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März 31st, 2012

Abstiegskampf pur: Club ist nach Derby-Pleiten gegen die Bayern weiter im Abwärtssog

Das Positive vorneweg: Die zu befürchtende Packung gegen die Bayern blieb aus. Dank einer couragierten Zweikampfleistung konnte der Club das Kombinationsspiel der Top-Mannschaft aus München weitgehend unterbinden.

Ansonsten gibt es nichts Erfreuliches zu berichten: Ein Treffer von Robben entschied die Partie zugunsten der Gäste, die im Offensivspiel gewohnt hausbackene Leistung des 1. FCN reichte nicht aus, um Manuel Neuer im Bayern-Kasten vor ernsthafte Probleme zu stellen. Lediglich Cohens vom Winde verwehter Distanzschuss geriet aus dem nassen Boden zu einer Herausforderung für den Nationalkeeper – unter Zuhilfenahme des Pfostens meisterte der Ex-Schalker diese.

Leider. Denn die Mitbewerber um den Klassenerhalt punkten seit Wochen eifrig. Von Lautern mal abgesehen, sind alle Keller-Teams nahe beieinander. Und somit steht der Club – auch wenn Coach Hecking dies vehement bestreiten wird – am Karsamstag vor einem echten Schlüsselspiel – in Freiburg steht eine so genannte Sechs-Punkte-Begegnung an. Gewinnen die Breisgauer, steckt der Club wohl bis zum letzten Spieltag hinten drin. Und ausgerechnet in dieser wegweisenden Partie fehlt der gelb-gesperrte Wollscheid.

Immer mehr kristallisieren sich im Saisonverlauf die großen Defizite dieses Teams heraus: Es fehlt – zumal ohne Esswein – an torgefährlichen Akteuren, mit Schäfer verfügt der Club über einen in der Spieleröffnung extrem langsamen Keeper und das passgenaue Umschalten von Abwehr auf Angriff überfordert viele Mittelfeldakteure.

Nicht die Bayern-Pleite ist bedrohlich, sondern diese Defizite sind es. Hoffentlich kommt der Club mit einem blauen Auge davon – und hoffentlich werden Verträge mit Kickern wie Bunjaku und auch Eigler nicht verlängert. Solche Spieler bringen den 1. FC Nürnberg nicht weiter!

März 29th, 2012

Allenfalls ein 0:0 ist gegen die Bayern drin – weil der Club keine torgefährlichen Profis hat

Die Bayern bleiben auf Kurs: auch in Marseille hat der nächste Club-Gegner nicht locker gelassen. Ein 2:0-Auswärtssieg kam am Ende heraus. Am Samstag werden wir sehen, ob der Ruhmreiche stärker als der französische Viertelfinalist ist. Grundsätzlich würde ich das gar nicht ausschliessen – ist Olympique doch seit Wochen völlig von der Rolle.

Selbst die jüngste Club-Negativserie ist gar nichts gegen die Durststrecke der Franzosen. Allerdings müssen die FCN-Cracks ohne den beinahe üblichen Schlendrian in der Abwehr auskommen – den solche Fehler betrafen die Bayern gnadenlos. Sollt die Null stehen, käme das zweite Club-Problem zum Tragen: Wer soll ein Tor schießen?

Esswein fällt aus, Eigler auch und Bunjaku ist meilenweit von Bundesligaform entfernt. Von Pekhart ganz zu schweigen. Und sonst? Es fehlt vorne wie hinten an torgefährlichen Kickern. Bleibt also lediglich die Hoffnung auf ein 0:0, oder?

März 28th, 2012

Vor dem Derby gegen die Bayern: Ihr habt den Dürer, wir wollen die Punkte!

Ausgerechnet jetzt geht es gegen die scheinbar übermächtigen FCB. Vor ein paar Wochen, als einige Unverbesserliche in Verkennung der sehr schwankenden Leistungen unseres Ruhmreichen, schon von der Euro-League geträumt haben, wäre eine Heimpleite gar so aufgefallen.

Und in ein paar Wochen, wenn der Klassenerhalt hoffentlich unter Dach und Fach gebracht ist, würde ein, sagen wir mal 0:4, keinen mehr aufregen. Aber jetzt passt es einfach nicht – zu präsen ist das Abstiegsgespenst über dem Valznerweiher.

In der Tat: Eine Heimpleite gegen die Landeshauptstädter, die sich irrtümlich gerne für den Nabel der Welt halten, würde unseren geliebten FCN bedenklich nahe an die Abstiegsränge rücken lassen – zumal vier Mitbewerber sich in direkten Duellen gegenüberstehen und somit teilweise Punkten werden.

