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Trotz Japaner in Club-Diensten – Didavi-Abschied fällt immer schwerer, Maroh-Abgang schmerzt auch
Gleich vier Mal hat Didavi beim Freundschtskick in Solnhofen getroffen – und somit erneut eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er einen Lauf hat. Und der Club um ihn kämpfen sollte. Wenngleich am Ende wohl vergeblich – schließlich dürfte VfB-Coach Labbadia die Entwicklung der Stuttgarter Leihgabe nicht verborgen geblieben sein.
Also: Zu den fünf bereits bekannten Abgängen gesellen sich nun definitiv Maroh und aller Voraussicht nach Didavi.
Dafür können wir Fans uns nicht nur auf Timo Gebhart freuen, sondern auch auf den ersten Japaner in Club-Diensten (zumindest ist mir kein Vorgänger aus Fernost in Erinnerung): Hiroshi Kiyotake, ein Talent aus Osaka. Dazu kommt noch das Schalker Nachwuchsgewächs Noah Korczowski.
Mal schauen, wenn Manager Badern noch so aus dem
Hut zaubert – Hauptsache keine Leihgaben. Meines Erachtens tragen die nicht zur Konsolidierung in der Bundesliga bei. Lieber eigene Spieler, die dauerhaft gebunden werden können, oder – siehe Gündogan und Wollscheid – für viel Geld verkauft werden können. Oder gibt es Freude des Prinzip Leihspielers?
Club punktgleich mit Dortmund, aber wohl ohne Maroh
„Die neue Saison geht los: Wir sind punktgleich mit Dortmund.Schönen Urlaub!“ Dieter Hecking sprach diesen Satz nach der Heimpleite gegen Leverkusen aus. Und hat recht. Null Punkte hier, null Punkte da. Möge dieser Zustand (nicht die null Punkte, sondern punktgleich mit dem BVB) möglichst lange anhalten!
Wie gut dafür die Chancen stehen, werden die kommenden Wochen zeigen. Dann kommt Licht ins Transfer-Dunkel. Irritierend finde ich den bevorstehnden Maroh-Transfer. Der Innenverteidiger hat in den vergangenen Jahren wahrlich Sportsgeist bewiesen, stets fehlte im nur das berühmte Quäntchen Glück, um in den Sprung zum Stammspieler zu schaffen. Stets zog er den Kürzeren. Dass Hecking ihn zum Saisonende auf der Bank schmachten ließ, verstehe wer will. Ich nicht. Hoffentlich ist das letzte Wort nocht nicht gesprochen.
Denn nach Wollscheids Abgang wäre ein Wechsel Marohs schwer zu verkraften. Übrig blieben dann Nilsson und Klose – beides noch lange, bzw. seit langem nicht mehr Bundesliga-Stammspieler. Andererseits dürften Innenverteidiger auf dem Transfermarkt leichter zu finden sein als torgefährliche Kicker, die sich der Ruhmreiche leisten kann. Hier bin ich auch sehr gespannt!
Apropos Dortmund: Zumindest einer vom 1. FCN hat auch heuer wieder den Sprung nach Westfalen, zur Nummer eins in Deutschland, geschafft. Fitnesscoach Andreas Beck verlässt den Club, um Reus, Gündogan & Co auf dei Sprünge zu helfen. Glückwunsch!
Gebhardt kommt – wer geht? Fünf Blumensträuße und ein leiser Abschied von Didavi?
Fest steht, dass mit Timo Gebhardt ein Stuttgarter nach Nürnberg kommt, fest steht nich nicht, dass mit Daniel Didavi ein Stuttgarter nach Stuttgart zurückkehrt. So sieht derzeit das fränkisch-schwäbische Binnenverhältnis aus. Im Fall Didavi scheint zumindest klar zu sein, dass der Club sich den Offensivkicker nicht leisten kann – es wird also nicht zu einem Transfer kommen, aber vielleicht zu einem weiteren Jahr auf Leihbasis. Dafür müsste Didavi vorher beim VfB einen Vertrag unterschreiben…
…sicher keinen weiteren Kontrakt am Valznerweiher haben dagegen die Kicker Judt, Eigler, Bunjaku, Hegeler und Wollscheid unterschrieben. Das Qunintett wird vor Anppfiff gegen Leverkusen mit dem obligatorischen Blumenstrauße verabschiedet.
