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August 31st, 2012

Nach Sieg gegen BvB wird der Club Meister und Schäfer Nationalkeeper…

…suggerieren zumindest unverbesserliche Optimisten. Mal abgesehen davon, dass der FCN den Deutschen Meister wohl eher nicht besiegen dürfte und schon ein Unentschieden als Erfolg gefeiert werden müsste, würden auch sechs Punkte nach zwei Spieltagen noch keine allzu grosse Aussagekraft besitzen. Schließlich liegen nach dem kommenden Spieltag noch 32 weitere vor uns.

Warum ich diese Selbstverständlichkeit erzähle? Weil ich in dieser Woche schon drei Mal gehört bzw. gelesen habe, dass der HSV sich in akuter Abstiegsgfahr befinden soll – und ich das für ausgemachten Schmarrn halte. Die Hamburger haben ein Spiel gegen tatsächlich nicht unbezwingbare Nürnberger verloren – das ist alles!

Kurz: Mir geht dieses Übertreiben auf den Geist. Weder sind die Fürther schon abgestiegen, noch liegt der Kurs auf Meisterkurs und schon gleich gar nicht wird Raphael Schäfer Nationalkeeper – Letzteres könnte nach den euphorischen Kritiken ebenfalls gemutmaßt werden.

Keine Sorge: Die Torwartdiskussion führen wir auch in dieser Spielzeit wieder, spätestens wenn Schäfer im Spiel nach vorne und in der Strafraumbeherrschung gewohnte Schwächen zeigt. Auch dann gilt: Nicht übertreiben, unser Keeper kann im unteren Drittel der Liga durchaus mit seinen Gegenübern mithalten, wäre er besser, hätte er sich seinerzeit in Stuttgart durchgesetzt. Oder?

August 23rd, 2012

Billig und gut? Der neue Club trägt NKD…

…auf der Brust. Na ja, meie erste Reaktion war jetzt nicht von großer Begeisterung geprägt. Eine Billigmarke als Sponsor? Abeer sind wir nicht alle Schnäppchenjäger? So schlimm ist das auch nicht. Ich kenn zwar keine NKD-Märkte von innen, aber das ist ja ein weiterer Grund, keine Vorurteile auszubreiten.

Und besser als ein Atomkraftwerks-Bauer ist NKD doch allemal, oder? Tja, wir sind halt der Club und kein Verein, für den sich Konzerne wie Audi oder Telekom interessieren. Zumal kurz vor Saisonstart die Devise galt: Man muss nehmen, was kommt. Denn bei Vermarkter Sportsfive, so pfiffen es die Spatzen von den Dächern, lagen die Nerven wohl schon blank. Insofern kann der NKD-Deal auch als Erfolg gewertet werden.

Zumal finanziell angeblich bis zu vier Millionen Euro pro Spielzeit rausschauen. Gar nicht so billig, wir ich finde. Und das sollte dann die größten Skeptiker beruhigen: NKD kann auch teuer!

August 19th, 2012

Der Club bleibt ein Depp: Pokalaus beim Viertligisten in Havelse!

Eigentlich wiederholt sich Geschichte bekanntermaßen nicht, doch der Club hebelt auch dieses Gesetz scheinbar mühelos aus: 21 Jahre nach dem Aus beim damaligen Amateuverein TSV Havelse wiederholt der Ruhmreiche dieses Kunststück. 3:2 hieß es am Ende nach Verlängerung für die vierklassigen Kicker aus Niedersachen. Unfassbar!

Spätestens die Pokalpleiten der Hoffenheimer und auch der Fürther (die – immerhin – an einem bekanntermaßen heimstarken Drittligisten gescheitert sind) hätten den FCN-Kickern die Behäbigkeit austreiben müssen. Pustekuchen! Stattdessen trotzten die Amateure der Hitze und liefen den Profis, die sich seit einer gefühlten Ewigkeit auf die neue Saison vorbereitet haben, davon.

