Montag, April 30th, 2012

Was der Club von Fürth lernen kann

Also gut, Fürth ist aufgestiegen. Das wissen wir – und als tolerante Club-Fans heißen wir, zumindest gilt das für mich, das auch für gut. Lieber Fürth als Paderborn in Liga eins. So viel Regionalbewußtsein muss drin sein – bei aller Rivalität.

Aber so langsam reicht es mit der überbordenden grün-weißen Freude. Erst die spontane Aufstiegsfeier nach der Düsseldorfer Pleite in Dresden, dann die vorgezogene Aufstiegspartie beim FSV Frankfurt, schließlich die offiziellen Fete auf dem Rathaus-Balkon. Und dann noch die Blickpunkt-Sport-Sendung aus der Kleeblatt-Stadt.

Fehlt bloß noch ein grün-weißes Fahnenmeer in der Nordkurve vor dem letzten Bundesliga-Spiel gegen Leverkusen. So weit wird es sicher nicht kommen, aber ich sehe in Nürnberg mehr Grün-Weiß denn je. Und es handelt sich dabei nicht um Polizisten.

Fürth-Fan zu sein ist quais über Nacht sexy geworden. Auch bei Kindern und Jugendlichen. Hier spannt sich nun der Bogen zum Club: Klar, derzeit haben wir einen großen Vorsprung in Sachen Beliebtheit und Zuschauerzuspruch. Aber ausruhen sollten sich die Verantwortlichen am Valznerweiher auf diesen Lorbeeren nicht. Nichts ist vergänglicher als der Ruhm vergangener Tage – die Fürther konnten und können davon ein Lied singen.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich als junger Mitarbeiter über eine Landesliga-Partie berichten durfte. Südwest Nürnberg empfing damals die SpVgg Fürth. An der Jägerstraße, vor gefühlt 200 Zuschauern. Das war Tristesse pur – nur die Eitelkeit manches Fürthers passte damals nicht ganz zum Ambiente.

Seither ist viel passiert in unserer Nachbarstadt – von Eitelkeit ist keine Spur mehr zu erkennnen. Fürth ist sympathisch geworden. Fürth ist authentisch, Fürth ist wieder in. Mehr denn je. Für den Club sollte dies Anspruch sein, genauso volksnah und nett rüberzukommen wir die Greuther. Gelingt dies, ist mir nicht bange vor den nächsten Aufeianndertreffen. Grün-Weiß stört mich nicht im Geringsten, so lange Rot-Schwarz die Nase vorn hat. Dazu bedarf es aber harter Arbeit!


Kategorie: Verein
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5 Kommentare

Mai 1, 2012
Exilclubberer

Keine Sorge, das wissen auch Martin Bader und Dieter Hecking.
Btw: Immer noch der Meinung, dass der Club einen Vertreter zur grün-weißen Jubelfeier gestern hätte schicken sollen? Der einzig richtige wäre Andi Wolf gewesen, der hätte dann wieder sein Lieblingslied anstimmen können.
Was mich allerdings erstaunt hat: Der FC Bayern wurde nicht einmal erwähnt. Was ist denn mit dem BR los?


Mai 1, 2012
Werner

Bei aller Sportlichkeit, aber das geht ja eindeutig zu weit. Das hört sich ja an, als ob man einen grün-weißen Joint geraucht hat. Es sei denn, ich hab´da eine Ironie überlesen. Der Club kann von Fürth sicher nix lernen.


Mai 1, 2012
Werner

P.S. Wie wär´s mit einem Fürth-Blog?


Mai 2, 2012
Michael Husarek

Keine Sorge. Erstens: Den Fürrth-Blog gibt es schon. Und zweitens: Obwohl ich Club-Fan bin, glaube ich nicht, dass mein geschätzter Verein schon das maximal Mögliche aus sich gemacht hat. Wenn ich mir anschaue, wie andere Vereine sich vermarkten, wie anderen Klubs durch solide Arbeit (da zähle ich dann eben auch die Fürther dazu) sich in bis dato ungeahnten Sphären bewegen – dann bleibt mir nur zu sagen: Hut ab und Respekt!


Mai 3, 2012
Tom

Ich kann Ihre meinung nicht teilen lieber Paderborn als Fürth!
Wer braucht den einen Traditionslosen Verein der Greuther Fürth heist.
1996 gegründet und 2001 eine Hundertjahr Feier abhalten.
Nein Danke.



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