Posts Tagged ‘Hannover’

Januar 29th, 2012

Nach der Pleite in Hannover: Team nicht länger an der langen Leine führen!

Und wieder mal mit leeren Händen von einer Auswärtspartie zurück gekehrt: Das 0:1 des Ruhmreichen in Hannover ist mehr als ärgerlich. Aus vielen Gründen:

Zunächst wegen der ersten Hälfte. Als gäbe es in der Bundesliga Gegner, die mit angezogener Handbremse besiegt werden könnten, ging unser Club die Begegnung an. Dieser – im Verlauf der Saison zum wiederholten Male an den Tag gelegte – Verhalten, könnte letztlich eine der Ursachen für den bis zum letzten Spieltag drohenden Kampf gegen den Abstieg sein. Viel zu lax, zu wenig bissig präsentierten sich die werten Profi-Kicker. Passend zum Spielort bleibt meines Erachtens nur eine Konsequenz für Coach Hecking: Das Team nicht länger an der langen Leine führen!

Eine härtere Ganart würde vielleicht auch zu eineer bessere Einstellung beitragen – womit wir bereits in Hälfte zwei wären. Da hat der 1. FC Nürnberg bewiesen, dass er auch mit dem Euro-League-Teilnehmer Hannover mithalten kann. Die – hier folgt die zweite Ursache für den bislang unbefriedigenden Saisonverlauf – miserable Chancenauswertung hat mal wieder verhindert, dass zumindest ein Unentschieden herausgesprungen wäre. Notfalls verhindert halt der eigenen Mann den Treffer – so geschehen in der letzten Minute der Partie. Wahnsinn!

Und nur der dritte Grund, der Auftritte wie in Hannover zum echten Ärgernis macht: Wenn schon gegen schlagbare Teams kein Zähler rausspringt, müsste halt gegen ein starkes Team ein Erfolg drin sein. Dies war bis dato lediglich in Leverkusen der Fall. Mit Blick auf die kommende Begegnung könnten wir Fans dem Stadion gleich fern bleiben: Wer glaubt ernsthaft an einen Dreier gegen Dortmund? Ich jedenfalls traue dem Ruhmreichen in dieser Saison keine Überraschung zu. Zu zaghaft, zu unentschlossen vor des Gegners Gehäuse, zu unkreativ im Mittelfeld zeigt sich das Team heuer.

Hoffentlich gilt der alte Spruch Ausnahmen bestätigen die Regel noch. Bleibt alles im normalen Bereich, dürfen wir Club-Fans uns mal wieder auf ein Schlüsselspiel freuen: Nach dem Match gegen den Deutschen Meister geht es in die Fuggerstadt – und dort muss der Club gewinnen. Ohne wenn und ohne aber.

Mai 15th, 2011

Club verliert in Hannover: Ein Abschlussniederlage, die Lust auf die neue Saison macht

1:3 verloren und doch nur stahlende Mienen. Der Club konnte am Samstag, nach dem belanglosen Gastspiel bei Hannover 96 am eigenen Leib erleben, was ihm ansonsten immer nur andere Verein vorführen: Wie  schön es doch sein kann, aus einer gesicherten Position heraus um die Goldene Ananas spielen zu dürfen.

Doch nicht nur deshalb darf der Ruhmreiche auf eine äußerst gelungene Spielzeit zurück blicken: Eine Saison, die von vielen positiven Überraschungen geprägt war. Vor allem aber von vielen äußerst talenierten Fußballern, die allesamt in Nürnberg unter Vertrag stehen – und dem Verein eigentlich ordentliche Zukunftsperspektiven garantieren sollten. Julian Wießmeier ist bislang der letzte in dieser bemerkenswert langen Reihe von Youngstern, die dem 1. FC Nürnberg in der Saison 2010/11 ihren Stempel aufdrücken konnten. Dass er dies gleich mit einem Treffer bei seinem Erstligadebut tat spricht für ihn. Und für die Personalpolitik des Clubs.