Völlig verunsichert präsentierte sich die Hecking-Elf. Bleibt zu hoffen, dass dieser Blamage nicht weitere Misserfolge folgen. Mir ist jedenfalls angst und bange vor dem Bundesliga-Auftakt am kommenden Wochenende.

Mai 10th, 2012

Oh wie ist das schön: Relegation ohne den Club. Berlin oder Düsseldorf – Hauptsache Spanien…

…so könnte die abgeandelte Aussage eines ehemals sehr bekannten Kickers lauten. Damals ging es, wenn ich mich recht erinnere, um Mailand oder Madrid. Egal. Fakt ist, dass es ein wunderbares Gefühl ist nach Saisonende tatsächlich Feierabend zu haben. Und sich an Ergebnissen wie einem 21:1 gegen Heilsbronn zu erfreuen.

Selten war mit ein Relegationsspiel so egal wie das Duelle zwischen Hertha und der Fortuna. Möge der Bessere gewinnen! Sollte dies Düsseldorf sein, könnte ein gewisser Herr Maroh wohl wieder in der ersten Liga seine Fähigkeiten unter Beweis stellen. Angeblich sind die Rheinländer an dem Noch-Cluberer dran. Ich verstehe, aber das nur nebenbei, nach wie vor nicht, warum die Vereinsführung den Innenverteidiger nicht halten wollte.

Aber das wird sich schon noch auflösen – vielleicht durch ein spekakuläre Neuverpflichtung. Klose und Nilsson traue ich jedenfalls keine Leistung zu, die mit der des Duos Wollscheid/Maroh vergleichbar wäre. Aber da täusch ich mich gerne.

Jetzt genieße ich erstmal die Relegation, das Pokalfinale und das Champions-League-Endspiel – frei von allen Abstiegssorgen. Oh wie ist das schön!

Mai 8th, 2012

Trotz Japaner in Club-Diensten – Didavi-Abschied fällt immer schwerer, Maroh-Abgang schmerzt auch

Gleich vier Mal hat Didavi beim Freundschtskick in Solnhofen getroffen – und somit erneut eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er einen Lauf hat. Und der Club um ihn kämpfen sollte. Wenngleich am Ende wohl vergeblich – schließlich dürfte VfB-Coach Labbadia die Entwicklung der Stuttgarter Leihgabe nicht verborgen geblieben sein.

Also: Zu den fünf bereits bekannten Abgängen gesellen sich nun definitiv Maroh und aller Voraussicht nach Didavi.

Dafür können wir Fans uns nicht nur auf Timo Gebhart freuen, sondern auch auf den ersten Japaner in Club-Diensten (zumindest ist mir kein Vorgänger aus Fernost in Erinnerung): Hiroshi Kiyotake, ein Talent aus Osaka. Dazu kommt noch das Schalker Nachwuchsgewächs Noah Korczowski.

Mal schauen, wenn Manager Badern noch so aus dem
Hut zaubert – Hauptsache keine Leihgaben. Meines Erachtens tragen die nicht zur Konsolidierung in der Bundesliga bei. Lieber eigene Spieler, die dauerhaft gebunden werden können, oder – siehe Gündogan und Wollscheid – für viel Geld verkauft werden können. Oder gibt es Freude des Prinzip Leihspielers?

Mai 6th, 2012

Club punktgleich mit Dortmund, aber wohl ohne Maroh

„Die neue Saison geht los: Wir sind punktgleich mit Dortmund.Schönen Urlaub!“ Dieter Hecking sprach diesen Satz nach der Heimpleite gegen Leverkusen aus. Und hat recht. Null Punkte hier, null Punkte da. Möge dieser Zustand (nicht die null Punkte, sondern punktgleich mit dem BVB) möglichst lange anhalten!

Wie gut dafür die Chancen stehen, werden die kommenden Wochen zeigen. Dann kommt Licht ins Transfer-Dunkel. Irritierend finde ich den bevorstehnden Maroh-Transfer. Der Innenverteidiger hat in den vergangenen Jahren wahrlich Sportsgeist bewiesen, stets fehlte im nur das berühmte Quäntchen Glück, um in den Sprung zum Stammspieler zu schaffen. Stets zog er den Kürzeren. Dass Hecking ihn zum Saisonende auf der Bank schmachten ließ, verstehe wer will. Ich nicht. Hoffentlich ist das letzte Wort nocht nicht gesprochen.

