Posts Tagged ‘Nilsson’

Mai 10th, 2012

Oh wie ist das schön: Relegation ohne den Club. Berlin oder Düsseldorf – Hauptsache Spanien…

…so könnte die abgeandelte Aussage eines ehemals sehr bekannten Kickers lauten. Damals ging es, wenn ich mich recht erinnere, um Mailand oder Madrid. Egal. Fakt ist, dass es ein wunderbares Gefühl ist nach Saisonende tatsächlich Feierabend zu haben. Und sich an Ergebnissen wie einem 21:1 gegen Heilsbronn zu erfreuen.

Selten war mit ein Relegationsspiel so egal wie das Duelle zwischen Hertha und der Fortuna. Möge der Bessere gewinnen! Sollte dies Düsseldorf sein, könnte ein gewisser Herr Maroh wohl wieder in der ersten Liga seine Fähigkeiten unter Beweis stellen. Angeblich sind die Rheinländer an dem Noch-Cluberer dran. Ich verstehe, aber das nur nebenbei, nach wie vor nicht, warum die Vereinsführung den Innenverteidiger nicht halten wollte.

Aber das wird sich schon noch auflösen – vielleicht durch ein spekakuläre Neuverpflichtung. Klose und Nilsson traue ich jedenfalls keine Leistung zu, die mit der des Duos Wollscheid/Maroh vergleichbar wäre. Aber da täusch ich mich gerne.

Jetzt genieße ich erstmal die Relegation, das Pokalfinale und das Champions-League-Endspiel – frei von allen Abstiegssorgen. Oh wie ist das schön!

März 13th, 2011

Charisteas trifft für Schalke und der Club liegt auf Europapokal-Kurs

Acht Mal in Folge unbesiegt, ganz nah dran an den begehrten Europa-Ligue-Plätzen: Dieser Club wird mir langsam unheimlich. Auch das Gastspiel in Wolfsburg endete mit einem Erfolg. 2:1 hieß es am Ende dank eines Treffers des eingewechselten Per Nilsson. Das Glück, das unserem Ruhmreichen lange Zeit nicht hold war, zählt derzeit zu den steten Begleitern von Dieter Heckings Elf.

Und das ist gut so: Denn verdient hat es sich die Truppe um die Stützen Simons, Schäfer, Ekici & Co allemal. Eine couragierte Spielweise gepaart mit jugendlicher Unbekümmertheit steht Pate für den Erfolg in der Rückrunde. In der Tabelle des Jahres 2011 liegt der 1. FCN auf Rang eins. Vor Dortmund, Leverkusen, Köln & Co. Das ist mehr als respektabel!

Nächste Woche gegen Bremen könnte der nächste Streich folgen – vor wohl ausverkauftem Haus. Denn mehr kann eine Mannschaft, die im Frühling noch in die Relegation gehen musste, ihren Fans nicht bieten. Mittlerweile traue ich dem Team tatsächlich die Qualifikation für Europa zu. Und das müsste am Saisonende gefeiert werden wie anno 2007 der DFB-Pokal.

Feiern durfte am Samstag auch einn alter Bekannter: Für Angelos Charisteas erfüllte sich ein kleines Fußball-Märchen: Kaum zum ersten Mal von Felix Magath eingewechselt, traf der Ex-Nürnberg für Schalke – zum 2:1-Siegtreffer. Erstaunlich, war doch jener Grieche beim Club alles andere als ein Toregarant. Ich gönne ihm den Treffer trotzdem – weil er zumindest keine schmutzige Wäsche gewaschen hat. Nach seinem Abgang aus Nürnberg.

Schalke liegt trotz des Charisteas-Treffers klar hinter dem Club, wie auch etliche andere Teams, deren Etat deutlich oberhalb der Nürnberger Ausgabengrenze liegt. Das ist das erfreuliche und erstaunliche Ergebnis der Arbeit am Valznerweiher. Respekt!

Februar 10th, 2011

Hecking gar nicht mutig: Wolf spielt am Samstag

Dieter Hecking hat sich für die konservative Variante entschieden: Mit Andreas Wolf in der Startelf. Damit hat er die Hoffnungen macher Anhänge im Keim erstickt, Denn Wolfs eklatante Schwächen im Spiel nach vorne – im bisherigen Saisonverlauf vor allem dank dreier Treffer übertüncht – sorgen in der Nordkurve seit Monaten für angeregte Debatte, ab und an auch für gleichermaßen eindeutige wie lautstarke Missfallensbekundungen.