Weil das nicht immer so war, gilt es hier allen Beteiligten ei dickes Kompliment zu machen. Ob die Verantwortlichen des Nachwuchs-Leistungszentrums, die Talent-Scouts, die Profi-Trainerriege oder auch das Management – ganz offenbar ist Vernunft (eine Vokabel, die vor nicht allzu langer Zeit ein Entlassungsgrund für Führungskräfte gewesen wäre) am Valznerweiher eingekehrt. Wäre es nicht der 1. FCN und wären wir Franken nicht von Geburt an mir einer großen Prise Pessismismus ausgestattet, müsste man glatt die Korken knallen lassen…

Fast scheint es so, als ob die Frankfurter Eintracht den Club früherer Tage gibt. Jeder vernünftig denkende Mensch mit einigermaßen Fußballsachverstand hätte vor einem Trainer Daum als Nothelefer im Kampf gegen den Abstieg abgeraten, die Hessen haben ihn mit großem Bohei verpflichtet. Und müssen dies teuer (im doppelten Sinn) bezahlen. Na ja – das sind nicht unsere Sorgen. Nicht mehr.

Und hoffentlich bleibt das so. Vermessen wäre es nun, dies als Warnung an die fränkischen Optimisten, die es ja auch gibt und die fröhliche Urständ bei den jüngsten Europapokal-Gesängen gefeiert haben, den Club als Angehörigen des oberen Tabellendrittels zu betrachten. Über die abgelaufenen Saison hinweg war dies erfreulicherweise so. Aber es ist nicht davon auszugehen, dass Teams wie Schalke, Wolfsburg, Bremen, Hamburg und Hoffenheim sich auf Dauer hinter dem Ruhmreichen einreihen. Und Aufsteiger Hertha gibt sicher nicht das Kanonenfutter in der neuen Spielzeit ab.

Kurz: Der Nicht-Abstieg  lautet das Gebot der Stunde – auch in der neuen Saison!

Dezember 19th, 2010

Ein (fast) perfektes Jahr: Club siegt zum Abschluss souverän gegen Hannover

Das war ein Abschluss, wie er besser nicht hätte sein können: Sehr souverän hat der Ruhmreiche Hannover in die Heimat geschickt. Ein Spiel, in dem zu keiner Sekunde Zweifel aufkamen, wer den Platz als Sieger verlassen wird. Müßig wäre es nun, zu spekulieren, ob es die Schwäche der Niedersachsen – immerhin als Tabellenddritter angereist – oder die Stärke der Gastgeber war, die zu der recht einseitigen Partie beigetragen hat.

Mir ist das jedenfalls egal – ich sah eine erste Hälfte, in der der Club sehr überzeugend agiert hat. Obwohl Mike Frantz fehlte. Cohen hat sich nahtlos eingefügt, was im Übrigen auch für den Youngster in der Viererkette galt, der Maroh verdrängt hat. Maroh und Bieler zählen zu den Verlierern dieses Jahres. Dazu  würde ich auch Andi Wolf zählen, trotz seiner drei Treffer. Was Wolf im Spiel nach vorne zeigt, ist eines Profis häufig unwürdig!

Pinola hingegen hat eindrucksvoll untermauert, was er für diesen Verein wert ist: Vier Spiele ohne denm quirligen Argentinier endeten mit einem mageren Punkt. Kaum wieder an Bord, läuft das Club-Spiel besser – offenbar ist der Kampfgeist Pinolas ansteckend!

Nun fehlt noch ein Sieg in Offenbach, dann könnte der 1. FCN auf ein perfektes Jahr zurückblicken – denn mehr als 22 Zähler in der Bundesliga-Vorrunde sowie das Erreichen des Pokal-Viertelfinales waren wahrlich nicht zu erwarten. So ganz nebenbei festigt sich meine Theorie, dass der Club sich gegenteilig zu den Freuden aus Fürth verhält – dieses Mal fehlte den Greuthern in Düsseldorf jegliche Fortune und schon siegte der Club. So schwer es auch fallen mag: Unter diesen Umständen muss ich das Daumendrücken für Fürth hinten anstellen – auch im neuen Jahr…

Dezember 17th, 2010

Warum fallen eigentlich keine Club-Spiele mehr aus?