Denn nach Wollscheids Abgang wäre ein Wechsel Marohs schwer zu verkraften. Übrig blieben dann Nilsson und Klose – beides noch lange, bzw. seit langem nicht mehr Bundesliga-Stammspieler. Andererseits dürften Innenverteidiger auf dem Transfermarkt leichter zu finden sein als torgefährliche Kicker, die sich der Ruhmreiche leisten kann. Hier bin ich auch sehr gespannt!

Apropos Dortmund: Zumindest einer vom 1. FCN hat auch heuer wieder den Sprung nach Westfalen, zur Nummer eins in Deutschland, geschafft. Fitnesscoach Andreas Beck verlässt den Club, um Reus, Gündogan & Co auf dei Sprünge zu helfen. Glückwunsch!

Mai 5th, 2012

1:4 gegen Leverkusen: Heimpleite zum Abschluss einer erfolgreichen Saison

Schade! Die Saison ist aus, erst Ende August geht’s weiter.

Schade! Zum Abschluss gab es eine 1:4-Heimpleite gegen in allen Belangen überlegene Leverkusener, der Klarschnäuzigkeig vor allem beeindruckte.

Schade, dass der Club sich Akteure wie Kießling, der in Nürnberg groß wurde, nicht leisten kann – genauso solche Kicker fehlen dem FCN.

Gar nicht schade ist es hingegen, dass die Euro-League verpasst wurde (da wäre das Team vielleicht zu sehr auf Europa fixiert gewesen).

Ebensowenig bedauere ich den Weggang der Herren Eigler, Bunjaku und Judt.

Mai 4th, 2012

Gebhardt kommt – wer geht? Fünf Blumensträuße und ein leiser Abschied von Didavi?

Fest steht, dass mit Timo Gebhardt ein Stuttgarter nach Nürnberg kommt, fest steht nich nicht, dass mit Daniel Didavi ein Stuttgarter nach Stuttgart zurückkehrt. So sieht derzeit das fränkisch-schwäbische Binnenverhältnis aus. Im Fall Didavi scheint zumindest klar zu sein, dass der Club sich den Offensivkicker nicht leisten kann – es wird also nicht zu einem Transfer kommen, aber vielleicht zu einem weiteren Jahr auf Leihbasis. Dafür müsste Didavi vorher beim VfB einen Vertrag unterschreiben…

…sicher keinen weiteren Kontrakt am Valznerweiher haben dagegen die Kicker Judt, Eigler, Bunjaku, Hegeler und Wollscheid unterschrieben. Das Qunintett wird vor Anppfiff gegen Leverkusen mit dem obligatorischen Blumenstrauße verabschiedet.

Und dann steigt die Spannung: Versagt Hannover und eröffnet somit dem Ruhmreichen ein Euro-Perpesktive? Ich glaube es nicht, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Und warum soll der 1. FCN nicht mal Glück haben?

Mai 2nd, 2012

Mintal und der Club: Das Phantom kehrt an den Valznerweiher zurück

“Marek, Marek Mintal…” wird es bald wieder durch das weite Rund des Frakenstadions hallen. Sicherlich mit derselben Inbrunst gesungen wie bis zum Ende der Saison 2010/11, allerdings nur mehr aus wenigen Hundert Kehlen. Denn das Phantom kickt in der neuen Saison in der der U 23 des Ruhmreichen mit. Nein, das ist kein Tippfehler. Mintal wärre sogar für eine noch zu gründenden U 32 zu alt – aber glücklicherweise erlaubt der DFB, dass die Profi-Nachwuchsteams auch einige, meist ältere Leitwölfe einsetzen dürfen.