Und dann steigt die Spannung: Versagt Hannover und eröffnet somit dem Ruhmreichen ein Euro-Perpesktive? Ich glaube es nicht, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Und warum soll der 1. FCN nicht mal Glück haben?
Mintal und der Club: Das Phantom kehrt an den Valznerweiher zurück
“Marek, Marek Mintal…” wird es bald wieder durch das weite Rund des Frakenstadions hallen. Sicherlich mit derselben Inbrunst gesungen wie bis zum Ende der Saison 2010/11, allerdings nur mehr aus wenigen Hundert Kehlen. Denn das Phantom kickt in der neuen Saison in der der U 23 des Ruhmreichen mit. Nein, das ist kein Tippfehler. Mintal wärre sogar für eine noch zu gründenden U 32 zu alt – aber glücklicherweise erlaubt der DFB, dass die Profi-Nachwuchsteams auch einige, meist ältere Leitwölfe einsetzen dürfen.
Eine Rolle, die Mintal auf den Leibt gescheidert zu sein scheint. Denn an der Ostsee, da bedarf es keiner prophetischen Fähigkeiten, hat sich das Idol einer ganzen Club-Fan-Geneeration nicht sonderlich wohl gefühlt. Auch wenn Mintal selbst das nie zugeben würde. Jetzt kehrt er zurück in die Heimat und heuert bei seinem alten und neuen Verein an.
Ob und wie oft Mintal in der Regionalliga-Spielzeit 2012/13 treffen wird, dürfte eheer nebensächlich sein. Denn seinen fußballerischen Zenit hat der einstige Bundesliga-Rekordtorschütze längst überschritten. Auch wenn es uns Anhängern schwer fiel, brachten die meisten Fans doch Verständnsis für den Status einers Edel-Reservisten auf, über den Marek in seinem letzten Bundesliga-Jahr nicht mehr hinausgekommen ist. Die (bis zum vorletzten Spieltag) fünf Zweitliga-Tote bestätigen Heckings Einschätzung im Nachhinein.
Mintal, auch das steht fest, bleibt dem Club wohl dauerhaft erhalten: Denn parallel zu seinem Regionalliga-Austragskicken macht der bescheidenste und symphatischste Club-Star der Neuzeit seinen Trainerschein – vielleicht trainiert eines Tages ein gewisser Marek Mintal die Club-Elf. Dann könnte es aus gut 40000 Kehler wieder durchs Frankenstadion hallen: “Marek, Marek Mintal…”
Fürth ist weg, Chandler noch nicht
So das war’s dann: Ausgerechnet der Ex-Club-Kicker Gündogan hat den Freunde aus dem Westen das Aus im Pokal beschert. Ganz ehrlich: Ein wenig Mitleid habe ich schon verspürt. Schließlich hätten die Greuther nach dieser Leistung durchaus den Sprung ins Pokalfinale verdient gehabt. So aber verloren sie in guter alter SpVgg.-Manier – das Ziel fast schon greifbar vor Augen.
Sie sollen sich mal nicht grämen, denn heuer klappt dafür der Aufstieg – diesen Vorspung kann selbst die einst unaufsteigbare Truppe nicht mehr vergeigen. Zumal die Konkurrrenz regelmäßig schwächelt. Stellen wir uns also auf zwei Derbys in der kommenden Saison ein (immer vorausgesetzt, unser Ruhmreicher gerät nicht noch tiefer in den Abwärtssog). Darauf freue ich wirklich! Und dann würde sich mein Mitleid in engsten Grenzen halten – selbst wenn der Ex-Fürther Eigler in der letzten Minute mit einem fulminanten Weitschuß den entscheidenden Club-Treffer markieren würde.
Falls Eigler noch beim FCN kickt. Denn derzeit, wie immer, wenn die Saison sich so langsam dem Ende nähert, haben Wechselgerüchte Konjunktur. Weniger in Sachen Eigler. Da dürften sich die Anfragen anderen Vereine in Grenzen halten. Timothy Chandler ist dagegen in Stuttgart eingefragter Mann. Meines Erachtens soll er da im Sommer hingegen, für Nürnberg wäre dann noch eine Ablöse drin.
Der Club wiederum liebäugelt offenbar mit einem Japaner: Takeshi Usami heißt der junge Mann, derzeit hat in der FC Bayern von Gamba Osaka ausgeliehen. Vielleicht kommt sogar ein japanisches Duo an den Valznerweiher – denn auch ein Kicker namens Hiroshi Kiyotake ist bzw. bleibt ein Thema.