Es hilft also alles nichts: Wir brauchen die Punkte. Und zwar alle drei. Einigen wir uns also darauf, dass die Bayern das Halbfinale der Champions-League erreichen, deshalb zwischen den beiden Viertelfinalduellen in Nürnberg Gnade vor Recht ergehen lassen. Gute Gründe für ein solches Verhalten gibt es viele:
1) Meister wird ohnehin Dortmund, Kampfansagen hin oder her.
2) München hat uns schon den Dürer-Pelzrock geklaut, als Entschädigung fordern wir drei Punkte.
3) Der letzte Club-Heimsieg, ich meine es war ein 3:0, liegt eine gefühlte Ewigkeit zurück, beim letzten Club-Auswärtssieg kickten die Freunde aus Fürth noch in der Landesliga Mitte (oder vielleich in nicht ganz so tiefen Gefilden).

Wer kennt weitere gute Gründe, die für einen Dreier sprechen?

März 26th, 2012

Bleibt der Club ein Depp? Zweite Liga rückt nach Stuttgart-Pleite bedenklich nah

Hätte ich nach Schlusspfiff zu Schreiben begonnen, müsste ich das wohl bereuen – wegen zu derber Wortwahl und wüster Beschimpfungen der Club-Elf. Selbst jetzt, eine Nacht nach dem Desaster im Schwabenland, sitzt der Frust noch tief. Wie kann eine Truppe von Profis so ein Spiel verlieren?

14 Ecken, 17 Torschüsse, darunter einige so genannte Hundertprozentige, und kein Treffer – das ist kolossales Unvermögen, oder wie Dieter Hecking sagte: “Das ist Fußball”. Fußball wird leider auch in der zweiten Liga gespielt – und wenn es so weiter geht mit dem Ruhmreichen als Zugpferd der neuen Saison. Und Fürth hält die fränkischen Fahnen in Liga eins hoch – eine Horrorvorstellung, die bald Realität werden könnte.

Denn die Greuther steigen auf – und das völlig zurecht. Und unser FCN? Der kriegt am Samstag von den Bayern eins auf die Mütze und steckt dann ganz, ganz tief im Schlamassel. Oder glaubt irgendwer, dass die Münchener von dieser Nürnberger Elf zu gefährden sind? Ich jedenfalls nicht.

Oktober 29th, 2011

Mit vollen Hosen war bei den Bayern nichts zu holen – außer einer 0:4-Klatsche

0:4 und kein bisschen weiser – so könnte das Derby auf den Punkt gebracht werden. Dass in dieser Saison für den Club bei den schier übermächtigen Bayern nichts zu holen sein würde, das bezweifelten vor Anpfiff der Partie lediglich Fantasten. Dazu zähle ich mich nicht.

Trotzdem war ich frustriert – so wenig Gegenwehr, so viel Unterschied, das hätte nicht sein müssen. Fast wirkte es wie ein munteres Teainingsspielchen, das die elf FCB-Cracks gegen den Hühnerhaufen aus der Noris veranstaltet haben.

Anstoß, Flanke, Kopfball, Tor – so verliefen die ersten 85 Sekunden der einseitigen Begegnung. Wenn die Heynkess-Truppe gewollt hätte, der Ruhmreihe wäre dieses Mal abgeschossen worden. Ich hatte jedenfalls immer den Eindruck, Lahm, Ribéry & Co hätten noch eine Schippe drauflegen können.

Es wirkte so, als ob etliche FCN-Akteure die Hosen zu voll gehabt hätten. Das ist den Youngsters nicht zu verdenken, andererseits ein gefundenes Fressen für den nächsten Deutschen Meister.

Dieter Hecking’s Miene sprach Bände – so hatte sich der Club-Coach den Trip an die Isar nicht vorgestellt. Ich mir auch nicht. Aber jammern hilft nichts – nächste Woche gegen Freiburg helfen keine Ausreden mehr, in dieser Partie zählt nur ein Sieg. Ohne wenn und aber. Sonst schwant mir Übles für den weiteren Saisonverlauf. Zumal dem unerfahrenen Club bei einem weiteren Abrutschen in den Tabellnekeller die Nerven einen Streich spielen könnten.

