen hat ja alles ein Ende, so dass die WM schon bald Geschichte sein wird. Und die letzte WM-Woche ist ohnehin die beste, weil dann – parallel zum Geschehen in Südafrika – der FCN das Training aufnimmt. Und das interessiert mich dann wirklich. Zum Überbrücken dieser Wartezeit ist die WM aber gar nicht so schlecht. Auch wenn unsere Club-Akteure nicht so recht einschlagen wollen bzw. gar nicht erst mitkicken dürfen.

Wie meistern andere Club-Anhänger die lange Pause? Für Tipps bin ich dankbar.

Juni 15th, 2010

Hohes Herzinfarktrisiko bei Spielen der DFB-Elf und des Ruhmreichen

Wer hätte das gedacht: Bei Fußballspielen steigt die Herzinfarktgefahr. Nicht für die Spieler. Nein, für die Fans. Eine  Studie, die während der WM 2006 erstellt worden ist, belegt, dass sich “das Risiko für ein erhöhtes kardiales Ereignis um den Faktor 2,66 deutlich erhöht”. Das bezog sich jeweils auf die Einsätze der deutschen Nationalmannschaft. An solchen Tagen, so die Studie, sei die Zahl derjenigen, die einen Notarzt kontaktiert hatten und anschließend im Krankenhaus behandelt werden mussten, sprunghaft gestiegen.

Sakradi. Manchmal denke ich mir, dass ich auch Forscher hätte werden sollen. Denn diese Erkenntnis ist ungefähr so bahnbrechend wir die Aussage, dass Sonnenbaden ohne Schutz das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, ansteigen läßt.

Die Wissenschaftler hätten sich statt mit der Nationalelf mal mit dem FCN beschäftigen sollen. Eine Begegnung des Ruhmreichen kann gesundheitlich äußerst gravierende Folgen haben. Wenn Wolf mal wieder den vermeintlich einfachen Pass nach vorne ins Seitenaus schlägt, wenn Bunjaku einen entscheidenden Elfmeter in die Arme des gegnerischen Torhüters zirkelt, wenn Eigler nach einem Ballverlust mal wieder stehen bleibt – dann beginnt auch mein Herz zu rasen. Von meinen Stimmbändern ganz zu schweigen.

Was man dagegen tun kann? Medikamente nehmen oder enthaltsam leben. Letzteres, das räumen immerhin auch die Wissenschaftler ein, ist keine allzu realistissche Variante. So kommen denn auch die  Autoren des Beitrags für die Deutsche Apotheker Zeitung zu der Erkenntnis, dass die “Empfehlung, ein solches Spiel erst gar nicht anzuschauen” bei den Gefährdeten auf wenig Resonanz stossen dürfte.

Mai 27th, 2010

Club-Trio in Südafrika: Nun kickt auch Bunjaku bei der WM

Hat der Club WM-taugliche Spieler im Kader? Natürlich nicht. So würde jeder vernünftig denkende Mensch mit Fußball-Sachverstand antworten. Nationaltrainer sehen dies offenbar anders – oder haben wirklich keine Alternativen.

Dass Otto Rehhakel an Angelos Charisteas festhält, wissen wir. Erstaunlicherweise zahlt ihm unser Grieche dieses Vertrauen sogar ab und an zurück – beim jüngsten Testspiel mit einem Treffer.

Dass die Australier nicht zu den Topfavoriten in Südafrika zählen und sicherlich über bessere Windsurfer als Fußballer verfügen, ist auch klar. Insofern ist die Nominierung von Vidosic auch keine Überraschung gewesen.

Und nun folgt die Nummer drei: Denn auch Albert Bunjaku hat – quasi in der Nachspielzeit – den Sprung auf den WM-Zug geschafft. Ottmar Hitzfeld hat den Club-Stürmer, dessen letzter Treffer alnge, lange zurückliegt nachnominiert. Bunjaku profitiert vom verletzungsbedingten Ausfall seine Kollegen Marco Streller.

Mir Eric Choupo-Moting weilt ein weiterer Akteur, die vielleicht in der neuen Saison das Club-Trikot überstreifen wird, bei der WM. Mit Kamerun.

Mal schauen, wer noch in Frage kommt. Bleibt unseren Nationalspieler das Verletzungspech treu, wird Jogi Löw vielleicht noch Andi Wolf als Innenverteidiger oder gar Christian Eigler für die Offensive nachnominieren. Für beide gilt aus meiner Sicht dasselbe, was Bunjaku auszeichnet: Sie können auf verschiedenen Positionen spielen. Meistens halt nicht besonders gut…

November 20th, 2009

Wetten, dass der Club Osnabrück auch so besiegt hätte

Wer hätte das gedacht: Gleich mit drei Akteuren ist der FCN in Südafrika vertreten. Mindestens. Denn Angelos Charisteas (der beim Deutschen Griechen-Coach Rehakles  einen ähnlichen Status, nämlich den des Unantastbaren, wie Christian Eigler bei Club-Trainer Oenning inne zu haben scheint), Dario Vidosic und Albert Bunjaku haben es mit ihren Teams geschafft, dem erlesenen 32er-Feld bei der Weltmeisterschaft 2010 anzugehören.

Einen ausgeruhten Eindruck dürfte dann vor allem Charisteas machen. Unser Top-Verdiener pendelte in den vergangenen Wochen eher zwischen Tribüne und Ersatzbank denn zwischen Bank und Spielfeld. Umso erstaunlicher, dass es für einen Posten in der heimischen Nationalelf reicht. Wer weiß, vielleicht beflügelt die einzig wirkliche Sensation der Quali-Spiele den einstigen Torschützen. Ein Schaden wäre es angesichts der Sturmflaute beim Club wahrlich nicht!

Wetten würde ich darauf allerdings auch nicht. Apropos wetten. Da bahnt sich ja wieder ein richtiger Skandal an. Und – beinahe erwartungsgemäß – mitten drin ist unser Ruhmreicher. Allerdings – und das ist tröstlich – nicht als Beschuldigter. Vielmehr soll die Zweitliga-Partie gegen den VfL Osnabrück am 13. Mai diesen Jahres manipuliert gewesen sein. Angeblich seien VfL-Akteure beinflusst worden, so dass sie gar nicht hätten gewinnen wollen. Sei’s drum. Aufgestiegen wären wir trotzdem (also auch ohne die Punkte) und wer weiß, ob nicht-manipulierte Osnabrücker den damals noch heimstarken Club in Bedrängnis hätten bringen können…

Das mindert natürlich nicht die Dimension, die dieser neuerliche Wettskandal anzunehmen droht. Es ist schon erstaunlich, dass immer wieder Kriminelle versuchen, den sportlichen Ausgang von Fußball-Partien zu beeinflussen. Mal abwarten, welche Kreise das noch zieht.

Mit Schrecken erinnere ich mich noch an einen Club-Akteur namens Vlado Kasalo (so hieß er doch, oder?), der einst als Weltfußballer an den Valznerweiher kam und – trügt mich die Erinnerung nicht gänzlich – ebenfalls unwürdig, weil in einen Wettskandal verwickelt, abtreten musste. Kann sich daran noch jemand erinnern? Da ging es doch auch um Eigentore…

Zum Schluß noch ein Wettangebot: Wetten, dass der Club in Wolfsburg verliert…