Meine Hoffnung stirbt zuletzt: Ich würde mir eine richtig starke Nummer eins im Tor der 1. FC Nürnberg wünschen! Aber da steh ich wohl ziemlich alleine da, mit diesem Wunsch…
Simons verlängert, Balitsch kommt, Pinola reist an: Club setzt auf Oldies
Von wegen Jugendstil: Der Vertrag mit timmy Simons ist in belek um zwei (!) Jahre verlängert worden. Ertsaunlich, dass der 1. FCN einem 34-Jährigen zutraut, auch mit 36 Lenzen noch eine tragende Rolle in einem (hoffentlich zumindest) Bundesliga-Team einzunehmen. Na ja, Bader und Hecking werden schon wissen, was sie tun. Ich hätte den – um kein Missverständnis aufkommen zu lassen – äußerst verdienten Kicker am Saisonende würdig vom Valznerweiher verabschiedet. Denn es ist absehbar, dass der Körper irgendwann mal nicht mehr willl.
Aber das fortgeschrittene Alter von Fußballprofis scheint derzeit eher ein Qualitätsmerkmal denn ein Hindernis für eine Verpflichtung zu sein: Ballitsch ist mit 32 Jahren auch kein Junger mehr. Und Pinola, der im Flieger von Buenos Aires in die Türkei sitzt, kommt auch so langsam in die Jahre. Nimmt man noch Keeper Schäfer hinzu, setzte der Ruhmreiche zumindest nicht mehr ausschließlich auf den vielgerühmten Jugendstil.
Vielleicht muss das in einer sportlichen Krise so sein – mir als Fan ist ein Festhalten am bisherigen Kurs allemal lieber als ein Rückfall in vergessen geglaubte Zeiten: Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass es Zeiten gab, in denen jeder altgedienet Profi, der nicht schnell genug auf dem nächsten Baum geklettert war, am Valznerweiher anheuern durfte. Das jüngste, abschreckende Beispiel in einer schier endlos alngen Liste von Fehleinkäufen heißt Jan Koller.
Aber vielleicht erkenne ich auch den Zug der Zeit nicht: Setzen unsere Freunde aus dem Westen doch künftig auf die Dienste eines Mannes, den ich auch im wohlverdienten Fußball-Ruehestand wähnte: Gerald Asamoah heuert in Fürth an. Wahrscheinlich wird er in der Relegation ein Fall für Timmy Simons sein. Beide zusammen sind dann älter als Wollscheid, Chandler und Wießmeier…
Hoffentlich keine Ladenhüter: Club schlägt im WSV zu
Kaum gönnt man sich eine Auszeit, um mit viel Aufwand (hier ein Plätzchen, dort eine Gans) zwei, drei Pfunde um die Hüften anzusetzen, geht es beim Club drunter und drüber: Die Profis schwitzen in Belek im Trainingscamp – und jeden Tag kommt ein Neuer dazu.
Was mit dem Tschechen Hlousek begann, setzte sich mit dem (wohl nie in Nürnberg auflaufenden) Gonzalez und müdendet vorläufig in der Verpflichtung des Leverkusener Kickers Balitsch. Ob damit das Ende der Fahnenstange erreicht ist, darf bezweifelt werden.
Und ob es clever ist, einen Kicker zu engagieren, der schon unter Beweis gestellt hat, mit Coach Hecking nicht unbedingt auf einer Wellenläge zu schwimmen, wird sich weisen. An Lippenbekenntnissen, dass zwischen dem einst verfeindeten Duo mittlerweile Männerfreunde geworden sind, mangelt es jedenfalls nicht.
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass ein kleines bißchen Panik am Valznerweiher ausgebrochen ist – auch wenn das natürlich alle Verantwortlichen weit, weit von sich weisen würden. Balitsch ist sicher – schon qua Alter – kein Hoffnungsträger.
Andererseits verstehe ich die Herren Bader und Hecking auch verstehen – es mangelt an Punkten. Und da ist jedes Mittel recht…
Geld regiert die Fußball-Welt: Leverkusen kauft Club-Crack Wollscheid.
Und wieder eine Hiobs-Botschaft für alle Fußball-Nostalgiker: Philipp Wollscheid geht im Sommer nach Leverkusen. Ein “Juwel”, schwärmt Sportdirektor Rudi Völler, habe Bayer sich gesichert. Keine Frage, das stimmt. Und unser Ruhmreicher hat – im Umkehrschluss – mal wieder den Kürzeren gezogen.