Oktober 27th, 2011

Kein unüberwindbarer Gipfel im Erzgebirge: Club wirft Aue aus dem Pokal, jetzt müssen die Bayern dran glauben

Na also: Solche Spiele hat unser Ruhmreicher auch schon verloren. Bis auf die letzte Viertelstunde – als die Gastgeber nach dem Abschlusstreffer noch auf den Ausgleich drängten – musste eigentlich nicht viel gezittert werden. Die Pokalhürde beim Zweitligisten haben die Youngsters – trotz oder wegen – ihres orangefarbenen Dress’ vergleichsweise locker genommen.

Der Sieg lässt sich in Geld umrechnen – eine halbe Million mehr auf der Habenseite, das kommt nicht ungelegen. Und die Option, durch einen weiteren Erfolg sich selbst ein Weihnachtsgeschenk unter den Baum zu legen. Vielleicht sogar nach einem Derby-Sieg gegen Fürth oder die Bayern.

Letztere warten am Samstag auf den Ruhmreichen. Eine weitgehend sinnfreie Reise aus meiner Sicht. Derzeit hängen die Trauben in der Allianz-Arena einfach zu hoch. Klar, Heckings Jungs werden ihr Bestes geben, reichen wird es trotzdem nicht, wage ich zu prognostizieren. Eine 0:6-Klatsch wie die Ingolstädter sollte es aber auch nicht setzen. Wie die scheinbar übermächtigen Bayern zu bezwingen sind, haben die Hannoveraner eindrucksvoll demonstriert.

Ob das – noch dazu in der Fremde – kopierbar ist, wage ich zu bezweifeln. Wichtiger sind die nachfolgenden Partien – bis zur Winterpause sollte sich entscheiden, wohin der Weg des 1. FCN in dieser Saison geht. Abstiegskampf oder ein weitgehend sorgenfreies Dasein im gesicherten Mittelfeld – das sind die Varianten. Ich hoffe, dass Heckings Elf nach die sieglose Serie in der Bundesliga möglichst rasch beenden kann. Vielleicht beflügelt der Sieg gegen die biederen Erzgebirgler das Team – schön wär’s.

April 10th, 2011

Wenn der Dritte beim Sechsten einen Punkt holt, ist das doch nicht schlecht

Nein, schadenfroh bin nicht. Ehrlich gesagt ist es mir völlig egal, wer die Bayern trainiert. Dass aber Louis van Gaal ausgerechnet nach der Partie beim 1. FCN gefeuert worden ist, sollte uns Club-Fans dennoch interessieren. Weil es nämlich viel über die Arroganz der maßgeblichen Herren an der Säbener Straße aussagt und mindestens genau so viel über den Stellenwert oder die Lobby, die unser Ruhmreicher in Fußball-Deutschland genießt. Beser: nicht genießt.

Schon die Nachrichten im Bayerischen Rundfunk waren aufschlussreich: Dort hieß es sinngemäß, dass van  Gaal nach dem enttäuschenden Unentschieden beim Club gehen musste. Warum, werte Kollegen des BR, ist es enttäuschend, wenn der Bundesliga-Dritte beim Sechsten Remis spielt? Die Bayern, um das klar festzuhalten, hätten genauso gut verlieren können. Wenn etwa der Treffer in letzter Minute gezählt hätte. Nicht jeder Schiri, und gleich gar kein Heimreferee, hätten hier ein Foulspiel von Wollscheid an Badstuber gepfiffen.

So ist das halt, wenn der große FCB beim kleinen FCN antritt – wie ein roter Faden zog sich die unterchiedliche Behandlung beider Teams seitens  des Schiedsrichters durch die Partie. Da fällt ein Robben theatralisch – gelbe Karte für Pino. Da foult ein Ribéry Gündogan heftigst – nichts passiert. Da zieht ein Badstuber, ohne realistische Aussicht, den Ball spielen zu können, auf der linken Abwehrseite voll durch. Nur eine gelbe Karte. Da meckert ein Schweinsteiger wegen der Ballposition nach einem Freistoß lange den Schiri an, kickt den Ball sogar noch vom eigenen Tor weg. Nichts passiert! Die Liste könnte fortgesetzt werden.

Aber das hilft ja nichts. Es wird so bleiben, dass die Bayern mehr Wertschätzung bei den vermeintlich Unparteiischen genießen. Und leider der Club bei einigen, vermeintlich neutralen Medienvertretern – wenig Steine im Brett hat. Hier sei nur  an die Poschmann-Kommentierung des Pokal-Viertelfinals auf Schalke erinnert.

Umso schöner, dass der 1. FC Nürnberg sich in dieser Spielzeit anschickt, es einigen etablierten Vereinen zu zeigen. Sportlich, ohne Lobby und Unterstützung seitens der Schiedsrichter.

