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Stuttgart – ein Gegner, der dem Club liegt
Am Samstag beim VfB kann eine Vorentscheidung fallen: Gewinnt der Club, so dürfte am Saisonende zumindest kein direkter Abstiegsplatz zu Buche schlagen. Gleich wie Gladbach am Wochenende abschneidet, betrüge der Abstand zu Rang 17, dem ersten direkten Abstiegsrang, dann 13 Punkte. Daran, dass Gladbach oder Stuttgart diese doch sehr beachtliche Lücke noch schließen könnten, glaube ich nicht.
Im Umkehrschluss heißt das meines Erachtens, dass bei einem Unentschieden oder gar einer Niederlage noch lange nichts gewonnen ist (was nicht nur im direkten, sondern auch im übertragenen Sinn, also bezogen auf den gesamten Saisonverlauf) gemeint ist. Aber warum nicht einen Dreier aus Stuttgart mit nach Hause nehmen?
Denn die Schwaben liegen unserem Ruhmreichen. Spätestens seit dem Pokalsieg 2007. Und mindestens zwei Kicker im Kader dürften am Samstag besonders motiviert sein: Keeper Schäfer, der in der Saison 2007/08 ein grausames Jahr beim VfB erlebt hat und Julian Schieber, vom VfB ausgeliehener Stürmer. Ein Sieg in Stuttgart würde natürlich die Nürnberger Chancen im Ringen um einen Verbleib von Schieber erhöhen: Steigt der VfB am Saisonende ab, dürfte Schieber sicherlich nicht in seine fußballerische Heimat zurückkehren. Dafür ist er zu gut. Und nächstes Jahr wohl auch zu teuer.
Ergo käme vielleicht der 1. FCN zum Zug. Schieber ist für mich – neben Hegeler, vielleicht noch Simons und Pinola, sowie in den vergangenen Wochen Cohen – einer der stärksten und vor allem beständigsten Akteure dieser Spielzeit. Obwohl weitgehend auf dem undankbaren Einzelkämpferposten ganz vorne im Sturm agierend, ist der junge Mann ein ständiger Unruheherd. Selbst torgefährlich und noch dazu enorm mannschaftsdienlich. Kurz: Ein Stürmer, wie man ihn sich wünscht! Ich jedenfalls habe Albert Bunjaku bis dato nicht vermissst – ungeachtet dessen wünsche ich dem Schweizer natürlich eine baldige Rückkehr in den Kader.
Hält Schäfer am Samstag alle VfB-Bälle und trifft Schieber einmal ins Schwarze, könnten wir die Saison abhaken. Und vielleicht sogar höhrere Ziele anvisieren…