Früher wäre alles klar gewesen: Viele Schnee bedeutete kein Fußballspiel. Das galt von der C-Klasse bis zur Bundesliga. Nicht nur, dass es keine C-Klassen mehr gibt, es fallen auch keine Bundesligapaarungen mehr aus. Warum? Einmal, weil es Rasenheizungen gibt, die zumindest das Grün grün und die roten Fußbälle als Reminiszenz an längst vergessene Zeiten erscheinen lassen.

Die Stadien werden offenbar von dienstbaren Geistern geschippt, in Fürth, so war zu hören, müssen sogar die Kicker selbst, ran. Ob es gut ist, dass der Ruhmreiche vor der Winterpause noch ein Punktspiel absolvieren muss,  wissen wir spätesten um 17.20 Uhr am Sonntag. Mir schwant ohnehin Übles, weil ich erstmal mit der S-Bahn, die aus meiner Heimat Neumartk angeblich direkt vor das Frankenstadion fahren soll, anreisen will. Nach allem, was zu lesen und hören ist, komme ich ohnehin nicht pünktlich zum Anpfiff an. So gesehen fällt das Spiel für mich vielleicht wirklich aus… 

Vielleicht, das wäre ja mal was Neues, kommen die Hannoveraner gar nicht in Nürnberg an – weil ihr Flieger nicht landen kann, weil der Mannschaftsbus im Stau steht, oder weil die Bahn nur bedingt schneetauglich ist. Dann wäre ich mit meiner verhinderten S-Bahn-Anfahrt versöhnt – drei Punkte am grünen Tisch, weil der Gegner nicht kommt. Der Club und seine Fans würden sich freuen…

Dezember 16th, 2010

Aufgemerkt: Der Club spielt noch gegen Hannover!

Fast scheint es, als gerate die Partie gegen Hannover etwas ins Hintertreffen – alle Welt zerbricht sich schon den Kopf über Sinn oder Unsinn von Neuverpflichtungen beim Ruhmreichen in der Winterpause. Da werden Stürmer gehandelt (ganz ehrlich: alle Namen, die ich bislang gehört habe, ob Prince Tagoe (Hoffenheim) oder Ben Khalifa (Wolfsburg), sind keine Torjäger mir Treffergarantie) und  Akteure für andere Mannschaftsteile, die alle eines gemeinsam haben: Die Vereine, die die Profis derzeit beschäftigen, wollen sie loshaben. Bestimmt nicht, weil sie derzeit zu den Leistugnsträgern zählen. Vielmehr handelt es sich um Bank- und Tribünendrücker. Mit einer qualitätiven Verbesserung ist das also so eine Sache. Oder glaubt irgendwer, dass ein Pascal Bieler oder ein Isaac Boakye auf dem Transfermarkt Begehrlichkeiten bei anderen Vereinen wecken würden?

Zurück zum vermeintlichen Sorgenkind Club-Sturm: Dort schlägt sich ein Julian Schieber ganz wacker, dass er jetzt mal eine Durtstrecke durchkäuft, sei dem 21-Jährigen vergönnt. In der Hinterhand (für die Saison 2011/12) hält der FCN mit Albert Bunjaku einen Stürmer, der zumindest schon mal bewiesen hat, dass er auch ins Tor schießen kann. Und mit Rubin Okotie sollte auch die vermeintliche Wunderwaffe aus Österreich endlich mal beweisen dürfen, was er kann. Das der junge Mann immer noch körperliche Defizite hat, mag ich so langsam nicht mehr glauben.