Eine Rolle, die Mintal auf den Leibt gescheidert zu sein scheint. Denn an der Ostsee, da bedarf es keiner prophetischen Fähigkeiten, hat sich das Idol einer ganzen Club-Fan-Geneeration nicht sonderlich wohl gefühlt. Auch wenn Mintal selbst das nie zugeben würde. Jetzt kehrt er zurück in die Heimat und heuert bei seinem alten und neuen Verein an.

Ob und wie oft Mintal in der Regionalliga-Spielzeit 2012/13 treffen wird, dürfte eheer nebensächlich sein. Denn seinen fußballerischen Zenit hat der einstige Bundesliga-Rekordtorschütze längst überschritten. Auch wenn es uns Anhängern schwer fiel, brachten die meisten Fans doch Verständnsis für den Status einers Edel-Reservisten auf, über den Marek in seinem letzten Bundesliga-Jahr nicht mehr hinausgekommen ist. Die (bis zum vorletzten Spieltag) fünf Zweitliga-Tote bestätigen Heckings Einschätzung im Nachhinein.

Mintal, auch das steht fest, bleibt dem Club wohl dauerhaft erhalten: Denn parallel zu seinem Regionalliga-Austragskicken macht der bescheidenste und symphatischste Club-Star der Neuzeit seinen Trainerschein – vielleicht trainiert eines Tages ein gewisser Marek Mintal die Club-Elf. Dann könnte es aus gut 40000 Kehler wieder durchs Frankenstadion hallen: “Marek, Marek Mintal…”

April 30th, 2012

Was der Club von Fürth lernen kann

Also gut, Fürth ist aufgestiegen. Das wissen wir – und als tolerante Club-Fans heißen wir, zumindest gilt das für mich, das auch für gut. Lieber Fürth als Paderborn in Liga eins. So viel Regionalbewußtsein muss drin sein – bei aller Rivalität.

Aber so langsam reicht es mit der überbordenden grün-weißen Freude. Erst die spontane Aufstiegsfeier nach der Düsseldorfer Pleite in Dresden, dann die vorgezogene Aufstiegspartie beim FSV Frankfurt, schließlich die offiziellen Fete auf dem Rathaus-Balkon. Und dann noch die Blickpunkt-Sport-Sendung aus der Kleeblatt-Stadt.

Fehlt bloß noch ein grün-weißes Fahnenmeer in der Nordkurve vor dem letzten Bundesliga-Spiel gegen Leverkusen. So weit wird es sicher nicht kommen, aber ich sehe in Nürnberg mehr Grün-Weiß denn je. Und es handelt sich dabei nicht um Polizisten.

Fürth-Fan zu sein ist quais über Nacht sexy geworden. Auch bei Kindern und Jugendlichen. Hier spannt sich nun der Bogen zum Club: Klar, derzeit haben wir einen großen Vorsprung in Sachen Beliebtheit und Zuschauerzuspruch. Aber ausruhen sollten sich die Verantwortlichen am Valznerweiher auf diesen Lorbeeren nicht. Nichts ist vergänglicher als der Ruhm vergangener Tage – die Fürther konnten und können davon ein Lied singen.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich als junger Mitarbeiter über eine Landesliga-Partie berichten durfte. Südwest Nürnberg empfing damals die SpVgg Fürth. An der Jägerstraße, vor gefühlt 200 Zuschauern. Das war Tristesse pur – nur die Eitelkeit manches Fürthers passte damals nicht ganz zum Ambiente.

Seither ist viel passiert in unserer Nachbarstadt – von Eitelkeit ist keine Spur mehr zu erkennnen. Fürth ist sympathisch geworden. Fürth ist authentisch, Fürth ist wieder in. Mehr denn je. Für den Club sollte dies Anspruch sein, genauso volksnah und nett rüberzukommen wir die Greuther. Gelingt dies, ist mir nicht bange vor den nächsten Aufeianndertreffen. Grün-Weiß stört mich nicht im Geringsten, so lange Rot-Schwarz die Nase vorn hat. Dazu bedarf es aber harter Arbeit!