April 9th, 2011

Ohne Saft, aber mit Kraft: Punkt gegen schwache Bayern

Immerhin: die Bayern haben uns nicht besiegt. Dank einer Kraft-vollen Vorstellung konnte Christian Eigler ausgleichen – und den Bayern die Entscheidung in der Torhüterfrage abnehmen. Ich habe selten einen so nervösen Keeper gesehen. Das war’s dann wohl als Nummer eins beim FCB…

Uns Club-Fans kann es egal sein, wer in der kommenden Saison im Bayerntor steht, aber es wäre tatsächlich mehr drin gewesen gegen keinesfalls überzeugende Bayern. Gespannt bin ich, warum der Treffer in der Nachspielzeit nicht anerkannt worden ist. Aus der Nordkurve war jedenfalls kein Regelverstoß zu erkennen.

Sensationell war für mich einmal mehr Almug Cohen. Der Israeli ist mein Spieler der Saison – stets anspielbar, immer in Bewegung und nie aufsteckend.

Dass Robben sogar noch die rote Karte wegen Schiri-Beileidigung erhalten hat, zeugt von der großen Nervosität unseres Gegners.

April 7th, 2011

Ohne Kratzen und Spucken: Zehn Gründe, warum der Club die Bayern schlägt

1) Weil Pinola nicht mehr spuckt, sondern Schweini auf ganz und gar trockenen und faire Art fest in den Griff bekommt.

2) Weil Schieber nach seiner Pause heiß auf seinen ersten Einsatz ist und mindestens für einen Treffer gut sein dürfte.

3) Weil Van-Gaals-Truppe mental sich in erbärmlichem Zustand befindet.

4) Weil Ekici seinem Stammverein garantiert Argumente liefern will, warum er in der kommenden Saison an der Seite von Robben und Ribéry auflaufen sollte – und was wäre ein besseres Argument als ein Freistoßtreffer gegen den FCB?

5) Weil der Club befreit aufspielen kann und nicht gewinnen muss. Genau deshalb werden wir gewinnen!

6) Weil die Bayern-Fans ihre Truppe nicht unterstützen werden, sondern stattdessen weiter auf Uli Hoeness schimpfen werden – sogar eine gemeinsame Choreografie im Vorfeld der Partie – es wäre ein Novum in der Geschichte – schließen (wohl nicht ganz ernstzunehmende) Kreise nicht aus…

7) Weil – wie soeben wissenschaftlich nachgewiesen – ein echter Heimschiedsrichter das Derby leiten wird. Das heißt im Klartext: Jede strittige Entscheidung wird zugunsten des Ruhmreichen gefällt.

8) Weil Andy Wolf um einen neuen, deutlich besser dotierten Kontrakt für die neue Saison kämpft, rennt er um sein Leben: So will sich der Ansbacher vielleicht sogar bei den Bayern ins Gespräch bringen…

9) Weil es endlich mal wieder an der Zeit ist, die Bayern zu besiegen. Zu schön und zu frisch ist die Erinnerung an das 3:0 vor einigen Jahren…

10) Weil der Club heuer noch um den Einzug in die Euro-League kämpft und den Bayern deshalb keinen Punkt schenken kann.

Für weitere Gründe, die es zweifelsohne gibt, wäre ich dankbar!

März 7th, 2011

Der Club ist kein Depp, der FC Bayern vielleicht schon bald…

Drei Punkte hinter den Bayern, gefühlte 20 Zähler von einem Abstiegsrang entfernt, ungeahnte Vierfachtorschützen, Youngsters, die besorgniserregend konstant kicken – kurz: Der Club ist momentan alles andere als ein Depp!

39 Zähler, Platz sechs und eine Tordifferenz, die auch wieder konkurrenzfährig ist. Wow! Genieße den Augenblick, die Devise von uns leidgeprüften Club-Fans, nimmt ungeahnte Längen an. Möge es so bleiben. Am Samstag geht es nach Wolfsburg, ein unangenhemer Gegner, aber kein unschlagbarer. Gar nicht auszudenken, was nach einer Fortsetzung der Serie noch alles drin wäre…

Elf Spieltage sind es noch – und vielleicht kommt es im April ja zum Duell auf Augenhöhe mit den nur mehr scheinbar übermächtigen Bayern. Man stelle sich dann eine Club-Sieg vor – danach hieße es bis auf Weiteres: Nicht der Club, sondern der FCB ist ein Depp. Oh, wie wär das schön…