Also: Keine Katze(n) im Sack kaufen, sondern den durchaus üppigen Kader erstmal Schritt für Schritt verkleinern – dann bleibt Geld für nicht mehr auszugebende Gehälter übrig , mit dem dann zum Saisonende wieder eingekauft werden kann. Das wäre mir deutlich sympathischer als aktionistische Wintereinkäufe. Mit Schrecken denke ich an Jan Koller zurück – einen der größten Fehlgriffe des in Nürnberg nach wie vor glorifizierten Ex-Trainers Hans Meyer (um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Meyer ware gewiss einer der besseren Fußballlehrer, die in den vergangenen Jahren in Nürnberger angeheuert hatten, aber fehlerfei war der Mann nicht).

Viel wichtiger als als dies wäre im Übrigen eine solide Leistung am Samstag gegen Hannover – mit drei Punkten auf der Habenseite könnten wir dann ganz beruhigt dem Pokalspiel in Offenbach entgegensehen. Aufgemerkt, würde Erwin Pelzig angesichts der Debatte über Neuverpflichtungen anmerken, aufgemerkt, erst kommt noch Hannover ins Frankenstadion!

Wer einen Blick in die Historie der Partie  Club-Hannover werfen möchte, ist hier richtig.

Dezember 14th, 2010

Verkehrte Welt in Hannover: Statt Mittelmäßigkeit auf Champions-League-Kurs!

Bitte ganz spontan und ehrlich antworten: Kennen Sie einen Spieler von Hannover ’96? Ich auch nicht. Klar, man kann mir vorwerfen, nicht ausreichend informiert zu sein. Aber ich halte mir eigentlich schon zu Gute, dass mich die Bundesliga interessiert. Aber Hannover? Nicht die Bohne. Dieser Club verkörpert für mich seit Jahren Langeweile pur (non der Aufregung um Rober Enke  mal abgesehen. Das war menschlich tragisch und der Umgang der Niedersachsen mit dem Emke-Selbstmord ist aller Ehren wert!).

Hannover – das macht mich ungefähr so an wie Paderborn in der zweiten Liga. Und was die Sehenswürdigkeiten der Stadt anbelangt, muss ich auch passen. Klar, da gab es mal eine Expo. Und es gibt einen Hauptbahnhof, der ziemlich groß ist. Den kenne ich von der Durchfahrt.

Und die stehen jetzt auf dem dritten Platz! Unauffällig wie das berühmte Eichhörnchen hat die Slomka-Truppe Sieg um Sieg eingefahren. Am Samstag treten sie beim Club somit als Favorit an. Wahnsinn! Hannover. Die haben nicht mal einen Dialekt. Und schicken sich jetzt an, den Ruhmreichen in die Abstiegszone zu schießen.

Fußball spielen können sie – vielleicht, weil sie als Kollektiv so stark sind. Das wird auch der Grund sein, warum ich keinen Spieler kenne.

August 21st, 2009

Es gibt nur einen Michael Oenning!

Nach der Hitze ist vor dem Spiel: Bei wohl angenehmen Temperaturen geht es am Samstag gegen einen Gegner, der eine in jeder Hinsicht heiße Woche hinter sich bringen musste. Auch wenn die wahrscheinlich von Arbeitsrechtlern erfundenen Formulierung “Der Trainer ist zurückgetreten” die Dinge verharmlost.

Natürlich hat Dieter Hecking nicht freiwillig hingeworfen. Ich kann mich an so gut wie keinen Trainer-Wechsel erinnern, der unter diesen Vorzeichen stattgefunden hätte.  Hannover als Krisenclub – das passt zwar nicht so ganz, weil die 96er außer dem Attribut “langweilig” bei mir bis dato keine weiteren Spuren hinterlassen haben.

Irgendwie ähnelt die Situation an der Leine derjenigen des Ruhmreichen vor einem Jahr. Auch da gab es einen schnellen Trainerwechsel, auch da durfte ein Mann aus der zweiten Reihe ran. Wollen wir hoffen, dass die Niedersachsen keinen zweiten Oenning aus dem Hut gezaubert haben. Und falls der Neue doch das Zeug zu mehr hat, soll er doch ab nächster Woche alles gewinnen. Am Samstag brauchen wird die Punkte! Und zwar alle drei.