Schade! Aber alles andere als überraschend. Wollscheid hat nach Erfüllung seines Fünf-Jahres-Vertrages bei Bayer ausgesorgt. Finanziell hätte der FCN dem 22-Jährigen nicht annähernd die Perspektiven bieten können, die ein Verein, hinter dem ein Chemie-Gigant steht, aufweisen kann. Sportlich gilt leider das selbe. Hier Abstiegskampf, dort die europäische Bühne. Keine Frage, Leverkusen wird den Bayern nicht den Rang ablaufen, aber das Zeug sich als nationale Nummer zwei oder drei zu etablieren, haben die Rheinländer.
Und das nötige Kleingeld auch. Bleibt in Nürnberg die Freude über eine satte Ablösesumme – garniert mit der Hoffnung, dieses Geld nicht zum Abstottern der mit einem Zweitliga-Intermezzo in der Saison 2012/13 einhergehenden Neuverschuldung ausgeben zu müssen. Und spätestens jetzt dürfte auch Marohs Schicksal besiegelt sein: Bitte lasst dieses Innenverteidiger nicht gehen. Wollscheid mag besser sein, aber Maroh ist zumindest zuverlässig. Und für den Club reicht seine Spielstärke allemal.
Zweifacher Torschütze und doch der grosse Verlierer: Albert Bunjaku
Immerhin: Mike Frantz hat wieder Fußball gespielt. Trotz seiner Riesenzehe oder wie auch immer das zu gross geratene Frantzsche Körperteil in der Medizinersprache heißt. Beim 5:0-Sieg über den Bayernligisten Bruck sorgte noch ein zweiter Akteur für ungewohnte sportliche Schlagzeilen: Albert Bunjaku traf dieses Mal ins Schwarze. Gleich zwei Mal. Genausoft hat er sich in jüngster Vergangenheit an Gegenspieler vergriffen. Die Folge: nach der Roten Karte im Regionalligaspiel der Club-Reserve ist er für drei Partien gesperrt. Also auch für die Bundesliga-Partie gegen Köln. Ein klassisches Eigentor des Schweizers, der sich selbst um ein mögliches Comeback in der ersten Liga gebracht hat. Ob das erneute Fehlverhalten Rückschlüsse auf den Charakter des Profis zulässt, muss jeder für sich beantworten. Ich halte es zumindest für fragwürdig, wenn ein hochrichtetet Kicker sich im Wiederholungsfall so verhält.
Ansonsten lässt der Test in Erlangen wenig Rückschlüsse zu – die Truppe, die dort gespielt hat, wird nie mehr einen gemeinsamen Auftritt haben. Für die bunt zusammengewürfelte Mannschaft hat es im übrigen ganz gut geklappt.

Nach Sieg gegen BvB wird der Club Meister und Schäfer Nationalkeeper…
…suggerieren zumindest unverbesserliche Optimisten. Mal abgesehen davon, dass der FCN den Deutschen Meister wohl eher nicht besiegen dürfte und schon ein Unentschieden als Erfolg gefeiert werden müsste, würden auch sechs Punkte nach zwei Spieltagen noch keine allzu grosse Aussagekraft besitzen. Schließlich liegen nach dem kommenden Spieltag noch 32 weitere vor uns.
Warum ich diese Selbstverständlichkeit erzähle? Weil ich in dieser Woche schon drei Mal gehört bzw. gelesen habe, dass der HSV sich in akuter Abstiegsgfahr befinden soll – und ich das für ausgemachten Schmarrn halte. Die Hamburger haben ein Spiel gegen tatsächlich nicht unbezwingbare Nürnberger verloren – das ist alles!
Kurz: Mir geht dieses Übertreiben auf den Geist. Weder sind die Fürther schon abgestiegen, noch liegt der Kurs auf Meisterkurs und schon gleich gar nicht wird Raphael Schäfer Nationalkeeper – Letzteres könnte nach den euphorischen Kritiken ebenfalls gemutmaßt werden.
Keine Sorge: Die Torwartdiskussion führen wir auch in dieser Spielzeit wieder, spätestens wenn Schäfer im Spiel nach vorne und in der Strafraumbeherrschung gewohnte Schwächen zeigt. Auch dann gilt: Nicht übertreiben, unser Keeper kann im unteren Drittel der Liga durchaus mit seinen Gegenübern mithalten, wäre er besser, hätte er sich seinerzeit in Stuttgart durchgesetzt. Oder?