Klar, die Elf stellt der Trainer auf. Ebenso gilt weiterhin, dass Wolf in Fankreisen mehrheitlich noch immer gut gelitten wird. Und dennoch hätte ich nichts gegen einen Denkzettel einzuwenden gehabt. Weil Wolf einfach begreifen muss, dass sein Offensivspiel stark verbesserungsfähig ist. Seine jüngst kolportierten Aussagen über den Stand der Vertragsverhandlungen lassen eher das Gegenteil vermuten.

Und weil mit Wollscheid, Maroh und Nilsson drei Innenverteidiger parat stehen, die sich gewiss nicht hinter Wolfs breiter Brust verstecken müssen. Hecking geht es offenbar darum, keine unnötige Unruhe in ein eingiermaßen intaktes Mannschaftsgefüge hineinzutragen. Eine Degradierung des Kapitäns zum Ersatzspieler hätte sicherlich aufhorchen lassen.

Dezember 10th, 2010

Eines steht fest: Per Nilsson wird beim Club-Gastspiel in Hoffenheim nicht treffen

Ein Blick in die Geschichte ist immer lehrreich – deshalb bin ich einem jungen Kollegen auch sehr dankbar, dass er vor dem Duell gegen Hoffenheim in der doch recht überschaubaren gemeinsamen Historie beider Vereine geblättert hat. Hier der Gastbeitrag von Andreas Pöllinger:

Man kann in der Kiste der wechselhaften FCN-Geschichte stöbern, wie man will: Mit Blick auf bisherige Direktvergleiche mit 1899 finden sich bei gleichwohl mauer Bilanz – entgegen dem zuletzt tristen Kräftemessen mit Borussia Dortmund keine Triumphe, herben Klatschen oder Aufreger von fußballhistorischer Tragweite.

November 11th, 2010

Club vs. Bayern: “Memo”, Ilkay und Julian vs. Frank, Mark und “Schweini”

Hoppla: Die Bayern müssen jetzt schon auf wiedergenesene Ex-Stützen setzen, um dem Club Angst einzujagen. Ribéry und van Bommel sollen am Sonntag zumindest wieder im Kader auftauchen, “deshalb bin ich auch optimistisch, dass wir gewinnen”, sagt Karl-Heinz Rummenigge. Das ist schon eine erstaunliche Wandlung – die Bayern zeigen sich plötzlich demütig, angesichts eines wiedererstarkten FCN. Woran liegt das wohl? An der eigenen Schwäche oder an der Stärke des Ruhmreichen?

Wie auch immer, selten war der Ausgang eines Derbys so offen wie es dieses Mal der Fall zu sein scheint. Und Club-Anhängern kann nichts Besseres passieren, als mit erhobenem Haupt in die Landeshauptstadt zu reisen. Wenn es dann doch nicht reicht, bin ich auch nicht traurig – bei den Bayern verlieren die meisten Teams.

Schön zu beobachten ist, wie Club-Akteure und Veerantworrtliche vor dem Derby verbal auftreten: Mut und Leidenschaft fordert Per Nilsson aus der Viererkette vor seinem ersten bayerischen Derby. Stellvertretend für viele andere warnt er vor allzu viel Respekt – darin könnte das Erfolgsgeheimnis liegen: Ein selbstbewußt auftretender Club, der sich von einem vollen Stadion nicht den Schneid abkaufen läßt – und sich von den Bayern nicht deren Spiel aufzwingen läßt.

“Memo” Ekici, dessen Erkältung wohl kein Hinderungsgrund für einen Einsatz sein dürfte, Ilkay Gündogan und Julian Schieber sollten wissen, dass die Bayern-Abwehr der saison 2010/11 eine duchaus löchrige ist. Weder vor Demichelis noch vor Badstuber gitl es in Ehrfurcht zu erstarren. Und van Buyton ist – hier sei an das Champions-League-Finale erinnert – durchaus von einem schnellen Akteur ins Straucheln zu bringen.

September 30th, 2010

Wiedererstarkte Schalker oder angeschlagene Knappen?

Die Zuversicht ist schier ungebrochen: Der 2:0-Sieg gegen Benfica Lissabon hat bei Schalke grenzenlosen Optimismus ausgelöst. Coach Felix Magath sihet nach ddem triumph in der Champions League die Trendwende erreicht. So als ob der Start in die Bundesliga-Saison nicht komplett misglückt wäre und auch der Punkt gegen Gladbach vom vergangenen Spieltag keiensfalls berauschend war…

Es wäre allerdings nicht das erste Mal, dass der Club auf einen vermeintlich angeschlagenen Gegner trifft, der sich just vor der Partie gegen den Ruhmreichen durch einen Sieg das nötige Selbstvertrauen zurückholt. Abwarten.

An Selbstvertrauen mangelt es den Club-Akteuren jedenfalls nicht. Neuzugang Per Nilsson rechnet fest mit einem Dreier gegen die Gelsenkirchener Knappen. Nichts dagegen, allerdings lehren Erfahrung und Statistik, dass die Begegnungen mit Schalke in der jüngeren Vergangenheit selten Anlaß zu Jubel boten. Sofern man nicht zu den Club-Fans zählt, die auch einen Schalker Erfolg gegen Nürnberg bejubeln würden.

Mir wäre schon ein Puntk recht – schließlich sehe ich Schalke am Saisonende um einige Etagen höher platziert als den 1. FCN. Oder täusche ich mich da vielleicht?

Juli 4th, 2010

Club-Kicker passen sich dem Wetter an: Alle sind heiß!

Hitzige Atmosphäre zum Trainingsauftakt am Valznerweiher: Bei brütender Hitze sammelte Club-Coach Dieter Hecking die Seinigen um sich. Gut sechs Wochen Pause, entspannte Mienen – jetzt beginnt das Schaulaufen für den Saisonauftakt Mitte August. Es ist eine Zeit mit vielen Testspielen, deren Resulatate wiederum von bedingter Aussagekraft sind. Schließlich macht es schon einen Unterscheid, ob eine Elf am Vormittag noch Intervall-Läufe zu absolvieren hatte, während das gegnerische Team gerade mitten in einer Regernaerationsphase weilt…

Sei’ s drum – irgendwie werden wir dies folgenden sechs Wochen auch rumbringen, ehe es dann wieder Erstligaluft in Nürnberg zu schnuppern gibt. Wenn ich mir die bisher eingetrudelten sechs Neuzugänge so anschaue, gebe ich mich keinen Illusionen hin. Der Club kämpft – warum soll es heuer anders sein als im vergangenen Jahr? – erneut gegen den Abstieg. Allein dem Hoffenheimer Per Nilsson traue ich auf Anhieb zu, in der Startformation der ersten Bundesliga-Begegnung zu stehen. Wahrscheinlich an der Seite von Dominic Maroh und somit zu Lasten von Andi Wolf – außer Wolf gelingt während der Vorbereitung eine deutliche Leistungssteigerung.

Rubin Okotie, der mit vielen Vorschußlorbeeren anreist,  muss beweisen, dass in Österreichs erster Liga gut genug gekickt wird, um Bundesliga-Mittelmaß wie Bunjaku, Eigler & Co. ins Schwitzen und somit um den Stammplatz zu bringen. Ich bin gespannt!

Der Rest der Neuzugänge dürfte sich schwer tun – nichts hoffe ich so sehr, als dass es sich hierbei um eine völlige Fehleinschätzung handelt. Denn dann hätte der Club tatsächlich Qualität verflichtet. Momentan tut sich der Verein mit dem Abbau der Quantität schwer – wer will schon Spieler wie Charisteas, Vidosic oder Boakye kaufen? Beim Club haben sich sich gewiss nicht für andere Vereine empfohlen. Bleibt die Frage, warum diesen verwöhnten Akteuren stets Mehrjahres-Verträge unterbreitet worden sind. Klar, ab und an würde man sich – sollte es nur mehr einjährige Kontrakte geben - über einen Abgang ärgern müssen, aber – zumindest beim Ruhmreichen – unterm Strich könnte sich ein Verein dadruch viel Geld sparen.

Gesucht wird weiterhin nach einem Ottl-Ersatz – der vielleicht wieder Ottl heißen könnte. Denn der Bayern-Angestellt dürfte inzwischen begriffen haben, dass beim großen FCB für ihn nichts zu holen sein dürfte. Beim FCN hingegen hätte Ottl eine Stammplatzgarantie. Das ist doch auch was, oder?

Ein kurzer Schwenk zur WM muss doch noch sein: Dort ist derzeit zu beobachten wie sich ein Team gegen grandiose Individualisten wie Messi durchsetzt. Das Team – die deutsche Nationalelf – liefert hoffentlich auch für Dieter Hecking Anschauungsunterricht. Auch ein Wolf muss es lernen können, beim Spiel nach vorne zu Eigler zu passen statt in den Gegners Füße. Und Eigler muss verstehen, dass er den Ball von Wolf nur dann erwischen kann, wenn er zwei Schritte entgegenläuft. Auf gut deutsch: Alle Club-Spieler sollten zum Bundesliga-Auftakt mindestens so heiß sein wie beim Trainingsautakt. Dann wird auch uns Fans warm ums Herz!